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Aug 2015 16

Von Neuanfängen in Nürnbergs Z-Bau

“Hier hat man wenigstens seine Ruhe”, schmunzelt Steffen Zimmermann. Der Geschäftsführer des Z-Baus trifft uns in der Meistersingerhalle zu einem Gespräch über das neue Konzept für das bereits legendäre Kulturzentrum. – Ein Interview von Michele Aflatoon, Luisa Fischer und Katharina Artmann

2010 wurde das marode Gebäude auf Anraten der Stadt Nürnberg zumindest größtenteils geschlossen, vor allem weil den damaligen Betreibern Geld für die Sanierung fehlte. Anfang Oktober 2015 wird es nun, mit einem neuen Konzept, wieder eröffnet. Damit bekommt Nürnbergs Südstadt ein Zentrum für Veranstaltungen, Künstler, Kreative und Gegenwartskultur.

Foto: Simeon Johnke

Foto: Simeon Johnke

Ja, wir gehen viele Sachen neu an. Schon deshalb, weil wir die alten Überlegungen gar nicht kennen. Es gab keine Übergabe oder Gespräche mit den ehemaligen Betreibern. Allerdings sind viele ehemalige Nutzer da, die jetzt wieder einziehen. Mit denen sind wir schon in Kontakt und fragen sie auch: Was war denn früher gut? Und was kann man verändern? Das ganze Mitarbeiter-Team wurde allerdings ausgewechselt. Daher sehen wir es schon eher als Neuanfang.

Apr 2015 03

Sendung vom 30. März 2015

Aus urheberrechtlichen Gründen enthält dieser Mitschnitt KEINE Musikeinspielungen.

—> Mitschnitt der Sendung, Teil 1

—> Mitschnitt der Sendung, Teil 2

Redaktion, Moderation: Otmar Potjans und Nina Metz

Studiogäste:

Mrz 2015 23

Ein gigantisches Projekt und wie man auf die Idee kam.

Eine Reportage von Andreas Hechtfischer, Maria Noll und Stefania Santoro

Fotos: Danko Green, gesichterderstadt.wordpress.com

„Bill Gates hat auch in einer Garage angefangen, unsere Garage ist eben etwas größer“ – Sie meinen es wirklich ernst. „Wir machen es einfach! Wir kaufen es … dieses Monstrum!“ – die Mitglieder des Vereins „Wir kaufen die Quelle e.V.“ sind hoch motiviert, obwohl das Projekt so riesig ist. Und trotz der Schwierigkeiten, die auf sie zukommen werden, lassen sie sich nicht entmutigen. Die „wilden Ideenschreiber“ haben schon einiges erreicht – von der Vereinssatzung und ersten Spenden bis zum regionalen Medienecho.

(c) Danko Green, gesichterderstadt.wordpress.com

Mrz 2015 12
Burnout ist noch nicht in den Köpfen der Entscheider angelangt.

Ein Interview mit Markus Väth, einem Experten für Burnout und Arbeitspsychologie. Von Ayse Koc und Kübra Kizmaz

Markus Väth hat Psychologie und Informatik studiert und sich dann mit seiner Firma „Mensch & Chance“ selbstständig gemacht. Heute betreibt er Business Coaching, Teamentwicklung und Karriereberatung – und wer sich, so meint er, heute mit Arbeit und Wirtschaft beschäftigt, wird sich auch mit Burn Out befassen müssen.

Was sind eigentlich die häufigsten Ursachen für Burnout?

- Uns prägen vor allem gesellschaftliche Werte. Dazu gehören Erfolgsdenken, Selbstoptimierung und Angst. Angst ist dabei der wichtigste Faktor. Trendforscher gehen davon aus, dass es im Jahr 2025 nur circa 30 Prozent Langzeitangestellte geben wird, dafür aber 20 Prozent Selbstständige und 40 Prozent Projektarbeiter, die nach spätestens drei Jahren das Projekt wechseln oder das Unternehmen. Arbeitnehmer werden also in einer existentiellen Unsicherheit gehalten und so einer massiven Stressbelastung ausgesetzt.
Unsere westliche Arbeitskultur läuft dem menschlichen Geist zuwider, der Kontinuität und Konzentration braucht. Auch durch Multitasking kommunizieren wir uns zu Tode. Dabei ist es bewiesen, dass Multitasking nicht funktioniert.

Alle reden vom Burnout. Aber wovon sprechen wir, wenn wir davon erzählen? – Wie würden Sie Burnout definieren?

- Burnout ist zunächst einmal eine wahnsinnige geistige Anstrengung. Es ist eine emotionale wie perspektivlose Erschöpfung. Burnout ist ein zusammengesetztes Symptom aus psychologischen Momenten und soziologischen Bedingungen. Und vor allem ist es ein schleichender Prozess. Hier ein Vergleich zum Alkoholabhängigen: Die Menschen realisieren ihren Zustand nicht. Sie bemerken ihn erst, wenn es meistens schon zu spät ist.

Feb 2015 15

Es wird immer voller beim CreativeMonday! Trotz ungemütlichen Wetters fanden sich am 9. Februar 2015 zahlreiche Besucher im Neuen Museum ein. Diesmal kam auch ein Team aus Regensburg, das ebenfalls Vernetzungstreffen der Kulturszene organisiert.

Text: Eva Poll

Fotos: Boris Alexander Knop (bayernkreativ)

Redaktion: Michael Schels (Zentrifuge)

Wie die obligatorische Vorstellungsrunde zeigte, waren viele zum ersten Mal da. Neben den typischen Kreativbranchen waren auch einige Exoten vertreten und Organisatorin Sabrina Weyh hatte die Lacher auf ihrer Seite, nachdem ihr hauptsächlich die Schlagworte „Millionär“ und „Single“ im Gedächtnis hängenblieben.

Nach der Einführung von Eva Martin und Markus Teschner gab es eine chansonesk-jazzige Einlage vom Trio ah voix bass. Bassist Lutz J. Mays und Percussionist Flo Leuthold spielten ihre Instrumente souverän, Dany Tollemer überzeugte mit ihrer klaren, hellen Stimme und bewies auch schauspielerisches Talent. Trotz ernster Thematik (boatpeople, verpasste Gelegenheiten) klangen die drei gespielten Stücke leicht und beinahe fröhlich. Die Französin Tollemer sang in ihrer Muttersprache: „Ich kann singen, was ich will, ihr versteht mich eh nicht!“ Die drei boten variantenreiche Musik mit viel Tempowechsel, Tondynamik und Breaks und verstanden es, Spannung aufzubauen. Ihre aktuelle CD „soleil“ kann über ein Kontaktformular bestellt werden.


Zu faul zum Schreiben? Ein Book Sprint ist die Lösung!

Die erste Präsentation kam von Daniel Richter als Mitstreiter des Book Sprints HR Innovation – „Gemeinsam Unternehmenskultur umdenken“. Book Sprint? Heißt, dass mehrere Personen an einem Ort in kürzester Zeit zusammen ein Buch schreiben. Richters Motivation dafür war seine eigene Faulheit, wie er bemerkte. Denn als Einer von Vielen muss man weniger schreiben. Man trifft sich zu Brainstorming und Diskussion und innerhalb von 48 Stunden sollen Konzept und Inhalt stehen. Das Ganze läuft ab wie ein interaktiver Workshop oder eine Unkonferenz. Jeder profitiert vom Fachwissen des Anderen, jeder hat durch das Feedback des Teams eine Qualitätskontrolle für seinen eigenen Beitrag. Zwei Tage diskutieren, zehn Tage schreiben und gegenseitig verbessern. Insgesamt, so erzählte Richter, dauerte es aber trotzdem vier Monate bis zur Veröffentlichung – unter anderem wegen des Lektorats, das doch intensiver ausfällt im Vergleich zu klassischen Büchern, aber auch wegen des hohen Anspruchs der Herausgeber bezüglich des Designs und der Druckqualität. Das Ergebnis ist ein Buch, das durch seine Interdisziplinarität und eine verständliche Sprache besticht. Denn je heterogener die Autoren fachlich aufgestellt sind, desto weniger verfallen sie am Ende ihrem eigenen „Fachchinesisch“. Die 25 Macher des Book Sprints haben für ihr Projekt einen eigenen Verlag gegründet und behalten somit alle Rechte. Die einzelnen Kapitel des 450 Seiten starken Bandes über innovative Unternehmenskultur sind auf der Homepage als kostenlose PDFs verlinkt, die Druckausgabe ist im Buchhandel erhältlich. All diejenigen, die schon immer mal ein Buch schreiben wollten, sollten sich davon inspiriert fühlen.

Jan 2015 30

Ein detektivischer Selbstversuch von Sebastian Schnellbögl und Julian Reichel.

Viele Engstellen, kaum abgetrennte und oft zugeparkte Radwege, Schneehaufen im Winter … rücksichtslose Rechtsabbieger und offene Autotüren inklusive. – Als erste Stadt Bayerns erhielt Nürnberg im Jahr 2013 den Titel „Fahrradfreundliche Kommune“. Als Neu-Nürnberger wagen wir einen Selbstversuch und steigen aufs Rad, – ein detektivischer Selbstversuch von Sebastian Schnellbögl und Julian Reichel.
Jul 2014 07

Text: Sebastian Hillebrand, Bastus Trump

Dieser Text entstand im Rahmen des Projekts “Forschende Kunst 2: Musik und Klang”. Die gesamte Dokumentation kann unter www.forschende-kunst.de eingesehen werden.

Kunst und Wissenschaft. Seit Jahrhunderten stehen sich diese Gegenpole mit ihren spezifischen Methoden und Perspektiven auf die Welt gegenüber, beäugen und analysieren sich. Bei näherer Betrachtung existiert jedoch eine genaue Abgrenzung genauso wenig wie “die Kunst” oder “die Wissenschaft” in ihrer singulären Form. Vielmehr scheint es eine Gewichtung verschiedener Wahrnehmungsmodi und Darstellungsformen zu geben, die dem Forschen einen stärkeren wissenschaftlichen oder künstlerischen Charakter verleihen.

Mai 2014 01
Impulse für Innovation und Nachhaltigkeit – Schwerpunktthema GLÜCK

122 Menschen traten am 21. März 2014 im Feuerbachsaal der IHK Nürnberg in einen konstruktiven Dialog und tauschten praktische Erfahrungen aus. Sie kamen aus folgenden Kontexten: Unternehmen (aus Groß-, Mittel-, Kleinbetrieben), Wissenschaft (Professoren und Studenten der Universitäten Nürnberg, Würzburg, Bremen, Ansbach und Berlin), Politik, Organisationen (IHK, BioInnung, Stadt Nürnberg, Stadtrat, Deutscher Gewerkschaftsbund – DGB, Agentur für Arbeit,) Medien, Pädagogik sowie Kunst.

Apr 2014 13

Fünfzehn Teilnehmer sind zum „Aktiven-Treffen“ gekommen. Und niemand hätte gedacht, dass es hier mal zu wenig Stühle geben könnte. – Eine Reportage von Valeria Rosenberg

Die Tische zusammengestellt zu einer Tafel. Rund herum sitzen schon die ersten und schlürfen an ihrer sauren Rhabarberschorle oder an einer biologischen Cola-Alternative aus Neumarkt. Bald ist festzustellen, welche Anwesenden sich mehr engagieren, welche weniger. Aber keiner spricht mit erhobenem Zeigefinger.

Wer hat nicht schon mal mit dem Gedanken gespielt, sich zu engagieren? Etwas Gutes für seine Mitmenschen und seine Umwelt zu tun? Und wie viele sind schon an der Befürchtung gescheitert, es könne zu viel Zeit in Anspruch nehmen? Oder sie wussten erst gar nicht, wo anfangen? – BluePingu will den Menschen in der Region Möglichkeiten bieten, sich zu engagieren. Ganz Franken wollen sie aufzeigen, dass kleine Schritte vollkommen ausreichen, für große Veränderungen. Wie viele Schritte man machen will, bleibt dabei jedem selbst überlassen. „Mach den kleinen Unterschied!“ lautet der Appell. Und um sich auf das Wesentliche – die Nachhaltigkeit – zu konzentrieren, ist BluePingu weder einer Partei noch einer Religionsgemeinschaft zugeordnet.

Apr 2014 13

Bastus Trump

Bastus Trump

Bastus Trump, geb. 1984, ist Saxophonist und Sounddesigner. Er kreiert neben experimenteller Musik auch Apps: Sein „Orphion“ ist ein musikalisches Interface für das iPad, ein Instrument mit dem auch Laien spielend leicht musizieren können. – Ein Interview von Marius Müller und Patrick Hepf

Müller/Hepf: Ursprünglich kommen Sie ja einfach von der Musik. Sie haben z.B. ein klassisches Instrument studiert.

Trump: Ja, klassisch, im Sinne von herkömmlich. Ich habe Jazz-Saxophon studiert, also kein klassisches Orchesterinstrument.

Müller/Hepf: Ein Saxophon … also etwas, das man anfassen kann, mit Mundstück, Klappen und Luft. Da hat es uns gewundert, dass Sie jetzt Musik machen, die so gar nicht dazu passt: Sehr futuristisch und experimentell. Wie sind Sie denn dazu gekommen?

Trump: Eigentlich eher schrittweise. Ich habe zuerst hier in Nürnberg an der Musikhochschule studiert. In der Mitte des Studiums habe ich angefangen, Filmsoundtracks zu machen. Ich habe das nie unterteilt in Filmmusik und Sounddesign, sondern beides zusammengebracht. Das war recht experimentell und hatte nicht viel zu tun mit dem, was ich sonst gespielt habe.
Nach und nach habe ich das mit meinem Instrument verbunden. So habe ich angefangen, Live-Elektronik zu machen, mit Saxophon und Laptop auf der Bühne, später nur noch mit dem Laptop. Es gab z.B. vor einigen Jahren das Quadrophonia-Festival in der Zentrifuge, wo einige Leute zusammen improvisiert haben, rein elektronisch.

Müller/Hepf: Was hören Sie denn privat für Musik, gibt es da irgendwelche Parallelen? Wenn man sich Ihre Musik anhört und ihre Installationen erlebt, könnte man denken, bei Ihnen laufen z.B. die Einstürzenden Neubauten. Stimmt das, oder sind Sie ganz anders unterwegs?

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