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Nov 2017 09

In einem von Ulrich Walter moderierten Gespräch stellte ENGINEERING 2050 Mitinitiator Frank Wolter das Projekt Engineering 2050 und die Cyber Engineering Objects (CEO) auf der iENA-Bühne vor.

Engineering 2050 ist das Ergebnis der Zusammenarbeit des Arbeitskreises „Durchgängige Anlagenplanung“ des VDI Bayern Nordost /VDE Nordbayern zusammen mit der Kreativplattform und ästhetischen Labor Zentrifuge.

Auf der IENA Bühne: Frank Wolter vom ENGINEERING 2050 Team (links) im Gespräch mit Ulrich Walter (Foto: Erika Wolter)

Auf der IENA Bühne: Frank Wolter vom ENGINEERING 2050 Team (links) im Gespräch mit Ulrich Walter (Foto: Erika Wolter)

Okt 2017 28

Phänomenologisch-transformatorische Annäherung an die klangkünstlerische Versuchsanordnung „Instant Akusmatik 2.0“ von Michael Ammann, aufgeführt im Rahmen des ZIKADEN Festivals 2017 im Kunstverein Kohlenhof, Nürnberg.

Von Michael Schels

Die künstlerische Versuchsanordnung „Instant Akusmatik“ von Michael Ammann nimmt Aspekte künftigen Forschens, das aus einem „neuen“ Bewusstsein heraus entsteht oder besser: in dieses hineinwächst, vorweg: ein definiertes Setting mit größtmöglichen Freiheitsgraden zur Erforschung unbekannter Gebiete – in diesem Fall auf den Feldern der zwischenmenschlichen Resonanz, der Wahrnehmung und des Bewusstseins. „Eigentlich ist es ganz einfach: Die beteiligten Künstler bzw. Spieler achten auf das Geschehen im Augenblick und üben ihre Intuition, Wahrnehmung und Ausdrucksmöglichkeiten in einem Klangraum, den sie gemeinsam erschaffen. Solche Echtzeitkunst wirkt entzaubernd, da sie zeigt, was ist – unsere immer aktuell gegebene Begegnung mit sinnlich und geistig erfahrbaren Phänomenen“, erläutert Ammann.

Klassischerweise ist Ammans Versuchsanordnung dem Feld der Kunst zuzuordnen, aber auch auch Fragestellungen der Psychologie, Physik, der Biologie, der Soziologie oder der Philosophie werden hier berührt.  Diese forschende Kunst führt uns die Möglichkeit, wenn nicht gar die Notwendigkeit der Verflüssigung etablierter Kategorien zur Erzeugung interdisziplinärer Perspektiven und Erkenntnishorizonte vor Augen.

Das phänomenologische Forschungsfeld von Michael Ammann entfaltet sich überwiegend im Klangraum der menschlichen Stimme, aber auch Instrumente oder Gegenstände werden auf ihre Klangmöglichkeiten hin erforscht und „erhellt“. Solcherart geschaffene Töne und Geräusche werden durch stereophon angeordnete, hochempfindliche Mikrofone so erfasst, dass sie über Lautsprecher fein nuanciert in einem holofonen Klangraum wiedergegeben werden. Der Klang wird durch hochauflösende Kleinmembranmikrofone erfasst und wie durch ein Vergrößerungsglas in den Raum projiziert. Bewegungen des Stimmgebers an den Mikrofonen sind geradezu körperlich nachvollziehbar, Klänge und Geräusche sind an bestimmter Stelle im Raum positioniert oder bewegen sich mit unterschiedlicher Intensität und Färbung analog der Bewegung des Stimmgebers an den Mikrofonen durch den Raum. Die Wahrnehmung dieses Ereignisses erfolgt mit geschlossenen Augen, der Fokus der Wahrnehmung richtet sich auf das pure, spürende Hören.

RAWK / Instant Akusmatik am 27. August 2017 im Kunstverein Kohlenhof. Nürnberg, v.l.n.r.: Julian Bossert, Uwe Weber, Michael Ammann, Barbara Kastura

BRAWK / Instant Akusmatik am 27. August 2017 im Kunstverein Kohlenhof. Nürnberg, v.l.n.r.: Julian Bossert, Uwe Weber, Michael Ammann, Barbara Kastura

Mrz 2017 27

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Der VDI Bezirksverein Bayern Nordost und der VDE-Bezirksvereins Nordbayern e.V. bringen gemeinsam mit der Zentrifuge Ingenieure, Künstler und Kreative zusammen und schaffen so einen Austausch zwischen einem zweckbestimmten technischen Raum und einem unbestimmten, zweckfreien Kreativraum. Aus dieser Begegnung entstand das Projekt „Engineering 2050“ mit dem Ziel, eine Plattform für offene, interdisziplinäre und zukunftsweisende Engineeringprozesse zu schaffen.

Nach einer ersten Phase, bei der eine ganzheitliche, künstlerisch inspirierte Vision entwickelt wurde, wird nun die Konzeption und Entwicklung von Cyber Engineering Objects (CEOs) angestrebt. Entsprechend der ganzheitlichen, integrativen Projektphilosophie von Engineering 2050 werden dabei Prozess- und Automatisierungsentwickler ebenso eingebunden wie Ingenieure unterschiedlichster Fachrichtungen sowie Wissenschaftler, Organisationsentwickler, Philosophen, Pädagogen und Künstler.

Im Rahmen der IPEC 2017 präsentieren Ronald Zehmeister und Frank Wolter den aktuellen Stand des Projektes und die nächsten Schritte.

Die Präsentation kann hier herunter geladen werden:

ENGINEERING2050_CEO_2017

Dez 2016 04

Kunstverein Kohlenhof, Nürnberg
Eröffnungsrede am 3. Dezember 2016
Michael Schels, Zentrifuge

Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie befinden Sich in der Natur. Die Künstlerin Susanne Neumann bringt uns diese Natur im Gewande der Kunst nahe. Darf ich Sie zu einem kleinen Spaziergang einladen?

Im Eingangsbereich sehen Sie Fotografien der Zerstörung: Harvester Maschinen durchpflügen den Wald rund um Waldsassen, den Heimatort von Susanne Neumann. Nahe der tschechischen Grenze pflücken diese schweren Maschinen Bäume aus dem Wald als wären sie Blumen. Durch ihr Gewicht pressen sie alles Leben aus dem Boden. Der Wald, durch Monokultur eh schon seit über hundert Jahren geschwächt, wird durch diese Art der Bewirtschaftung blindlings niedergetrampelt.

Sacro Bosco, Fotografien 2016, Susanne Neumann

Die Waldwirtschaftler, also die vermeintlichen Profis, scheinen blind geworden zu sein für das Leben, das ihnen anvertraut ist. Peter Wohllebens Buch „Das geheime Leben der Bäume“ will solcher Betriebsblindheit entgegen wirken und die Augen öffnen für den Wald als einen Ort voller Leben und auch voller Bewusstsein: Der Förster Wohlleben zeigt – naturwissenschaftlich fundiert – Bäume, die miteinander kommunizieren. Bäume, die ihren Nachwuchs, aber auch alte und kranke Nachbarn liebevoll umsorgen und pflegen. Bäume, die Empfindungen haben, Gefühle, Gedächtnis.

Sacro Bosco, Susanne Neumann, 2016 (Ausschnitt)

Jul 2016 25

Das neue PILOT Magazin ist online.

Danke Ramona Obermann für das Layout und die Illustrationen!
Herzlichen Dank auch an den Fachbereich Verbale Kommunikation der TH Nürnberg (Prof. Max Ackermann und seine Studierenden) für die redaktionellen Beiträge.

Weiterer Dank an alle Mitwirkenden, insbesondere:

Hon.-Prof. Dr. Stefanie Voigt, Prof. Dr. Uwe Voigt, Wolf Gang, Patrizia Arrigo-Daumenlang, Cherima Nasa, Dieter Föttinger, Melanie Bellgardt, Pia Salzer, Lena Zürn und Wolfgang Keller

Das Magazin als PDF Download: Pilot – Das Magazin der Zentrifuge, Ausgabe 5, Sommer/Herbst 2016.
Alternativ zur besseren Lesbarkeit am PC: PDF Download (Einzelseiten)

Mai 2016 10

Der Fee ist eine Kunstfigur, – ein Wesen mit männlichen UND weiblichen Zügen. Der Fee kommt aus einer Welt ohne Materie. Er nimmt auf der Erde Gestalt an, um diese zu erkunden und um die Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Der Fee kann für Menschen sichtbar und unsichtbar sein – je nachdem, ob sich diese für das Energiefeld des Fee öffnen oder nicht. Feenwesen gehen in der Gegenwart auf und integrieren das momentane Geschehen in ihre seelische Verfassung bzw. drücken ihr seelisches Empfinden unmittelbar aus. Der Fee hat gelernt, dass die Menschen den Zweifel brauchen wie die Luft zum Atmen. Da er die Menschen glücklich machen will, teilt er mit ihnen den Zweifel. Über den Zweifel hinaus ist der Fee aber in seiner unbedingten Präsenz in jedem Augenblick vollkommen da – der Zweifel bleibt ihm äußerlich. Innerlich ist er reine Gegenwart, einfach „da“ und jeden Moment dankbar zu sein.

Nov 2015 13
Zil und Zoy  - Klang- und Videokunst als Wunder aus dem Bunker

Ein blinkender Bunker. Eine große Menge Synthesizer, darunter bunter Kabelsalat. Alte Computer-Röhrenmonitore an der Decke zeigen ein visuelles Konzert aus experimentellen Videos. Hier, circa zehn Meter unter dem Gewusel des Alltags, abgeschottet von jeglichem Lärm, gibt es kein Gefühl mehr für Zeit. Anstelle von Fenstern erweitern Spiegel den Raum und zeigen uns zwei auffällige Menschen. – Eine Reportage über Zil und Zoy von Lisa Neher, Lena Lucia Kühnlein und Felix Bühler
Die Klangwerkstatt von Zil und Zoy ist Lebensraum und Arbeitszimmer zugleich. Hier ist absolute Stille möglich. Absolute Stille und maximale Lautstärke. Am Tag wie in der Nacht.
Aug 2015 16

Von Neuanfängen in Nürnbergs Z-Bau

“Hier hat man wenigstens seine Ruhe”, schmunzelt Steffen Zimmermann. Der Geschäftsführer des Z-Baus trifft uns in der Meistersingerhalle zu einem Gespräch über das neue Konzept für das bereits legendäre Kulturzentrum. – Ein Interview von Michele Aflatoon, Luisa Fischer und Katharina Artmann

2010 wurde das marode Gebäude auf Anraten der Stadt Nürnberg zumindest größtenteils geschlossen, vor allem weil den damaligen Betreibern Geld für die Sanierung fehlte. Anfang Oktober 2015 wird es nun, mit einem neuen Konzept, wieder eröffnet. Damit bekommt Nürnbergs Südstadt ein Zentrum für Veranstaltungen, Künstler, Kreative und Gegenwartskultur.

Foto: Simeon Johnke

Foto: Simeon Johnke

Ja, wir gehen viele Sachen neu an. Schon deshalb, weil wir die alten Überlegungen gar nicht kennen. Es gab keine Übergabe oder Gespräche mit den ehemaligen Betreibern. Allerdings sind viele ehemalige Nutzer da, die jetzt wieder einziehen. Mit denen sind wir schon in Kontakt und fragen sie auch: Was war denn früher gut? Und was kann man verändern? Das ganze Mitarbeiter-Team wurde allerdings ausgewechselt. Daher sehen wir es schon eher als Neuanfang.

Apr 2015 03

Sendung vom 30. März 2015

Aus urheberrechtlichen Gründen enthält dieser Mitschnitt KEINE Musikeinspielungen.

—> Mitschnitt der Sendung, Teil 1

—> Mitschnitt der Sendung, Teil 2

Redaktion, Moderation: Otmar Potjans und Nina Metz

Studiogäste:

Mrz 2015 23

Ein gigantisches Projekt und wie man auf die Idee kam.

Eine Reportage von Andreas Hechtfischer, Maria Noll und Stefania Santoro

Fotos: Danko Green, gesichterderstadt.wordpress.com

„Bill Gates hat auch in einer Garage angefangen, unsere Garage ist eben etwas größer“ – Sie meinen es wirklich ernst. „Wir machen es einfach! Wir kaufen es … dieses Monstrum!“ – die Mitglieder des Vereins „Wir kaufen die Quelle e.V.“ sind hoch motiviert, obwohl das Projekt so riesig ist. Und trotz der Schwierigkeiten, die auf sie zukommen werden, lassen sie sich nicht entmutigen. Die „wilden Ideenschreiber“ haben schon einiges erreicht – von der Vereinssatzung und ersten Spenden bis zum regionalen Medienecho.

(c) Danko Green, gesichterderstadt.wordpress.com

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