follow us at facebook follow us at facebook follow us at facebook
Jun 2018 29

Vom Kunstraum zur Kreativplattform zum Ideen-Inkubator

Anfang 2008 bekam ich als Freiberufler – ich war damals Kulturmacher und Kommunikationsdienstleister mit Büro im Defet Haus – die Möglichkeit, in der Halle 14 Auf AEG ein Projekt zu starten. Der neue Besitzer suchte nach Leuten, die an der Transformation des postindustriellen Areals mitwirken und bot mir die 700 qm große Halle mietfrei an. Im Gegenzug sollte ich dafür sorgen, dass dort regelmäßig und kontinuierlich kreative und künstlerische Aktivitäten stattfinden, die das Gelände beleben. Sofort war klar, dass das allein nicht zu schaffen war und ich startete einen Aufruf in meinem Netzwerk – schnell fanden sich einige Mitstreiter/innen und wir beschlossen einen Verein zu gründen. Der Name Zentrifuge war dabei Programm, wurden doch in der Halle noch kurz zuvor Waschmaschinentrommeln verbaut. Zudem ist eine Zentrifuge ein schönes Bild für Kraftentfaltung, Bewegung und Verdichtung, ja auch Verwandlung.

Susanne Neumann und Michael Schels / Ausstellung "Weißes Gold"

Susanne Neumann und Michael Schels / Ausstellung "Weißes Gold"

Jun 2018 26

Am 16. Juni 2018 trafen sich beim von ENGINEERING 2050 initiierten Event CREATE 2050 Menschen unterschiedlichster Disziplinen und Berufe in der IHK Akademie Nürnberg und tauschten sich über die Zukunft von Mensch, Gesellschaft, Technik, Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie Kunst und Natur aus.

Interdisziplinäre Kreativ-Teams formulierten bei dieser Tagesveranstaltung Anforderungen an die Technologie der Zukunft (aus gesellschaftlicher, individueller, technologischer, künstlerischer, unternehmerischer, philosophischer etc. Sicht). Die Kunst spielte dabei eine zentrale Rolle. Dem Aufruf folgten über 30 Menschen zwischen 15 und 70 Jahren, darunter Künstler/innen, Ingenieur/innen, Philosoph/innen, Unternehmer/innen, Pädagog/innnen, Wissenschaftler/innen, Schüler/innen und Studierende. Die IHK Nürnberg für Mittelfranken stellte für diese engagierte Zusammenkunft den großen Saal in der IHK Akademie zur Verfügung.

Mrz 2018 16

Nürnberg stellt gerade die Weichen für die nächsten 20 Jahre – zusammen mit der TH Nürnberg Georg-Simon-Ohm, der Akademie der Bildenden Künste und der Musikhochschule sowie vielen weiteren Akteuren, Projekten und Institutionen wie z.B. dem Deutschen Museum Nürnberg oder dem Holodeck des Fraunhofer Instituts besteht ein gewaltiges Synergiepotenzial. Dieses wird gerade in ersten Ansätzen ausgelotet, vor allem das Projekt LEONARDO dürfte hier wegweisend werden, zumal es die Künste mit einbezieht und auch gesellschaftliche Teilhabe und Kooperationen mit Unternehmen ausbaut und verstärkt. Mit dem Schwerpunkt „Perspektiven für Nürnberg“ möchten wir anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Zentrifuge einen Blick in die Zukunft werfen und ausgewählte Institutionen ebenso wie Initiativen und Akteure vorstellen, die in dieser zukunftsweisenden Phase die kommenden Veränderungsprozesse auf den Weg bringen und (mit)gestalten.

Feb 2018 26

„what happened last week?“ – ein Gespräch mit Sham Jaff, der Herausgeberin eines Newsletters

In ihrem wöchentlichen Newsletter “what happend last week?” liefert die gebürtige Kurdin Sham Jaff oft übersehene, aber wichtige Informationen der letzten Woche, – in einem verständlichen und humorvollen Englisch. – Ein Interview von Nicole Limbrunner und Natascha Weber.

- Woher kam die Idee für einen Newsletter? Gab es einen entscheidenden Moment, in dem Sie gesagt haben: Das möchte ich jetzt machen?

Dez 2017 13
Social Justice Warriors: Aus den richtigen Gründen zu den falschen Mitteln greifen?
Eine Reportage von Ebru Cebeci, Boris Gavrilović und Sarah Guber

„Wenn du deinem Kind geschlechtsspezifische Namen gibst, entscheidest du sein Geschlecht für sie. Das ist richtig krank!“
„Weiße Leute dürfen keine Kreolen-Ohrringe tragen. Denn die wurden von Schwarzen erfunden.“

Postings und Kommentare wie diese stammen von sogenannten Social Justice Warriors. Abgekürzt: SJW oder auf Deutsch: „Kämpfer der sozialen Gerechtigkeit“. Diese Warriors tragen ihre Schlachten in sozialen Netzwerken aus. In Blogs, Foren und Tweets kämpfen sie gegen Diskriminierung und Rassismus, für Gleichberechtigung, Feminismus und andere gesellschaftlich relevante Themen.

Das klingt erst einmal nobel. Doch es gibt viel Kritik daran. Denn gehen die selbsternannten „Krieger des Netzes“ bei ihrer Argumentation nicht auch oberflächlich und feindselig vor? Gehen bei ihren Einwänden nicht selten Emotionen vor Logik? Und: Ist immer so klar zu trennen, ob SJWs jetzt aus Überzeugung handeln oder sich nur selbst bestätigen wollen?
Dez 2017 05

Altenpflegeschule betreibt „Forschende Kunst“ zum Thema „Veränderung“

Die Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe der Gemeinnützigen Gesellschaft für Soziale Dienste (GGSD) am Bildungszentrum für Pflege, Gesundheit und Soziales in Nürnberg Langwasser gehen neue Wege bei Teambildung und Innovation: Mit dem „Ästhetischen Prozess“ erprobte das Kollegium bei seinem jährlichen Pädagogischen Tag diesmal ein Workshop-Format aus dem Ideenlabor der Kreativplattform Zentrifuge. Dabei lernten sich die KollegInnen auf neue Weise kennen und entwickelten Perspektiven für selbstorganisiertes Lernen und Arbeiten. Die künstlerische Begleitung gestaltete Uwe Weber vom Theater von Menschen für Menschen (Theater thevo).

Nov 2017 09

In einem von Ulrich Walter moderierten Gespräch stellte ENGINEERING 2050 Mitinitiator Frank Wolter das Projekt Engineering 2050 und die Cyber Engineering Objects (CEO) auf der iENA-Bühne vor.

Engineering 2050 ist das Ergebnis der Zusammenarbeit des Arbeitskreises „Durchgängige Anlagenplanung“ des VDI Bayern Nordost /VDE Nordbayern zusammen mit der Kreativplattform und ästhetischen Labor Zentrifuge.

Auf der IENA Bühne: Frank Wolter vom ENGINEERING 2050 Team (links) im Gespräch mit Ulrich Walter (Foto: Erika Wolter)

Auf der IENA Bühne: Frank Wolter vom ENGINEERING 2050 Team (links) im Gespräch mit Ulrich Walter (Foto: Erika Wolter)

Okt 2017 23

Der Webradiomacher Tim Faber im Gespräch.

Das KochBlogRadio und wie es sich verändert hat. Sein Gründer erzählt davon.
Ein Interview von Laura Ehrhardt, Theresa Straub und Daniel Neumeier

- Dr. Tim Faber ist der Mann hinter KochBlogRadio: Doch wer war er davor?

Ein klassischer Jurist. Vor und während meines Jura-Studiums habe ich nebenbei schon Radio gemacht: Moderation und Redaktion. Insgesamt habe ich zwölf Jahre beim Privaten Hörfunk gearbeitet, bis ins Jahr 1999. Ich war bei UKW-Sendern, wie dem Oldie-Sender Radio 5 oder bei Charivari 98.6 in Nürnberg. Denn das Radio ist schon seit frühester Jugend meine Leidenschaft. Aber nach meinem Studium habe ich erst einmal aufgehört mit diesem Hobby.

Sep 2017 30

Vom Widerspruch, seine Freiheit auszuleben und die Zuhörer zu fesseln

Im September 2017 feiert Radio Z sein 30-jähriges Jubiläum. Das „Mitmachradio“ steht für Toleranz, Offenheit und Freiheit. Aber feiert es auch Hörerzahlen, Reichweite und Relevanz? – Eine Reportage von Johannes Zenk und Lasse van Schoor

Es ist ein schlechtes Zeichen: An diesem Tag rufen viele Hörer an, um den Titel eines Liedes zu erfahren, den eine Notfall-Schaltung abgespielt hat. Wird auf der Frequenz von Radio Z mehr als 15 Sekunden Stille gesendet, spielt der Computer automatisch irgendeinen Titel vom Musikserver. Das passiert zum Beispiel, wenn ein Moderator während der Sendung auf die Toilette geht und nicht genau abschätzen kann oder will, wie lange der Song dauert, den er gerade aufgelegt hat. Kommt er nicht rechtzeitig zurück übernimmt die Software. – „Das darf natürlich nicht so oft passieren. Auch bei uns gibt es ein paar Regeln“, sagt Sylvia Glawion, Geschäftsführerin bei Radio Z, „Und manchmal müssen wir unsere Leute schon ermahnen.“

Freiheit unter Beschuss

Abläufe? Regeln? – Die Geschichte des sich selbst finanzierenden, alternativen Radiosenders beginnt in einem modrigen Keller, als die Initiative noch klein und unbekannt war. Damals, noch mit einer Sendezeit von nur wenigen Stunden, genoss man vollkommene Freiheit. Vieles, so erzählt man sich, sei recht wild gewesen, überraschend, unkoordiniert, aber eben auch spontan.

So frei, dass eine Sendung für Schwule (damals der „Fliederfunk“) schon einmal detailliert über bestimmte Sexualpraktiken berichtete. Danach bekam Radio Z von Seiten der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien (BLM) eine saftige Strafe aufgebrummt und geriet – wieder einmal – in die Schusslinie von Zeitungen und Verlagen, selbsternannten Medienwächtern, Vertretern der Kirche und konservativen Politikern.

Früher gab es viele, die Z hörten und alles, jeden sprachlichen Ausrutscher, jeden anzüglichen Songtext, jeden Witz und jeden Kommentar akribisch mitschrieben, um den Sender die begehrte Frequenz streitig zu machen. Doch heute fehlt von ihnen jede Spur.

Inhaltlich hat sich die Situation entspannt – weil Radio Z sich heute eher selbst kontrolliert. Aber auch, weil die Gesellschaft offener geworden ist. Ein Umstand, zu dem Radio Z selbst etwas beitragen wollte und wohl auch beigetragen hat.

Jul 2017 18

Interdisziplinäre Ideen und Innovationen über die Grenzen von Technik, Kunst, Design und Kommunikation hinweg zeigen – das war Ziel des Festivals “Hack & Make” vom 23. bis zum 25. Juni 2017 im Nürnberger Z-Bau. Mit der Vorstellung der CEO (Cyber Engineering Objects) aus dem interdisziplinären Projekt ENGINEERING 2050 von VDI Bayern Nordost, VDE Nordbayern und der Zentrifuge lag man bei der Hack & Make somit genau richtig. Hacker haben das Wissen, wie man Prozesse gestalten kann, entwickeln Visionen, vernetzen sich untereinander und bilden größere Prozesse, die zu einem sichtbaren Wandel in der Industrieproduktion führen.

Engineering 2050 bekam auch Besuch vom Deutschen Museum München: Melanie Saverimuthu, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "Zweigstelle Nürnberg" (Mitte) zusammen mit Matthias Barbian und Gabriele Hösch. Im Hintergrund rechts eine Arbeit von Klaus Haas, entstanden innerhalb des Projekts "Forschende Kunst im virtuellen Raum"

Seite 1 von 131234510...Letzte »