Ein Interview mit Rainer Hertwig
von Janina Quakenack und Isabella Kardinal
Unweit der Zentrifuge, im „Café Pforte” Auf AEG. Wir warten auf Rainer Hertwig und vertreiben uns im Kaffeeduft die Zeit damit, uns Gedanken über unsere Fragen zu machen. Was wäre wichtiger und was weniger? Was verblüfft? Was bildet?
Wie stehen Sie in Bezug zum „Creative Monday“?
Ich würde sagen, er ist ein Teil des Konzepts der Zentrifuge. Er wirkt als Zusammenschluss von Kreativen aus der Kultur- und Kreativbranche, die versuchen sich besser zu vernetzen, sich gegenseitig zu unterstützen und so etwas wie ein Kunst- und Kreativzentrum in Nürnberg zu schaffen.
Ich besuche ihn regelmäßig, weil beim „Creative Monday“ auch immer wieder Projekte angeboten und präsentiert werden. Das ist zum einen anregend, kann man doch mitbekommen, was überhaupt passiert, zum andern sieht man viele Leute, die sich bei der Gelegenheit treffen und austauschen. Ich habe auch schon mein eigenes Projekt, mit dem ich unterwegs bin, vorgestellt: mehrwertzone.net
Kooperation der Ohm-Hochschule mit der Kreativplattform Zentrifuge
Im Wintersemester 2011/12 haben knapp 40 Studierende der Fakultät Design an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg (www.ohm-hochschschule.de) ein junges Nürnberger Kulturprojekt unter die Lupe genommen – die Zentrifuge (www.zentrifuge-nuernberg.de). Diese 2008 gegründete Kunst- und Kreativplattform, die 2010 mit einem Nürnberg Stipendium ausgezeichnet worden ist, wurde von den Jungdesignerinnen und -designern in allen Facetten untersucht. Ziel war es, das Besondere dieser Initiative herauszuarbeiten und darzustellen.
Das Kooperationsprojekt zwischen Zentrifuge und Ohm entstand auf Initiative von Prof. Max Ackermann, der an der Hochschule Verbale Kommunikation lehrt. Prof. Ackermann beobachtet die Zentrifuge schon länger und stellte fest, dass das von einem gemeinnützigen Verein getragene Projekt in seiner Bedeutung und seinem Wert in Nürnberg und in der Region noch viel zu wenig wahrgenommen und gewürdigt wird. Also initiierte er ein Semesterprojekt und fand in seinem Kollegen Professor Burkard Vetter (Fachbereich Entwurf) einen begeisterten Mitstreiter, der mit seinen Studierenden eine Vielzahl von ebenso kreativen wie zur Zentrifuge passenden Ideen entwickelt und ausgearbeitet hat. Seine Entwurfsklasse steuerte mehrere durchkonzipierte Layouts, Broschüren und Logos, viele aussagekräftige Fotos und sogar eine Guerilla-Kampagne bei.
Buchneuerscheinung 2011: „Lebensart genießen – in und um Nürnberg“ – Das Themenspektrum reicht von Essen, Trinken, Ausgehen über Wohnen, Mode und Schmuck bis zu Kunst, Kultur und Natur – Großes Aufgebot an Autoren
Die Workshops und Seminare der Zentrifuge richten sich in erster Linie an Künstler, Kulturschaffende und Kreative, die sich Praxiswissen für ihre Selbstständigkeit bzw. ihren Berufsalltag aneignen wollen. Die Zentrifuge sieht dieses Angebot als konsequente Ergänzung zu ihrem Engagement als Plattform und Anlaufstelle für Menschen aus Wirtschaft und Kultur. Für den Herbst 2011 sind weitere Themen und Termine sowie Angebote für Unternehmen geplant, die das kreative Potenzial von Kunst und Kultur erkennen und dieses für sich nutzen wollen.
Zum 7. Mal fand am 19.1. die Socialbar in der Zentrifuge (Halle 14 Auf AEG) in Nürnberg statt. Auch dieses Mal war es wieder eine bunte Mischung aus den Bereichen Web 2.0, Kultur- und Kreativwirtschaft und Ökologie, die sich zum Netzwerken traf.
Im Grenzbereich zwischen Web 2.0 und Ökologie will die Socialbar Brücken bauen und daraus gemeinsame Ideen und Projekte entstehen lassen.
Mit Vorträgen zu den Themen Green IT und Vegetarischer Donnerstag wurde der Nährboden für intensives Netzwerken im Anschluss geschaffen. Dazwischen gab es wieder die Webseiten Tour. An dieser Stelle konnten die Besucher Webseiten vorstellen, die sie für empfehlenswert halten. Hier wurden wieder einige interessante Projekte vorgestellt:
artmixer – die Story zum Projekt
Mit dem artmixer (www.artmixer.de) lassen sich Taschen, Textilien, Mousepads, Leinwände und mehr spielerisch online gestalten. Die hochwertigen Bild-Themen, die “Mixer”, sorgen für stets attraktive Ergebnisse. Die Motive lassen sich leicht mit ein paar Klicks nach eigenem Geschmack verändern.
Idee und Umsetzung stammen von einer kreativen Arbeits-Gruppe, bestehend aus dem Kommunikationsdesigner Thomas Bode und befreundeten Programmierern. Britta Gainey entwickelte die Flash-Programmierung. Eine Programmierin aus Frankfurt und ein PHP-Spezialist aus Indonesien sind auch im virtuellen Team.
Den Beitrag von Roger Libesch beim letzten Creative Monday gibt es jetzt auch als PDF:
Booklet – Overhead – pos légete aftó sta eliniká?
