follow us at facebook follow us at facebook follow us at facebook
Okt 2013 04

Eine Würdigung der deutsch-polnischen Ausstellung der Kulturtransporter im Quartier Q der Quelle in Nürnberg.

Text: Edgar Kucharzewski

Mehrere Arbeiten setzen sich mit der Geschichte Deutschlands, und Europas, auseinander. Prof. Bajek, Witold Stelmachniewicz und Edgar Kucharzewski halten der wiedervereinigten Republik einen Geschichts-Spiegel vor. Prof. Dr. Ulrika Eller-Rüter besetzt mit ihren Grenzüberschreitungen, einer Auseinandersetzung mit Frauen in Palästina, einen historisch aufgeladenen Boden. Die Boot-Installation von Heike Wurthmann hat angesichts der aktuellen Entwicklung vor Lampedusa nichts an ihrer Aktualität verloren.

Im „Zyklus Kafka“ zitiert Prof. Bajek einen Bildauszug aus „Schindlers List“, er ist dort als Statist zu sehen. Seine weiteren großformatigen Fotoprints auf Leinwand über Auschwitz, oder den Kamin, sind überlagert mit Textzeilen von Kafkas Prozess, in deutsch, polnisch, tschechisch und englisch lesbar. Fast unscheinbar auch ein Bildzitat der zerbrochenen jüdischen Grabsteine der Krakauer Synagoge, auf die sich das Geschichtsprojekt von Edgar Kucharzewski ebenfalls bezieht.

Okt 2013 01

Zentrifuge ist seit dem 29. Juli 2013 jeden fünften Montag eines Monats zu Gast bei Radio Z auf 95,8 MHz: In der Sendung “Z-Zeit” bringen wir Projekte aus der Zentrifuge-Community und der Kreativszene zu Gehör. Dazu laden wir Künstler und engagierte Menschen ein und sprechen mit ihnen über deren Arbeit und ihre Projekte, über Nürnberg, die Region (nein, nicht Gott) und die Welt.

Sendung am 30.9.2013:

Moderation: Ronald Zehmeister und Michael Schels

Gäste und Themen:

  • Frank Wuppinger, Jazzmusiker e.V.: NueJazz Festival Auf AEG (23.-27. Okt.)
  • Volker Wachenfeld, Autor (“Die Fremde”, ars vivendi Verlag)
  • Ingo Brodbeck und Rita Kriege: Gostenhofer Atelier- und Werkstatttage (GOHO, 11.-20. Okt.)

Gedichte von Isabel Bederna und Alessandra Brisotto

Musik von: Der Moment, Leppinski, Orchestre Europa, Hammond Eggs, Jungblut und Zodiaktrio

Der Mitschnitt der Sendung als Podcast (aus urheberrechtlichen Gründen ohne Musik):

Z-Zeit – Die Zentrifuge auf Radio Z (Teil 1)

Z-Zeit – Die Zentrifuge auf Radio Z (Teil 2)

Die nächste Z-Zeit ist am 30. Dezember 2013 um 20 Uhr auf 95,8 MHz.

Sep 2013 29

Der Kunsthistoriker Dr. Harald Tesan publizierte jüngst auf on-index.de eine Kritik an der Ausstellung “Menschliches, Allzumenschliches“, die mehr als 100 Werke des 2002 verstorbenen britischen Künstlers Robert Lenkiewicz präsentiert. Francis Mallett, der Kurator der Ausstellung, nahm dies zum Anlass, seinerseits eine Kritik an Dr. Tesans Kritik zu formulieren, die wir im folgenden ebenfalls veröffentlichen. Die Redaktion von on-index.de überlässt es dem Leser/der Leserin, sich sein/ihr eigenes Urteil zu bilden – am besten durch direkte Anschauung. Die Ausstellung ist noch bis zum 13. Oktober in Nürnberg zu sehen (Auf AEG, Halle 15 – Öffnungszeiten: Mo-Fr 14.00 – 19.00 Uhr; Sa./So. 11.00 – 19.00 Uhr).

“Let’s not dwell on the two things striking most people deeply fascinated by Auf AEG’s Robert Lenkiewicz exhibition: firstly, that here was an exceptionally talented painter, and secondly, that his paintings and the ideas behind them are thought-provoking and speak directly to many people about their lives and the world they live in. Dr Harald Tesan is not ‘most people’. He is one of that superior breed turned out in ever-increasing numbers by our education system: the intellectual critic. For these self-appointed arbiters of taste, it’s a political ideology that matters most. And ironically, it’s the left-wing post-modernists who hold most contempt for the ‘kitsch’ taste of the uninitiated masses because they don’t like what they’re supposed to like.

Sep 2013 19

Menschliches, Allzumenschliches“ in Halle 15 Auf AEG (EG)

von Harald Tesan

Bevor rührige Maler und Galeristen sich mit dem Label „Leipziger Schule“ schmückten, um mit leicht konsumierbaren Sujets auf Erfolg zu spekulieren, hätte wohl niemand im Traum daran gedacht, einem sentimentalen Genrerealismus jemals wieder museale Weihen angedeihen zu lassen.

Robert Lenkiewicz (1941-2002) ist ein problematischer Fall. Mit akademischer Verve malte der Brite nach dem Zweiten Weltkrieg im realistischen Stil und begeisterte sich im Nachkriegsengland für deutsche Kultur von Goethe bis Wagner. Das macht ihn aus heutiger Sicht eigentlich interessant, wäre ein Grund für die Wiederentdeckung eines fast Vergessenen. Zugleich erweist sich Lenkiewicz, der in kleineren Ölgemälden und Skizzen ein schonungsloser Illustrator menschlicher Abgründe war, als altväterlicher Moralist im Geiste des 19. Jahrhunderts. Sein Zugriff berührt deshalb peinlich, weil der Maler die Welt der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, also seine eigene Zeit, mit weltverbesserischer Absicht beschreibt.

Sep 2013 17

Vernissage Bericht von Edgar Kucharzewski:
250 Vernissage Gäste wurden am 14.9.13 in die „Klangzone“ auf der Quelle hereingelockt, welche die Dresdener Performancekünstler Detlef Schweiger und Robert Zeissig für sie gestaltet hatten. Dann lud „Lady Ma-ga & Prince Negativ“ (Krakau) zur Theaterperformance ein: „Schaltet den Computer aus und vertraut euren Gefühlen“. „Material Klang“ (Helmut Kirsch und Tim Hufnagel), sowie die Jazzformation „Lady and Tramps“ performten während „Agressiva 69 aus Krakau extra für dieses Event angereist war.

Jul 2013 29

Zentrifuge ist ab dem 29. Juli 2013 jeden fünften Montag eines Monats zu Gast bei Radio Z auf 95,8 MHz: In der Sendung “Z-Zeit” bringen wir Projekte aus der Zentrifuge-Community und der Kreativszene zu Gehör. Dazu laden wir Künstler und engagierte Menschen ein und sprechen mit ihnen über deren Arbeit und ihre Projekte, über Nürnberg, die Region (nein, nicht Gott) und die Welt.

Mai 2013 22

Ein Rückblick von Michael Schels

Der elfte Creative Monday am 13. Mai 2013 in der Werkstatt 141 Auf AEG war mit musikalischen und visuellen Leckerbissen angerichtet: Ein Violonist und ein Bratschist spielten als Vertreter des neu gegründeten Orchesters Ventuno auf, zwei Mediendesigner gaben Einblicke in die Wunderwelt der Bildbearbeitung, ein Innenarchitekt und Designer vermittelte seine Begeisterung für temporäre Nutzungen und ein Architekt ließ erahnen, mit welchen Herausforderungen an Material und Planung innovative Formgebung verbunden ist. Die anschließenden Kurzpräsentationen gaben weitere Impulse aus aktuellen kreativen Projekten in und aus Nürnberg. Für den persönlichen Austausch am Ende war wieder genügend Gesprächsstoff gegeben und die knapp 70 Gäste nutzten die Gelegenheit zu ausführlichem Networking.

Dank des Kulturbüros Muggenhof, das die Werkstatt 141 samt Technik und Bar zur Verfügung stellte, war auch ein reibungsloser Ablauf in stimmiger Umgebung garantiert. Die Zentrifuge nebenan öffnete ihre Türen, so dass die Besucher am Rande der Veranstaltung einen Blick in die aktuelle Ausstellung “Dreimalzehn – Treperdieci” werfen konnten.

Herzlichen Dank an Anna Seibel, die den Abend fotografisch dokumentierte.

Mrz 2013 13

Ein Rückblick. Von Michael Schels.

Der Creative Monday am 11. März 2013 fand nun bereits zum zweiten Mal im Neuen Museum Nürnberg statt. Weit über 100 Gäste füllten das Auditorium – darunter erstaunlich und erfreulich viele neue Gesichter.

Die Vorstellungsrunde zeigte, dass diesmal überdurchschnittlich viele Designer und Studenten im Publikum waren, aber auch allgemein Interessierte sowie Künstler, Unternehmer, Firmenvertreter, Programmierer und Kommunikations-Spezialisten aus Werbung, PR und Medien. Der Creative Monday konnte in dieser Konstellation erneut als Präsentations- und Vernetzungsplattform wirken und ebenso motivierende wie anregende Impulse setzen.

Die Kooperation der Zentrifuge mit dem Neuen Museum Nürnberg und PHOCUS BRAND CONTACT macht nun bereits seit einem Jahr den Creative Monday attraktiver und bekannter, ermöglicht eine kontinuierliche inhaltliche wie formale Weiterentwicklung und schafft eine zunehmende Aufmerksamkeit für die Potenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft in Nürnberg und der Region. Die Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung Nürnberg ist dabei ebenfalls ein wichtiger Baustein.

Okt 2012 16

Eine Interpretation von Norman Forster

Anlässlich des Aufstiegs des Fußballvereins Greuther Fürth bemalte der Künstler Thor van Horn den zuvor mit einer weißen Folie bespannten Turm des Fürther Rathauses mit “Kunst-Rasen”. Vom 22. bis 25. August 2012 pinselte er zigtausende Grashalme Strich für Strich auf die Riesenleinwand. Pünktlich zur Eröffnung der 50ten Bundesligasaison schlug van Horn somit eine (visuelle) Brücke vom Fußball zur Kunst. Bei seiner geduldvollen Arbeit konnten ihn Passanten vom Boden aus mit fest installierten Ferngläsern beobachten.

Zusammen mit Fürther Unternehmen und dem Künstler Thor van Horn hat es die Stadt Fürth für einen Augenblick geschafft, ÜBERREGIONAL auch im Bereich „KUNST und KULTUR“ Beachtung zu finden. (Foto: Daniel Berger)

„Das große Kunst-Rasen-Stück“ am Fürther Rathausturm ist die aufrechteste Verbeugung vor dem Fußball, die mir eingefallen ist.“ sagt Thor van Horn zu seiner Installation. Paradoxe (Wort-)Kombinationen wie diese sind gängige dramaturgische Mittel des Künstlers: Van Horn vereint mit Kunst und Fußball zwei Bereiche, die vermeintlich nichts oder sehr wenig miteinander zu tun haben. Die gesellschaftliche Vorstellung von (Bildender) Kunst als etwas Elitärem oder gar als gesellschaftliches Randphänomen steht konträr zu dem populären „Fußball“ mit Anhängern aus allen Gesellschaftsbereichen.

Sep 2012 11

Vortrag in der Universität d. Künste Berlin, SS 2007  (Semesterschluss). Die Zentrifuge und ON-Index danken Zentrifuge Community Mitglied Reinhard Knodt für die Verfügungstellung dieses Beitrags.

Herr Präsident, meine sehr vereehrten Damen und Herren, liebe Freunde,
ich soll – um Sie sozusagen von der Akademie ins reale Künstlerleben zu führen – in rund 20 Minuten eine Antwort auf die Frage geben, wie man als Künstler berühmt wird und viel Geld verdient. Es ist klar, dass Sie nach jahrelangem Studium nun ein Recht auf diese Mitteilungen haben und ich hoffe, Sie werden sie entsprechend ernst nehmen. Ich werde sie auch ernst nehmen und dazu ca. 8 Minuten lang das heute herrschende Künstlerverständnis erläutern und dann in 10 Minuten die zurückzulegenden Schritte zum Aufbau eines verdienstträchtigen Nimbus, damit Sie nicht zu den 90 Prozent Akademieabsolventen gehören, die nicht von der Kunst leben, sondern zu den zehn Prozent, die das schaffen. Sollte ich die Zeit überschreiten, bitte ich zu protestieren, ich breche dann sofort ab.

Seite 4 von 7« Erste...23456...Letzte »