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Nov 2011 11

Kino mit filmreifer Geschichte

Das Gebäude in der Brosamerstraße 12 ist eine Legende für sich. Das Vorderhaus wird seit den 1970er Jahren von einer Hausgemeinschaft bewohnt, die das Gebäude einst als alternatives Wohnprojekt gekauft hatte. Das Hinterhaus beherbergte das Theater am Kopernikusplatz (tak) und später das alte „Casablanca“, das nach der „Meisengeige“ zweite Programmkino in Nürnberg. Die Fassade, 1985 von der Malerin Helma Lichtinger gestaltet, stellt mit Szenen aus prominenten Filmen, Porträts von Filmstars und Konterfeis der Hausbewohner einen wildbunten ikonographischen Mix dar.


Nachdem das alte „Casablanca“ mit den Jahren an Glanz verloren hatte und schließlich von den Brüdern Weber geschlossen wurde, erstand es 2009 aus den Ruinen wieder auf. Nach einem Aufruf in der Zeitung gründeten Unterstützer den Verein „Casa“, der heute als Träger und Veranstalter fungiert. Getreu dem Motto „Kino mit Courage“ bietet das „Casablanca“ in schmuck renovierten Sälen und bester Kinotechnik ein aufwändiges Programm: spannende Arthouse-Filme abseits des Mainstreams, viel beachtete Reihen etwa zur „Agenda 21“, zu „Medizin im Kino“ oder „Psychoanalyse und Film“, garniert mit internationalen Kurzfilmfestivals, Dokumentationen, Diskussionen, Live-Musik in der Reihe „Alles außer laut“ und Improtheater. Was die vielen ehrenamtlichen Kräfte motiviert, ist unterschiedlich: der charmante Ort, das Flair der kleinen Kneipe, die Chance, etwas Dauerhaftes zu verwirklichen, und der Wille, dass das einzige Kino in der Südstadt nicht verschwinden darf. Das „Casa“, ein lohnenswertes Ziel – nicht nur für Südstädter.

Casablanca Filmkunsttheater
Brosamerstr. 12
90459 Nürnberg
Tel.: 0911 / 454824
www.casablanca-nuernberg.de
info@casablanca-nuernberg.de

ON! Index bedankt sich bei Oliver van Essenberg für die Bereitstellung dieses Artikels (Quelle: „Lebensart genießen“, www.lebensart-nuernberg.de)

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