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Mai 2013 22

Ein Rückblick von Michael Schels

Der elfte Creative Monday am 13. Mai 2013 in der Werkstatt 141 Auf AEG war mit musikalischen und visuellen Leckerbissen angerichtet: Ein Violonist und ein Bratschist spielten als Vertreter des neu gegründeten Orchesters Ventuno auf, zwei Mediendesigner gaben Einblicke in die Wunderwelt der Bildbearbeitung, ein Innenarchitekt und Designer vermittelte seine Begeisterung für temporäre Nutzungen und ein Architekt ließ erahnen, mit welchen Herausforderungen an Material und Planung innovative Formgebung verbunden ist. Die anschließenden Kurzpräsentationen gaben weitere Impulse aus aktuellen kreativen Projekten in und aus Nürnberg. Für den persönlichen Austausch am Ende war wieder genügend Gesprächsstoff gegeben und die knapp 70 Gäste nutzten die Gelegenheit zu ausführlichem Networking.

Dank des Kulturbüros Muggenhof, das die Werkstatt 141 samt Technik und Bar zur Verfügung stellte, war auch ein reibungsloser Ablauf in stimmiger Umgebung garantiert. Die Zentrifuge nebenan öffnete ihre Türen, so dass die Besucher am Rande der Veranstaltung einen Blick in die aktuelle Ausstellung “Dreimalzehn – Treperdieci” werfen konnten.

Herzlichen Dank an Anna Seibel, die den Abend fotografisch dokumentierte.

Mai 2013 21

PILOT ist eine Sonderpublikation der Zentrifuge, die im September 2013 erscheint. Mit dieser Ausgabe möchten wir die Arbeit und Sichtweise der Zentrifuge einem größeren Publikum näher bringen. Wir berichten über die Ausstellung „Forschende Kunst“, die wir zu Offen Auf AEG präsentieren und portraitieren Menschen, die Auf AEG arbeiten. Auch machen wir uns Gedanken über die Arbeit der Zukunft und geben Einblicke in das „ästhetische Labor“ Zentrifuge.

Wenn Sie in dieser Ausgabe eine Anzeige schalten möchten, besteht noch bis Ende Juli die Möglichkeit einer Anzeigenbuchung. Alle erforderlichen Informationen finden Sie —>HIER oder Sie wenden sich direkt an Michael Schels (Email: ms@zentrifuge-nuernberg.de; mobil: 0173 3516351).

Mrz 2013 27

Die Zentrifuge ist eine weit vernetzte Kreativplattform im Austausch mit Kultur und Wirtschaft. Sie schafft Frei-Räume, in denen engagierte Menschen ihre Potenziale entdecken und entfalten. Das Programm der Zentrifuge Akademie richtet sich an Kreative, die ihre Arbeit unternehmerisch voran bringen möchten. Zudem wendet sie sich an Unternehmer und Führungskräfte, die Inspiration abseits der bekannten Wege suchen.

Die Angebote der Kreativseminare (—> Download Programmflyer) werden für die Zentrifuge Akademie von Margit Brendl zusammengestellt und organisiert. Als Inhaberin der Agentur “Kulturliebe” und Vorstandsmitglied des Zentrifuge e.V. weiß sie aus langjähriger Erfahrung, was Kreative für ihren Erfolg brauchen. Sie wählt gezielt Dozenten aus, die den Bedarf von Künstlern und Kreativen genau kennen und ihr Wissen praxisnah vermitteln können – sei dies der Literaturwissenschaftler und Autor Dr. Martin Bayer (Seminar “Leichtschreiben”), der Kommunikationsexperte Frank Neuhaus (Seminar “Social Media”), der preisgekrönte Poetry Slammer und Moderator Michael Jakob (Seminar “Veranstaltungsmoderation”) oder der PR-Fachmann Carsten Lange (Seminar “Ab jetzt bin ich in den Medien”). ”

Mrz 2013 13

Ein Rückblick. Von Michael Schels.

Der Creative Monday am 11. März 2013 fand nun bereits zum zweiten Mal im Neuen Museum Nürnberg statt. Weit über 100 Gäste füllten das Auditorium – darunter erstaunlich und erfreulich viele neue Gesichter.

Die Vorstellungsrunde zeigte, dass diesmal überdurchschnittlich viele Designer und Studenten im Publikum waren, aber auch allgemein Interessierte sowie Künstler, Unternehmer, Firmenvertreter, Programmierer und Kommunikations-Spezialisten aus Werbung, PR und Medien. Der Creative Monday konnte in dieser Konstellation erneut als Präsentations- und Vernetzungsplattform wirken und ebenso motivierende wie anregende Impulse setzen.

Die Kooperation der Zentrifuge mit dem Neuen Museum Nürnberg und PHOCUS BRAND CONTACT macht nun bereits seit einem Jahr den Creative Monday attraktiver und bekannter, ermöglicht eine kontinuierliche inhaltliche wie formale Weiterentwicklung und schafft eine zunehmende Aufmerksamkeit für die Potenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft in Nürnberg und der Region. Die Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung Nürnberg ist dabei ebenfalls ein wichtiger Baustein.

Jan 2013 09

Alessandra Brisotto, a casa – Sprache und Kultur in Entwicklung, stellt Fragen an Michael Schels, Initiator und Erster Vorstand des Zentrifuge – Verein für Kommunikation, Kunst und Kultur e.V..

AB: Wie definierst du Kultur?

MS: Kultur besteht aus gepflegten Formen der Erfüllung und der Sehnsucht.

AB: Welcher Gegenstand steht in deinen Augen für Kultur?
MS: Ein Brunnen: Er bietet gefasst das dar, was uns belebt. Er passt in die Landschaft als wäre er in ihr gewachsen und ist doch Menschenwerk. Geschaffen für das Leben.

AB: Kann die Beziehung zwischen Kultur/Kreativität und Wirtschaft mit einer Beziehung zwischen Frau und Mann verglichen werden? Geht es dabei um Integration und Kollaboration oder eher um Konkurrenz?
MS: Sofern man das Technische und Rationale als männlich und das Fühlende und Schöpferische als weiblich begreift – ja. Da jedoch Gegensätze und Unterschiede über ihre Grenzen hinaus immer auch Gemeinsamkeiten haben, erfüllen sie letztlich ihren Zweck allein in der Spannung, die sie in der Differenz erleiden. Aus dieser Spannung entsteht Wahrnehmung und aus dieser Erkenntnis. Wir sollten nicht konkurrieren um zu kämpfen, sondern um zu spielen. Wenn man Konkurrenz als Teil eines kollaborativen Spiels versteht, dann macht sie Sinn und auch Vergnügen.

Dez 2012 10

Menschen interessieren sich wieder für Regionales. Sie kaufen regionale Produkte, erleben regionale Kunst und Kultur. Auch Unternehmen erkennen, dass sich ihre Kunden immer seltener global und dafür immer häufiger regional orientieren. Regional gibt es jede Menge Interessantes zu entdecken – insbesondere in der Metropolregion Nürnberg. Restaurants, Ausflugsziele, Forschungseinrichtungen, Kunstprojekte, Unternehmen. Dahinter stecken meist Visionäre, Macher, Enthusiasten, Revolutionäre, Ehrenamtliche – eben Menschen. Diese Menschen und ihre Ideen, Projekte und Arbeit stellen Daniel Bendl und Markus Wolf im Podcast ‘Nürnberg und so’ vor. Beruflich ging es bei den Beiden in den letzten Jahren auch eher global zu. Daniel Bendl arbeitet mit seiner Werbeagentur für internationale Kunden und Markus Wolf tourt als Innovation-Manager für einen holländischen Fachverlag durch die Welt.

Daniel Bendl und Markus Wolf, die Initiatoren des Podcasts 'Nürnberg und so'

Daniel Bendl und Markus Wolf, die Initiatoren des Podcasts 'Nürnberg und so'

Jetzt besinnen sich beide wieder auf ihre Heimat. “Auf Veranstaltungen oder am Telefon enden Gespräche oft zu schnell. Die Zeit ist leider zu knapp, sich intensiver miteinander zu unterhalten” meint Daniel Bendl. “Das wollen Markus und ich mit dem Podcast Nürnberg und so ändern. Wir möchten Menschen aus der Metropolregion Nürnberg in einem persönlichen Gespräch näher kennen lernen und möglichst viele Hörer daran teilhaben lassen.” Gestartet haben Daniel Bendl und Markus Wolf das Projekt im Oktober 2012. Ein Podcast ist eine Art Radiosendung zum mitnehmen. An eine feste Sendezeit ist man nicht gebunden. Man hört ihn wann und wo man möchte.

Im Gegensatz zu reinen Themen-Podcasts setzen die beiden Podcaster mit dem Regional-Podcast ‘Nürnberg und so’ bewusst auf Vielfalt. Interessanten Menschen mit außergewöhnlichen Jobs, einzigartigen Hobbys oder faszinierenden Lebensläufen sollen die Hörer kennen lernen und so ihre Region mit den Ohren erkunden. Mit dem Podcast ‘Nürnberg und so’ möchten Daniel Bendl und Markus Wolf die verschiedenen Facetten des Lebens dieser Local Heros entdecken und auch andere daran teil haben lassen.

“Als Hörbuch-Begeisterte wissen wir wie wunderbar es ist, Geschichten akustisch zu erfahren. Ob per Kopfhörer im Zug oder auf dem Weg zur Arbeit, per Stereoanlage im Auto oder auf dem heimischen Sofa” beschreibt Markus Wolf die Beweggründe und Daniel Bendl fügt hinzu: “Der Podcast ‘Nürnberg und so’ ist unser neugieriges Baby mit dem wir die Metropolregion Nürnberg detaillierter kennen lernen wollen und hoffen, dass uns möglichst viele Hörer dabei begleiten.”

Nov 2012 23

From Industrial Use to Creative Impulse – is more than a slogan. It is a vision of five European cities to transform a disused industrial site in a cultural and creative work and living space and to continue their revitalisation with sustainable concepts. A vision which becomes reality in the joint Central European project SECOND CHANCE. Nuremberg, Leipzig, Venice, Krakow and Ljubljana work together to develop innovative strategies and concepts to upgrade their former industrial site to a key cultural linchpin of the city’s district.

Okt 2012 28

Der von Michael Schels für die Zentrifuge Akademie entwickelte Workshop “Die Macht der Ideen” ist erhellend, inspirierend, anregend und in vielerlei Hinsicht auch für die konkrete Arbeit hilfreich. Bestehende Ideen werden eingeordnet, bewertet, verbessert und auf ihre Machbarkeit hin überprüft. Auch viele neue Ideen können entstehen, die das Potenzial haben, weitere Ausarbeitungen zu erfahren. Dieser Workshop zeigt ein weiteres Mal, welch wertvollen Beitrag die Zentrifuge als Ort für freien Gedanken- und Erfahrungsaustausch und als Ideen- und Projektentwicklungslabor leistet.

Okt 2012 18

Unter dem Motto “Vielfalt erkennen – Neues Publikum gewinnen” findet am Samstag, 17. November 2012, von 9 bis 17.15 Uhr in der Volkshochschule Erlangen, Friedrichstr. 19-21, die nächste Fortbildungstagung zum praktischen Kulturmanagement, “einfach machen 20″ statt.

Die Tagung richtet sich vor allem an Kulturschaffende der Region: kommunale wie nichtkommunale Kulturveranstalter, Mitglieder von Kulturvereinen, Künstler und Interessierte. Sie geht der Frage nach, wie wir in einer vielfältigen, heterogenen Gesellschaft neues Publikum gewinnen und das bestehende halten können.

Zu den Vortragsthemen gehören u. a. die Publikumsentwicklung unter dem Aspekt der Diversität, Konzepte der Partizipation in der Projektentwicklung sowie zielgruppengenaue Angebote der Kulturvermittlung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit.

Aug 2012 07

Ein Beitrag zur Nürnberger Kulturpolitik von Dr. Harald Tesan

Sich neuester Technik zu bedienen um etwas zu zeigen, was man nicht sieht oder nicht mehr hat, ist eine gängige Praxis. Ein guter Ansatz ist ferner, das Rathaus als einen Ort bürgerlicher Kultur wieder mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Und weshalb nicht auch noch der Kunstszene in der Region eine Plattform bieten, um aktuellen Positionen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen? – Alles eine prima Idee! Insofern hätte das Auftaktwochenende vom 3. bis 5. August 2012 im Rathaus der “Dürer-Stadt Nürnberg” eigentlich eine feine Sache werden können.

Manchen Besucher, der sich auf die “multimediale Zeitreise im Rathaussaal” begab, mag dennoch ein ungutes Gefühl beschlichen haben. An die Stelle des offenbar erwünschten Gänsehauteffekts trat Befremden angesichts einer Inszenierung, die derart bombastisch daherkam, dass sie schon wieder unfreiwillig komisch wirkte. Selbst wer im Stande war die laute, kitschig-schwülstige Soundkulisse nach Hollywood-Manier auszublenden, sah sich einem Bombardement hektisch aufblitzender und dahinhuschender Bilder ausgesetzt. Kennen wir diese sight & sound-Spektakel nicht seit Jahrzehnten von einschlägigen Touristenorten? Sind wir dergleichen PC-Spielereien nicht längst überdrüssig? (Im guten Glauben, eine nur allzu geläufige Ästhetik bedienen zu müssen, ist man leider auch an den vollgeplotteten Wänden der inhaltlich schlüssig konzipierten Dürer-Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum den Versuchungen einer optischen Reizüberflutung durch Blowups und Icons erlegen).

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