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Jan 2013 09

Alessandra Brisotto, a casa – Sprache und Kultur in Entwicklung, stellt Fragen an Michael Schels, Initiator und Erster Vorstand des Zentrifuge – Verein für Kommunikation, Kunst und Kultur e.V..

AB: Wie definierst du Kultur?

MS: Kultur besteht aus gepflegten Formen der Erfüllung und der Sehnsucht.

AB: Welcher Gegenstand steht in deinen Augen für Kultur?
MS: Ein Brunnen: Er bietet gefasst das dar, was uns belebt. Er passt in die Landschaft als wäre er in ihr gewachsen und ist doch Menschenwerk. Geschaffen für das Leben.

AB: Kann die Beziehung zwischen Kultur/Kreativität und Wirtschaft mit einer Beziehung zwischen Frau und Mann verglichen werden? Geht es dabei um Integration und Kollaboration oder eher um Konkurrenz?
MS: Sofern man das Technische und Rationale als männlich und das Fühlende und Schöpferische als weiblich begreift – ja. Da jedoch Gegensätze und Unterschiede über ihre Grenzen hinaus immer auch Gemeinsamkeiten haben, erfüllen sie letztlich ihren Zweck allein in der Spannung, die sie in der Differenz erleiden. Aus dieser Spannung entsteht Wahrnehmung und aus dieser Erkenntnis. Wir sollten nicht konkurrieren um zu kämpfen, sondern um zu spielen. Wenn man Konkurrenz als Teil eines kollaborativen Spiels versteht, dann macht sie Sinn und auch Vergnügen.

Dez 2012 10

Menschen interessieren sich wieder für Regionales. Sie kaufen regionale Produkte, erleben regionale Kunst und Kultur. Auch Unternehmen erkennen, dass sich ihre Kunden immer seltener global und dafür immer häufiger regional orientieren. Regional gibt es jede Menge Interessantes zu entdecken – insbesondere in der Metropolregion Nürnberg. Restaurants, Ausflugsziele, Forschungseinrichtungen, Kunstprojekte, Unternehmen. Dahinter stecken meist Visionäre, Macher, Enthusiasten, Revolutionäre, Ehrenamtliche – eben Menschen. Diese Menschen und ihre Ideen, Projekte und Arbeit stellen Daniel Bendl und Markus Wolf im Podcast ‘Nürnberg und so’ vor. Beruflich ging es bei den Beiden in den letzten Jahren auch eher global zu. Daniel Bendl arbeitet mit seiner Werbeagentur für internationale Kunden und Markus Wolf tourt als Innovation-Manager für einen holländischen Fachverlag durch die Welt.

Daniel Bendl und Markus Wolf, die Initiatoren des Podcasts 'Nürnberg und so'

Daniel Bendl und Markus Wolf, die Initiatoren des Podcasts 'Nürnberg und so'

Jetzt besinnen sich beide wieder auf ihre Heimat. “Auf Veranstaltungen oder am Telefon enden Gespräche oft zu schnell. Die Zeit ist leider zu knapp, sich intensiver miteinander zu unterhalten” meint Daniel Bendl. “Das wollen Markus und ich mit dem Podcast Nürnberg und so ändern. Wir möchten Menschen aus der Metropolregion Nürnberg in einem persönlichen Gespräch näher kennen lernen und möglichst viele Hörer daran teilhaben lassen.” Gestartet haben Daniel Bendl und Markus Wolf das Projekt im Oktober 2012. Ein Podcast ist eine Art Radiosendung zum mitnehmen. An eine feste Sendezeit ist man nicht gebunden. Man hört ihn wann und wo man möchte.

Im Gegensatz zu reinen Themen-Podcasts setzen die beiden Podcaster mit dem Regional-Podcast ‘Nürnberg und so’ bewusst auf Vielfalt. Interessanten Menschen mit außergewöhnlichen Jobs, einzigartigen Hobbys oder faszinierenden Lebensläufen sollen die Hörer kennen lernen und so ihre Region mit den Ohren erkunden. Mit dem Podcast ‘Nürnberg und so’ möchten Daniel Bendl und Markus Wolf die verschiedenen Facetten des Lebens dieser Local Heros entdecken und auch andere daran teil haben lassen.

“Als Hörbuch-Begeisterte wissen wir wie wunderbar es ist, Geschichten akustisch zu erfahren. Ob per Kopfhörer im Zug oder auf dem Weg zur Arbeit, per Stereoanlage im Auto oder auf dem heimischen Sofa” beschreibt Markus Wolf die Beweggründe und Daniel Bendl fügt hinzu: “Der Podcast ‘Nürnberg und so’ ist unser neugieriges Baby mit dem wir die Metropolregion Nürnberg detaillierter kennen lernen wollen und hoffen, dass uns möglichst viele Hörer dabei begleiten.”

Nov 2012 23

From Industrial Use to Creative Impulse – is more than a slogan. It is a vision of five European cities to transform a disused industrial site in a cultural and creative work and living space and to continue their revitalisation with sustainable concepts. A vision which becomes reality in the joint Central European project SECOND CHANCE. Nuremberg, Leipzig, Venice, Krakow and Ljubljana work together to develop innovative strategies and concepts to upgrade their former industrial site to a key cultural linchpin of the city’s district.

Okt 2012 28

Der von Michael Schels für die Zentrifuge Akademie entwickelte Workshop “Die Macht der Ideen” ist erhellend, inspirierend, anregend und in vielerlei Hinsicht auch für die konkrete Arbeit hilfreich. Bestehende Ideen werden eingeordnet, bewertet, verbessert und auf ihre Machbarkeit hin überprüft. Auch viele neue Ideen können entstehen, die das Potenzial haben, weitere Ausarbeitungen zu erfahren. Dieser Workshop zeigt ein weiteres Mal, welch wertvollen Beitrag die Zentrifuge als Ort für freien Gedanken- und Erfahrungsaustausch und als Ideen- und Projektentwicklungslabor leistet.

Okt 2012 18

Unter dem Motto “Vielfalt erkennen – Neues Publikum gewinnen” findet am Samstag, 17. November 2012, von 9 bis 17.15 Uhr in der Volkshochschule Erlangen, Friedrichstr. 19-21, die nächste Fortbildungstagung zum praktischen Kulturmanagement, “einfach machen 20″ statt.

Die Tagung richtet sich vor allem an Kulturschaffende der Region: kommunale wie nichtkommunale Kulturveranstalter, Mitglieder von Kulturvereinen, Künstler und Interessierte. Sie geht der Frage nach, wie wir in einer vielfältigen, heterogenen Gesellschaft neues Publikum gewinnen und das bestehende halten können.

Zu den Vortragsthemen gehören u. a. die Publikumsentwicklung unter dem Aspekt der Diversität, Konzepte der Partizipation in der Projektentwicklung sowie zielgruppengenaue Angebote der Kulturvermittlung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit.

Aug 2012 07

Ein Beitrag zur Nürnberger Kulturpolitik von Dr. Harald Tesan

Sich neuester Technik zu bedienen um etwas zu zeigen, was man nicht sieht oder nicht mehr hat, ist eine gängige Praxis. Ein guter Ansatz ist ferner, das Rathaus als einen Ort bürgerlicher Kultur wieder mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Und weshalb nicht auch noch der Kunstszene in der Region eine Plattform bieten, um aktuellen Positionen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen? – Alles eine prima Idee! Insofern hätte das Auftaktwochenende vom 3. bis 5. August 2012 im Rathaus der “Dürer-Stadt Nürnberg” eigentlich eine feine Sache werden können.

Manchen Besucher, der sich auf die “multimediale Zeitreise im Rathaussaal” begab, mag dennoch ein ungutes Gefühl beschlichen haben. An die Stelle des offenbar erwünschten Gänsehauteffekts trat Befremden angesichts einer Inszenierung, die derart bombastisch daherkam, dass sie schon wieder unfreiwillig komisch wirkte. Selbst wer im Stande war die laute, kitschig-schwülstige Soundkulisse nach Hollywood-Manier auszublenden, sah sich einem Bombardement hektisch aufblitzender und dahinhuschender Bilder ausgesetzt. Kennen wir diese sight & sound-Spektakel nicht seit Jahrzehnten von einschlägigen Touristenorten? Sind wir dergleichen PC-Spielereien nicht längst überdrüssig? (Im guten Glauben, eine nur allzu geläufige Ästhetik bedienen zu müssen, ist man leider auch an den vollgeplotteten Wänden der inhaltlich schlüssig konzipierten Dürer-Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum den Versuchungen einer optischen Reizüberflutung durch Blowups und Icons erlegen).

Jul 2012 26

Als neuer Typus eines Unternehmens beschreitet metropol.Z (www.metropol-z.de) neue Wege und erschließt Märkte der Zukunft. metropol.Z basiert auf der Kreativplattform Zentrifuge (www.zentrifuge-nuernberg.de). In dem Angebot der „Think Tanks zum Mieten“ kommen Systematik, Räume und unterschiedliche Perspektiven zum Einsatz. Mit diesem neuartigen Angebot können auch kleine und mittlere Unternehmen und Institutionen auf eine prinzipiell komplette Strategie- und Kreativitätsabteilung zugreifen.

Jul 2012 16

Eine Reportage von Jan Jungbluth.

Das Publikum ist gespannt. An der Wand erscheint ein Bild von Albert Einstein. Der Physiker blickt an uns vorbei, so als könne ihn nichts aus der Ruhe bringen. Auch nicht der Mann vor ihm, an dem kleinen Pult mit dem Laptop darauf, der das Wort ergreift und konzentriert zu sprechen beginnt. Schon nach den ersten paar Sätzen ist er außer Atem, schnappt häufig nach Luft, als würde er rennen, um noch einen Zug zu erwischen. Kein Wunder, dass er angestrengt ist, hat er sich doch vorgenommen dem Publikum in weniger als sieben Minuten die Relativitätstheorie zu erklären.

Von nun an wird er keinen Finger mehr an sein Laptop legen und auch keine Fernbetätigung bedienen, denn jede Folie seiner Präsentation wird automatisch nach genau zwanzig Sekunden weiter geschaltet. Und zwanzig Folien werden die Leinwand passiert haben, wenn er, was er tut, mit den Worten schließt: „Und ich wäre somit am Ende.“

20 Folien für jeweils 20 Sekunden – diese spezielle Art des Vortrags nennt sich “PechaKucha” (sprich: Petschatschka), was Japanisch ist und so viel bedeutet wie: „wirres Gerede“. Erfunden wurde sie 2003 in Tokio, von einem Architektenpaar, Astrid Klein und Mark Dytham. Geplagt von langatmigen Werkberichten über Architekturprojekte, erdachten die beiden ein Format, das den Vortragenden zwingt, das Wichtigste prägnant zusammenzufassen.

Damit hatten sie jedoch nicht beabsichtigt eine globale Bewegung anzustoßen. In weltweit über 450 Städten werden mittlerweile regelmäßig sogenannte „PechaKucha-Nights“ ausgerichtet, bei denen zehn bis fünfzehn „Presenter“ zu verschiedensten Themen Vorträge halten. Auch in Nürnberg gibt es regelmäßig eine solche Veranstaltung. Der Konzeptdesigner und Softwareentwickler Halil Kavasoglu ist Mitveranstalter der PechaKucha-Night Nürnberg. Und der weltweite Erfolg des Formates ist für ihn kein Wunder:

„Allein die Tatsache, dass jeder Presenter sein Thema dem Publikum im gleichen Format präsentieren muss, bedeutet eine Demokratisierung der Mittel. Nicht der Hauptredner bekommt die meiste Zeit und die meisten Props, also die größte Anerkennung vom Publikum. Egal was wer spricht, es ist immer das gleiche Format.“

Jul 2012 14

Kreative und Künstler appellieren an die Wirtschaft

Rückblick auf die Veranstaltung „Die Europäische Metropolregion Nürnberg  – Kreativraum im internationalen Wettbewerb“

Unter dem Motto “Heimat für Kreative” positioniert sich die Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) als kreativer Wirtschaftsstandort im internationalen Wettbewerb. Was kann die Kultur- und Kreativwirtschaft dazu beitragen, damit die EMN auch im internationalen Wettbewerb an Profil gewinnt? Dieser Frage ging die Kreativplattform Zentrifuge in einer für die IHK Nürnberg organisierten Veranstaltung nach mit dem Ziel, das kreative Potenzial in Nürnberg und der Region deutlich zu machen und damit die Standortattraktivität der EMN zu stärken. Der Einladung zu dieser Veranstaltung, die am 11. Juli im Rahmen der Veranstaltungsreihe IHK-Kulturforum im BMF Museum in Nürnberg stattfand, folgten 90 Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und Politik.

Der Zentrifuge und den Referenten gelang es an diesem Abend, den anwesenden Multiplikatoren und Entscheidern exemplarisch deutlich zu machen, dass es in Nürnberg und der Region ein großes kreatives und künstlerisches Potenzial gibt. Man müsse verstärkt darauf hinwirken, Künstler und Kreative vor Ort in wirtschaftliche und gesellschaftliche Aufgabenstellungen einzubinden. So könne es gelingen, die Metropolregion dauerhaft attraktiv zu gestalten und damit auch im internationalen Wettbewerb an Profil zu gewinnen. Die Bemühungen von Wirtschaft und Politik sollten entschieden darauf gerichtet werden, jungen kreativen Talenten Anreize zu schaffen, in Nürnberg und der Region zu arbeiten. Nur so könne dem bereits seit Jahren anhaltenden Trend entgegen gewirkt werden, dass viele Absolventen der Akademie der Bildenden Künste, der Hochschule für Musik oder der Georg Simon Ohm Hochschule die Region nach ihrer Ausbildung aufgrund mangelnder Herausforderungen und Perspektiven verlassen.

Jun 2012 08

Eine Reportage von Jasmin Werner und Anna Vilkova.

Direkt neben der Eingangstür des Coworking Space steht der ungewöhnlichste Kleiderständer, den wir je gesehen haben; er besteht aus Kamera-Stativen. Ein Fotograf hat sie hier gelagert.

Der Coworking Space ist ein einziger großer Raum – man könnte ihn mit einem Loft vergleichen. Nur mit Möbeln haben ihn die Leute vom “Space” in verschiedene Bereiche unterteilt. Da gibt es zum Beispiel das Café mit Couchtischen, Sofas und Sesseln oder einen Arbeitsplatz mit Schreibtischen.

Wir treffen Andreas Fehr. Er ist morgens als erster hier und bereitet alles vor, für die Leute, die schon bald zum Arbeiten herkommen. Im Coworking Space kann man Schreibtische mieten. Für Selbstständige ist das ein attraktives Angebot. Denn nach einiger Zeit im Heimbüro stellen viele fest: Einsamkeit hemmt die Kreativität. Im Coworking Space finden sie Gleichgesinnte, sind wieder unter Leuten und können sich austauschen. Menschen aus verschiedenen Berufsgruppen kommen hierher. »Jeder, der mit einem Laptop arbeiten kann, kann sich hier niederlassen«, sagt Andreas.

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