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	<title>ON! &#187; Mehrwertzone</title>
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	<description>Kultur und Kreativ Index</description>
	<lastBuildDate>Fri, 18 May 2012 16:07:39 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Strategie für eine Zukunft, die man will</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 16:07:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrwertzone]]></category>

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		<description><![CDATA[Oder: Die ungewohnte Freiheit, einen Markt zu schaffen. Was tun, wenn Innovation auf einmal bedeutet, einen Markt nach ureigensten Überzeugungen und Werten zu schaffen? Am Ende sogar eine bessere Welt. „Moment, so war das nicht gedacht“. In dem Buch „Stratégie pour un futur souhaitable“ wird man aber genau mit dieser ungewohnten Fragestellung konfrontiert.  Der französische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oder: Die ungewohnte Freiheit, einen Markt zu schaffen.</strong></p>
<p>Was tun, wenn Innovation auf einmal bedeutet, einen  Markt nach ureigensten Überzeugungen und Werten zu schaffen? Am Ende  sogar eine bessere Welt. „Moment, so war das nicht gedacht“.</p>
<p>In dem Buch „Stratégie pour un futur souhaitable“ wird man aber genau mit dieser ungewohnten Fragestellung konfrontiert.  Der  französische Innovationsexperte und Top-Management-Berater Philippe  Lukacs versteht es, durch eine geraffte Argumentation verblüffende  Wirkung zu erzielen. Als Handlungsempfehlung werden einem gar nur 3  Richtlinien oder Prinzipien vorgeschlagen. „Moment, so einfach kann  Strategie doch nicht entstehen.  Ein bisschen komplizierter muss es schon sein“ ist man da geneigt, zu sagen.</p>
<p>Aber sehen wir uns die Argumentation genauer an. Basis ist die  zunächst triviale Feststellung, dass der technologische Fortschritt  immer rasanter verläuft. Die Entwicklungszyklen werden kürzer. Besten  Ausdruck findet das im <em>Mooreschen Gesetz</em>, wonach sich die  Prozessor-Leistung und auch Integrationsdichte ca. alle 18 Monate  verdoppelt. Bei weitgehend gleichbleibendem Preis für das Endprodukt.  Technische  Neuerungen und die daraus entstehenden Möglichkeiten verändern  innerhalb kurzer Zeit einen Markt dramatisch. Was heute noch als relativ  stabil und sicher erscheint, kann ein Quartal später schon ganz anders  aussehen. Die High-Tech-Branche kann ein Lied davon singen.</p>
<p>Was bedeutet das für eine Strategie?  In der Regel ist  eine Strategie darauf ausgerichtet, das Risiko zu minimieren. So werden  mögliche Optionen einem aufwändigen Bewertungsprozess unterzogen. Was  hat sich auf dem Markt bewährt? Was macht die Konkurrenz? Welche  Alternativen sollte man evaluieren?  Und natürlich: wie genau sieht es mit dem Return on Investment aus?</p>
<p>Solch ein Prozess kann schnell ein halbes Jahr und mehr in Anspruch  nehmen. Aber: bis dahin kann die Welt längst schon eine andere sein.  Lukacs meint nun, in einem hochgradig dynamischen Markt sei es fast  unmöglich, auf diese altbewährten Strategien zu setzen. Denn das  Verhältnis von potenzieller Nachfrage und potenziellem Angebot hat sich  im Laufe der letzten Jahrzehnte umgekehrt: <a href="http://on-index.de/wp-content/uploads/2012/05/grafik.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-547" title="grafik" src="http://on-index.de/wp-content/uploads/2012/05/grafik-300x197.png" alt="" width="300" height="197" /></a></p>
<p>Die Nachkriegs- und Aufschwungs-Jahre waren geprägt von einer großen  Nachfrage. Firmen hatten diese Nachfrage zu bedienen und das Motto hieß:  Produzieren, Produzieren. Und das Ganze am besten zu geringen Kosten.  Während  der 70er-Jahre verschob sich der Fokus dann langsam in Richtung  Marketing. Man ergründete genauer, was der Kunde will. In den  90er-Jahren schließlich hieß das Paradigma Qualität oder „Exzellenz“. Es  war ein Unterscheidungskriterium in einem Markt, in dem das potenzielle  Angebot schon fast gleichauf war mit der potenziellen Nachfrage.</p>
<p>Um die Jahrtausendwende hat der technologische Fortschritt dazu  geführt, dass es auf einmal mehr potenzielles Angebot als Nachfrage gab.  Für ein- und dasselbe Bedürfnis gibt es also ein Überangebot. Der Markt  ist gesättigt, die Qual der Wahl tut sich auf. Wie sollen sich da  Anbieter noch unterscheiden? Philippe Lukacs nennt „Innovation“ als  Hauptfaktor. Firmen müssen in ihren Angeboten nun „kreativ“ sein.</p>
<p>Diese zunächst unscheinbare Umkehrung hat es in sich. Sobald die  Nachfrage nicht mehr nahezu sklavisch das Angebot bestimmt, haben es  Unternehmen in der Hand, in aktiver Weise einen Markt zu schaffen und zu  gestalten. Wenn ein Angebot einen Markt schaffen kann, eröffnet sich  implizit und explizit den Unternehmen eine Freiheit, die ungewohnt ist:  welche Art von Markt will man eigentlich erschaffen? <em>Welche Art von Zukunft will man erschaffen</em>?  Die  bequeme, fatalistisch anmutende Ausrede, „dass der Markt das so  verlangt“ gilt also nicht mehr in gleicher Weise wie vorher.</p>
<p>Der Titel des Buches, von dem es leider (noch) keine deutsche oder  englische Übersetzung gibt, benutzt „futur souhaitable“. Das ist im  Deutschen mit „wünschenswerte Zukunft“ nur etwas unglücklich und  letztlich unpassend übersetzbar. Denn um „wishful thinking“ geht es  gerade nicht. Es handelt sich um die stringente Aussage, dass man einen  Markt und damit eine Zukunft gestalten kann, die wünschenswert ist – <em>es kommt darauf an, ob man will.</em></p>
<p>Damit bekommt „Innovation“ auch eine andere Bedeutung. Im geläufigen  Sinne bezeichnet man damit letztlich immer nur neue technologische  Gimmicks. Doch Lukacs geht tiefer.  Er fragt: „wie kann  eine relativ stabile, zukunftsfähige, langfristige Strategie inmitten  eines beweglichen, sich rasant entwickelnden Umfeld aussehen?“</p>
<p>Seine Handlungsempfehlungen oder Richtlinien dafür sind denkbar einfach und auf das Wesentliche reduziert. Es sind 3 Prinzipien.</p>
<p>1) <em>Begünstige</em> <em>die Entwicklung des Individuums als menschliches Subjekt</em></p>
<p>Menschen sollen als würdevolle <em>Subjekte </em>gefördert werden.  Alles, was ihr Wissen, ihre individuellen Fähigkeiten und die Kultur  allgemein fördert, ist wünschenswert. Weiterhin soll die Fähigkeit zu  Initiative und Eigenverantwortung gefördert werden. Dies klingt zunächst  vielleicht etwas hochtrabend, bekommt aber eine drastische Relevanz,  wenn man betrachtet, wie Menschen üblicherweise vom Marketing gesehen  werden: nämlich lediglich als <em>Objekte</em>, die man möglichst geschickt zum Kauf verführen soll. Oder im Kontext der Unternehmen die Behandlung als „Ressourcen“.</p>
<p>Betrachtet man Dienstleistungen und Produkte einmal wirklich gemäß  obiger Perspektive, wird es sehr schnell sehr, sehr dünn auf dem Markt.  Das unterschwellig transportierte Menschenbild  verfolgt meistens nämlich entgegengesetzte Tendenzen.</p>
<p>2) <em>Begünstige die Entwicklung von wechselseitig sich  wertschätzenden und bereichernden Beziehungen – zwischen verschiedenen  Menschen und Gruppen in gleichwertiger und respektvoller Weise</em></p>
<p>Hier steht die Überzeugung im Hintergrund, dass sich Menschen am  besten entwickeln, wenn sie die Möglichkeit zur Interaktion haben. Das  zweite Prinzip legt das Hauptaugenmerk auf die <em>Qualität </em>der  Beziehungen. Fördernde, respektvolle und bereichernde Beziehungen sind  etwas anderes, als Beziehungen, die Selbstsucht und Exklusivität  begünstigen.</p>
<p>3)<em> Begünstige eine respektvolle und bessere Wahrnehmung der Umwelt in ihren vielschichtigen Dimensionen </em></p>
<p>Hier denkt man zunächst an die Konzepte der  Ökologie und Nachhaltigkeit. Aber es geht um mehr als nur „Bewahrung“  einer Umwelt, mehr als nur um die nachhaltige Sicherstellung von  Umwelt-Ressourcen. Lukacs führt das Beispiel an, dass die Bewohner der  Toskana mehr im Sinn hatten als nur Zypressen  anzupflanzen.  Schönheit, also die ästhetische Dimension, spielt eine gewichtige  Rolle. Man begegnet so der Natur auf wahrhaft „nachhaltige“,  respektvolle Weise.</p>
<p>Er beschließt dieses Kapitel mit der Feststellung, dass „das, was  nicht messbar ist, integraler Teil dieser Richtlinie ist“. Die Neigung,  alles zu quantifizieren, führt letztlich zu existenzieller Verarmung.  Kreative Innovationen der Zukunft sollen die Empfindsamkeit für das  fördern, was nicht messbar ist: Schönheit, Kultur und Spiritualität.</p>
<p>Soweit die Kern-Aussagen des Buches. „Zu schön, um wahr zu sein“ &#8211; so mögen erste reflexartige Reaktionen klingen.  Aber genaugenommen ist es ein Spiel mit genau solchen Reflexen, eine Herausforderung.  Denn die Basis davon ist die Überzeugung, dass immer schon feststeht, was „der  Markt will“.  Aber gemäß dieser ominösen Regel wären einige Erfolgsgeschichten niemals auch nur im Ansatz möglich gewesen.</p>
<p>Unter guten Beispielen führt Lukacs u.a. die „Grameen Bank“ und „Patagonia“ an.  Im  ersteren Fall handelt es sich um die Bereitstellung von Mikrokrediten,  auch und vor allem in 3.Welt-Ländern. Im zweiten Fall um die ökologische  Gewinnung von Baumwolle – unter dreifach erhöhten Kosten. Die  Geschäftsmodelle sind sehr erfolgreich und haben Maßstäbe gesetzt.  Muhammad Yunus, Gründer der Grameen Bank, wurde gar mit dem Nobelpreis  ausgezeichnet.</p>
<p>In der Gründungsphase allerdings mussten sich solche Geschäftsideen vorbeten lassen, dass es gar nicht funktionieren <em>kann</em>.  Lukacs schreibt: „Niemand hat auf diese Produkte oder Dienstleistungen gewartet. Diese Innovationen haben ihren Markt erzeugt“.  Und  letztlich &#8211; das ist entscheidend – ist das Risiko bei einem solchen  Prozess sogar geringer, als wenn man versucht hätte, in einem allzu  bekannten Markt mit der altbekannten Risikominimierung zu agieren.</p>
<p>Die Ausführungen des Buches scheinen nur auf den ersten Blick von  Naivität und Idealismus geprägt zu sein. Denn spätestens wenn  Strategien, die die oben genannten Prinzipien verinnerlicht haben,  langfristig erfolgreicher sind als Konkurrenz-Modelle, handelt es sich  um harte wirtschaftliche Fakten.  Und ganz nebenbei kann  das Buch die Augen dafür öffnen, welches Welt- und Menschenbild in einem  Großteil der gewohnten Marken- und Produktwelt vorherrscht.</p>
<p>Zitate und Abbildung aus einer englischsprachigen Kurzfassung des Buches. Das pdf-Dokument kann unter<br />
<a href="mailto:info@sensing-system.de">info@sensing-system.de</a> angefordert werden.</p>
<p>Wir danken Ronald Zehmeister für die Verfügungstellung dieses <a href="http://remote-sensing.tumblr.com/post/23282813720/trend-5-strategie-fuer-eine-zukunft-die-man-will" target="_blank">Artikels</a>.</p>
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		<title>Workshop &#8220;Heimat für Kreative?&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 17:58:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrwertzone]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Rahmen des Projekts &#8220;Creative Communities&#8220;: Kreative, Künstler, Freiberufler und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung diskutieren im Coworking Space Nürnberg über Chancen und Risiken kultur- und kreativwirtschaftlicher Entwicklungen in Nürnberg und der Region. Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos, Anmeldung erbeten bei Michael Schels unter ms@zentrifuge-nuernberg.de Workshop 3: “Metropolregion Nürnberg &#8211; Heimat für Kreative?” [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Rahmen des Projekts &#8220;<a href="http://kulturhallenuernberg.ning.com/events/creative-communities" target="_self">Creative Communities</a>&#8220;:</strong></p>
<p>Kreative,   Künstler, Freiberufler und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und   Verwaltung diskutieren im Coworking Space Nürnberg über Chancen und   Risiken kultur- und kreativwirtschaftlicher Entwicklungen in Nürnberg   und der Region.</p>
<p><strong>Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos, Anmeldung erbeten</strong> bei Michael Schels unter <a href="mailto:ms@zentrifuge-nuernberg.de" target="_blank">ms@zentrifuge-nuernberg.de</a></p>
<p><strong>Workshop 3: “Metropolregion Nürnberg &#8211; Heimat für Kreative?”</strong><br />
Do. 24.5. 18:00 bis 22:00 Uhr, Moderation: Rainer Hertwig, mehrwertzone.net</p>
<p>Wir   wollen den bezaubernd klingenden Slogan der Metropolregion Nürnberg   hinterfragen, der da lautet “Heimat für Kreative”. Ist das gut gemeint   oder Zynismus, Wunsch oder Wirklichkeit? Finden Kreative in der EMN   wirklich eine Heimat oder eher nur Asyl? Was macht eine Heimat für   Kreative aus?</p>
<p><strong>Veranstaltungsort:</strong><br />
Coworking Space Nürnberg, Josephsplatz 8, 90403 Nürnberg<br />
<a href="http://www.coworking-nuernberg.de" target="_blank">www.coworking-nuernberg.de</a></p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/lGyPGnvQHzE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<span id="more-541"></span></p>
<div class="tw_button"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fon-index.de%2Fworkshop-heimat-fur-kreative%2F&amp;via=zentrifuge&amp;text=Workshop%20%22Heimat%20f%C3%BCr%20Kreative%3F%22&amp;related=&amp;lang=en&amp;count=horizontal&amp;counturl=http%3A%2F%2Fon-index.de%2Fworkshop-heimat-fur-kreative%2F" class="twitter-share-button" id="tweetbutton541">Tweet</a></div>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Interview mit Frank Neuhaus</title>
		<link>http://on-index.de/interview-mit-frank-neuhaus/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 12:51:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrwertzone]]></category>
		<category><![CDATA[Software-/Games-Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemarkt]]></category>

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		<description><![CDATA[»Hin und wieder deutlich ja.« Was passiert, wenn man die rote Pille schluckt – das erzählt uns Frank Neuhaus bei einem Gespräch in seinem Home-Office. Er ist Inhaber der Ad!Think Werbeagentur und Experte für Online- und Social Media-Marketing. Das Interview führten Daniel Kiendl und Volker Tolle. Herr Neuhaus, laut Ihrem XING-Profil begeistern Sie sich für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>»Hin und wieder deutlich ja.«</strong></p>
<p><strong>Was  passiert, wenn man die rote Pille schluckt – das erzählt uns Frank  Neuhaus bei einem Gespräch in seinem Home-Office. Er ist Inhaber der  <a href="http://www.adthink.de/start-blog" target="_blank">Ad!Think Werbeagentur</a> und Experte für Online- und Social  Media-Marketing.</strong></p>
<p><em>Das Interview führten Daniel Kiendl und Volker Tolle</em>.</p>
<p><em>Herr  Neuhaus, laut Ihrem XING-Profil begeistern Sie sich für »audiophiles  Musikhören, genussvolles Essen und handgeschöpfte Pralinen«; Sagen diese  Leidenschaften auch etwas darüber aus, wie Sie mit Aufträgen umgehen?</em></p>
<p>Ich hätte den Zusammenhang zwar so nicht gesucht, aber es gibt schon  eine Parallele. Wir – und damit meine ich mein Netzwerk – haben einen  sehr hohen Qualitätsanspruch an unsere Arbeit. Wir können einfach nicht  unter einem bestimmten Niveau arbeiten. Es ist wie bei der roten Pille  in dem Film »Matrix«. Wenn man erstmal etwas besseres kennen gelernt  hat, dann kann man nicht mehr zurück.</p>
<p><em>Sie haben nach Ihrer  Ausbildung zum Werbekaufmann erst einmal ein Jahr als Tauchlehrer in der  Türkei und der Karibik verbracht. War das bereits Ihre erste Flucht vor  der Branche?</em></p>
<p>Nein, ich dachte mir damals nur »Wenn nicht  jetzt, wann dann?«. Ich habe dort gelernt, dass es auch anders geht als  hier und das man sich das für einen passende aus den unterschiedlichen  Kulturen raussuchen sollte. Hier ist alles sehr zuverlässig, ordentlich,  strukturiert und perfektionistisch. Diese Eigenschaften vertrete ich  dort wo es sinnvoll ist zwar auch, aber es ist genauso wichtig,  improvisieren zu können, wenn es darauf ankommt. Auf der kleinen  karibischen Insel bin ich beispielsweise auf den Schrottplatz gegangen,  wenn ich mal etwas reparieren musste und Ersatzteile brauchte, denn  einen Baumarkt zu dem man hier gehen würde, gab es dort nicht.<br />
<span id="more-531"></span><br />
<em>Danach hat es Sie dann nach Nürnberg verschlagen. Welche Rolle spielt eigentlich der Wohnort noch im Zeitalter des Internets?</em></p>
<p>Hier in Nürnberg ist die Web-Szene sehr aktiv und zudem auch der  persönliche, reale Austausch über das virtuelle hinaus sehr stark. Das  finde ich sehr reizvoll. Aber an einen bestimmten Ort gebunden bin ich  schon lange nicht mehr. Daher habe ich auch 2001 schon gemeinsam mit  einem Partner eine webbasierte Projekt- und Wissensmanagement-Software  entwickelt, mit der alle an einem Projekt beteiligten Partner Zeit- und  Ortsunabhängig zusammen arbeiten können.</p>
<p><em>Sie sind ja bei sehr vielen Veranstaltungen der Kreativszene anzutreffen. Was ist denn das Besondere der Zentrifuge?</em></p>
<p>Die Menschen, die überwiegend Künstler und Kreative sind, die  ehemaligen Fabrik-Räume der AEG und ich finde es sehr inspirierend, dass  die Vorträge mitten in laufenden Ausstellungen stattfinden &#8230;</p>
<p><em>… so wie auch bei Ihrem Future Talk Vortrag zur Zukunft von Social Media. Apropos: Wie sieht diese Zukunft denn aus?</em></p>
<p>Ich sehe großes Potential in der Verknüpfung des mobilen Internets mit  den social Networks und Anwendungen aus dem Bereich Augmented Reality.  Beispielsweise, dass man sich in einer Fußgänger-Zone oder bei einer  Sehenswürdigkeit weitere Informationen auf seinem Handy anzeigen lassen  kann.</p>
<p><em>Also zum Beispiel persönliche Statusmeldungen über  den Köpfen der Passanten. Finden Sie diese Vorstellung denn nicht auch  beängstigend?</em></p>
<p>Grundsätzlich erstmal nicht, denn es hängt  ja von jedem persönlich ab, wie viele Informationen man über sich frei  gibt und auch heute schon sollte man achtsam mit solchen Informationen  umgehen. Vielleicht fördert so etwas ja die Eigenverantwortung.</p>
<p><em>Ein  weiterer Trend ist die Entwicklung zum selbstständigen Arbeiten in  beruflichen Netzwerken. Nichts Anderes betreiben Sie nun ja bereits seit  über 13 Jahren. Sind Sie ein Vorreiter dieser Bewegung?</em></p>
<p>Als Vorreiter würde ich mich zwar eher nicht bezeichnen, aber ich habe  in meinem letzten Angestellten-Job 1998 festgestellt, dass es im Sinne  des Kunden besser ist, wenn ich die Menschen zu einem Team  zusammenstelle, die für seine Aufgabe am besten geeignet sind und mich  nicht an die Kompetenzen von angestellten Kollegen binden muss. Daher  war es eine logische Konsequenz, meine Selbständigkeit auf einem  Netzwerk ebenfalls selbständiger Spezialisten aufzubauen, die ich dann  aus meinem Home-Office heraus über‘s Internet steuere.</p>
<p><em>Wie ist es für Sie im Home Office zu arbeiten?</em></p>
<p>In erster Linie zeitsparend. Ich muss nirgendwo hinfahren, die  Spülmaschine läuft parallel und wenn ich mal am Computer nicht  weiterkomme, dann bügele ich beispielsweise, wodurch ich den Kopf wieder  freibekomme. Es heißt zwar immer, dass man in einem Home-Office stärker  darauf achten muss, dass weder der Job noch die Freizeit zu kurz  kommen, aber damit hatte ich noch nie Probleme, denn das vermischt sich  bei mir eh und lässt sich schwer trennen.</p>
<p><em>Trennen Sie eigentlich diese beiden Bereiche in den sozialen Netzen?</em></p>
<p>Dort schon und zwar was die Plattformen betrifft. XING nutze ich nur  beruflich, bei Twitter und auf meiner beruflichen Facebook-Seite  schreibe ich im Sinne des eigenen Online-Reputations-Managements nur  über Online- und Social Media-Marketing, aber meine persönliche  Facebook-Seite nutze ich beispielsweise ausschließlich privat und lehne  dort auch berufliche Kontakt-Anfragen ab.</p>
<p><em>Darum konnten wir  Sie dort also auch nicht ausspionieren. &#8211; Für Ihre Social Media  Seminare versprechen Sie eine sofortige Umsetzbarkeit. Gibt es etwas wie  einen Königsratschlag?</em></p>
<p>Ich finde es am wichtigsten, sich  in den Nutzer hineinzuversetzen und zu überlegen, was den interessieren  könnte, statt überwiegend über die eigenen Produkte oder  Dienstleistungen zu erzählen, was den meisten schwer fällt.</p>
<p><em>Verbringen Sie zu viel Zeit im Netz?</em></p>
<p>Hin und wieder deutlich ja. (lacht)</p>
<p>&#8212;-<br />
<strong>Anmerkung:</strong> Dieses Interview entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen der  Georg Simon Ohm Hochschule und der Zentrifuge im Wintersemester 2011/12.  Studenten des Fachs “Verbale Kommunikation” portraitierten und  interviewten Menschen, die bei diversen Creative Mondays in der  Zentrifuge als Presenter zu Gast waren. Dieses Projekt wurde von Prof.  Max Ackermann angeregt und begleitet, der damit dem Creative Monday, der  Zentrifuge und den mit ihr verbundenen Kreativen ein Gesicht geben  wollte. Wir danken Herrn Professor Ackermann und seinen Studenten  herzlich für die Unterstützung!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Oliver Essigmann &#8211; Tänzer und Choreograph</title>
		<link>http://on-index.de/oliver-essigmann-tanzer-und-choregraph/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 14:24:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Darstellende Künste]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrwertzone]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Interview von Marta Klaskala MK: Sie haben beim Creative Monday der Zentrifuge Ihre Tanzbox vorgestellt, einen lichtdurchfluteten Kubus, als Plattform für verschiedene Künste. Aber hat Ihnen der Creative Monday auch etwas gebracht? Haben Sie zum Beispiel Leute kennengelernt? Hat sich eine Zusammenarbeit ergeben? OE:  Ja, auf jeden Fall. Was Creative Monday ist, sagt ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Interview von Marta Klaskala</em></p>
<p>MK: Sie haben beim Creative Monday der Zentrifuge Ihre <strong><a href="http://essigmann-dance.jimdo.com/" target="_blank">Tanzbox</a></strong> vorgestellt, einen lichtdurchfluteten Kubus, als Plattform für verschiedene Künste. Aber hat Ihnen der Creative Monday auch etwas gebracht? Haben Sie zum Beispiel Leute kennengelernt? Hat sich eine Zusammenarbeit ergeben?</p>
<p><a href="http://on-index.de/wp-content/uploads/2012/04/tanzbox.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-529" title="tanzbox" src="http://on-index.de/wp-content/uploads/2012/04/tanzbox-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>OE:  Ja, auf jeden Fall. Was Creative Monday ist, sagt ja schon der Name. Es ist sehr inspirierend: die Vorträge, die anderen Kreativen, die ich da kennengelernt habe, haben mich auf neue Ideen gebracht. Ich hab&#8217; da echt viele Leute kennengelernt und die haben mir viel weitergeholfen. Ich hab wirklich wahnsinnig viele Künstler getroffen. &#8211; Creative Monday kann ich nur empfehlen, ist wirklich eine tolle Sache!<br />
<span id="more-517"></span><strong><br />
&#8220;Du kannst diesen Beruf nur ausüben,<br />
wenn du Ballett sehr stark liebst.&#8221;</strong></p>
<p>MK: Sie haben diese Frage bestimmt schon mehrmals gehört, aber war Tanzen Ihr Kindheitstraum, oder wie sind Sie dazu gekommen?</p>
<p>OE: Nein, es war nicht mein Kindheitstraum, es hat sich erst in meiner Jugend entwickelt. Ich habe zuerst Breakdance gemacht, in einem normalen Tanzkurs. Dann habe ich Tanzfilme gesehen und gemerkt, dass ich Ballett sehr faszinierend finde. Und dann wollte ich das auch gerne lernen. Ich hab eigentlich erst mit 18 angefangen. Das ist im Grunde viel zu spät für eine Ballettkarriere, denn dann haut das mit dem Körper nicht mehr so hin, der zu diesem Zeitpunkt schon längst ausgewachsen ist. Und ja, das alles nachzuholen, was andere sich erarbeitet haben, seit sie sechs Jahre alt waren, das war schon schwierig.</p>
<p>MK: Trotzdem konnten Sie mit Ihrem Talent überzeugen: Ihr Karriereweg ging von Deutschland aus nach Portugal, Polen, Spanien, Italien, Belgien, Slowenien, Kroatien und China, wo Sie unter anderem beim 1. Internationalen Ballettwettbewerb im Finale tanzten.</p>
<p>OE: Die Weltspitze war dort und ich habe wirklich ganz tolle Tänzer kennengerlernt, auch die berühmtesten. Das war schon ein sehr lang anhaltender, starker Eindruck, den ich da gewonnen habe. Und: Ich habe im Finale getanzt, das war etwas ganz Besonderes. Es war schon eine wichtige Erfahrung in meinem Leben, weil ich danach auch einfach besser geworden bin. Sich in diesem Stress zu überwinden und gut zu sein und das dann auch zu bringen, das ist eine große Herausforderung. Das hat mir sehr viel genützt auf der Bühne. Ich habe Bekanntschaften mit vielen Kollegen gemacht und die haben jahrelang gehalten. Wir sind ja alle Idealisten &#8211; denn du kannst diesen Beruf nur ausüben, wenn du Ballett sehr stark liebst, sonst kannst du die Schmerzen nicht aushalten. Du musst dich jeden Tag überwinden.</p>
<p>MK: Aber nicht nur Auftritte in Balletten, sondern auch in Musicals, Filmen, Dokumentationen und Musikvideos gehören zu Ihren Erfahrungen.</p>
<p>OE: Die größte Rolle die ich jemals getanzt habe, war die vom Don Quijote und die war damals als eine Hauptrolle angelegt. Das war prägend. Da musste ich mich auch wirklich beweisen, musste zeigen, dass ich das kann. Damals in Zagreb waren nicht alle dafür, dass ich das tanze, &#8211; &#8220;der Deutsche&#8221;. Trotzdem hab ich die Rolle bekommen. Der Choreograph hat darauf bestanden und die Direktorin hat mich dann ins Kreuzverhör genommen, ob ich das denn könne, aber die Chance hat sie mir gegeben. Das war ein ganz großer Erfolg.<br />
<strong><br />
„Ich geh in die Dunkelheit und finde meinen eigenen Weg hindurch,<br />
auch ohne Licht. Ich ertaste mir das.“</strong></p>
<p>MK: Heute geben Sie Ballettunterricht und bieten daneben individuelle Choreographien für Messen oder Veranstaltungen an. Nun würde es mich sehr interessieren, wie Sie dabei vorgehen. Worauf achten Sie bei diesen Events und was versuchen Sie umzusetzen?</p>
<p>OE: Also, das kommt darauf an, was der Auftraggeber haben will. Natürlich ist das immer meine Phantasie, mehr kann ich nicht geben. Ich muss das Thema und die Musik kennen und dann mache ich einen Vorschlag. Wenn der Aufraggeber zum Beispiel will, dass ich ein Paar Tänzer habe, die um ein neues Auto tanzen, dann lasse ich mir dazu etwas einfallen.</p>
<p>MK: Haben Sie eine Lebensphilosophie?</p>
<p>OE: Meine Philosophie zeigt sich ja schon daran, dass ich niemals aufgegeben habe. Ich hab&#8217; an meinen Traum geglaubt und ich bin in meinem Beruf keine Kompromisse eingegangen. Ich habe immer ganz genau geschaut: Passt das jetzt für mich oder nicht? Und das ist ganz wichtig. Es ist wichtig, auch den Mut zu haben und zu sagen: Ich geh in die Dunkelheit und finde meinen eigenen Weg hindurch, auch ohne Licht. Ich ertaste mir das. Und meiner Erfahrung nach kannst du nur gewinnen, &#8211; also: Es lohnt sich. Das ist, was ich anderen mitgeben kann. Und ruhig mal etwas riskieren, das ist besser, als die ruhige Kugel zu schieben. Es macht einfach mehr Spaß, es bringt mehr.</p>
<p><strong>Anmerkung: </strong>Dieses Interview entstand im Rahmen einer Kooperation   zwischen der Georg Simon Ohm Hochschule und der Zentrifuge im   Wintersemester 2011/12. Studenten des Fachs “Verbale Kommunikation”   portraitierten und interviewten Menschen, die bei diversen Creative   Mondays in der Zentrifuge als Presenter zu Gast waren. Dieses Projekt   wurde von Prof. Max Ackermann angeregt und begleitet, der damit dem   Creative Monday, der Zentrifuge und den mit ihr verbundenen Kreativen   ein Gesicht geben wollte. Wir danken Herrn Professor Ackermann und   seinen Studenten herzlich für die Unterstützung!</p>
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		<title>Love Life Corporation</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 14:09:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Gespräch mit Michael Paulutz Interview: Eva Rustemeier und Robert Banning Am 2. November 2011 wurde in einem namhaften New Yorker Auktionshaus das Gemälde „Litzlberg am Attersee“ von Gustav Klimt zu einem Preis von 40,4 Mio. US $ versteigert. Wer solche Summen nicht aus der Portokasse bezahlen kann, aber dennoch nicht auf das Kunstsammeln verzichten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Gespräch mit Michael Paulutz</strong></p>
<p><em>Interview: Eva Rustemeier und Robert Banning</em></p>
<p>Am 2. November 2011 wurde in einem namhaften New Yorker Auktionshaus das Gemälde „Litzlberg am Attersee“ von Gustav Klimt zu einem Preis von 40,4 Mio. US $ versteigert. Wer solche Summen nicht aus der Portokasse bezahlen kann, aber dennoch nicht auf das Kunstsammeln verzichten möchte, dem eröffnete sich im Sommer 2011 eine besondere Gelegenheit, in Nürnberg: Ging man wachen Auges durch die Innenstadt, so sah man – mit ein wenig Glück – an den ungewöhnlichsten Orten kleine Gemälde hängen, auf deren Rückseite die Aufforderung geschrieben stand, das Bild einfach mit nach Hause zu nehmen.</p>
<p>Hinter dieser Aktion steckt nicht etwa die PR-Abteilung eines findigen lokalen Unternehmens, wie zunächst von einem Radiosender vermutet, sondern der Nürnberger Architekturstudent Michael Paulutz mit seinem Projekt „<strong><a href="http://paulutz.com/love-life-corp/" target="_blank">Love Life Corporation</a></strong>“. Zwischen Prüfungsstress und Modellbau-Marathon konnten wir ihn für ein Interview gewinnen.<br />
<span id="more-514"></span><strong><br />
Hallo Herr Paulutz, schön, dass Sie Zeit für uns haben!</strong></p>
<p>Ich sag mal so, ihr könnt mich ruhig duzen.</p>
<p><strong>Alles klar. Die folgende Frage hast du vielleicht schon öfters gehört: Wie ist diese nicht ganz alltägliche Idee überhaupt entstanden?</strong></p>
<p>Das war sozusagen ein kleiner Unfall. Ich male viel und gerne und wollte etwas Neues aus-probieren. Das Ergebnis aber gefiel mir dann gar nicht. Normalerweise landen solche Bilder im Müll, doch ich habe mir gedacht: Vielleicht mag es ja jemand anderes! Also habe ich es an einer Unterführung am Wöhrder See aufgehängt, mit der Notiz: „Falls es dir gefällt, nimm es mit und schreib&#8217; mir eine Mail, das würde mich freuen.“ Davon gehört habe ich leider nichts mehr. Doch am Tag darauf habe ich immer noch daran gedacht, worauf ich 15 weitere Bilder gemalt hab&#8217;, um zu schauen ob sich da jemand meldet. Es kam soviel positives Feedback, dass es einfach Spaß gemacht hat, die Leute auf diese Weise zu erfreuen und so hat sich das Projekt entwickelt und weiterentwickelt.<br />
<strong><br />
Mittlerweile beteiligen sich ja bereits mehr als zehn weitere Künstler an dem Projekt und gemeinsam habt ihr schon mehr als 280 Bilder aufgehängt. Gibt es Anforderungen oder Aufnahmekriterien für deine Mitstreiter?</strong></p>
<p>Jeder der Spaß an der Kunst hat und diese verschenken möchte, ist bei uns willkommen. Es geht ja auch darum, sich untereinander kennen zu lernen, die unterschiedlichen Stile zu se-hen, etwas voneinander zu lernen. Von daher ist das offen für alle. Wenn ihr also Lust habt …!?<br />
<strong><br />
Klar, gerne! Leinwand und Farbe sind bestimmt irgendwie aufzutreiben.</strong></p>
<p>Für günstiges Material kann man schon sorgen, wir haben da eine Art Vertrag mit einem Laden für Architekten- und Künstlerbedarf aushandeln können. Zu Beginn des Projekts, als ich noch alleine war, war das ganze natürlich kostenintensiver. Mittlerweile sind wir ja mehr Künstler, da malt der Einzelne weniger, doch insgesamt gibt es einen größeren Output und die Kosten verteilen sich.</p>
<p><strong>Wo und wann hängt ihr eure Kunstwerke denn auf?</strong></p>
<p>Im Winter ruht das Projekt, einfach wegen des schlechten Wetters. Aber sobald es wieder wärmer wird, malen wir wieder und hängen unsere Bilder auf. Und dann immer da, wo viele Leute vorbeigehen und das Bild gut zu sehen ist. An den jeweiligen Laternen, Wänden oder Schildern hängen sie meist nur zwei bis drei Stunden. Häufig sind wir auch am Schönen Brunnen auf dem Hauptmarkt, vor den sich gerne Touristen für ihre Erinnerungsfotos stellen, auf denen dann im Hintergrund unsere Leinwände zu sehen sind.</p>
<p><strong>Reagieren die Leute denn auf euch, wenn ihr eure Runde macht?</strong></p>
<p>Die trauen sich meist nicht, etwas zu sagen und schauen weg. &#8211; Einmal wollten wir ein Bild vor dem Germanischen Nationalmuseum aufhängen, wurden dann aber von einem Wachmann verscheucht. Wirklich negative Reaktionen gab es jedoch noch nie.</p>
<p><strong>Beim Creative Monday hast du 2011 einen Vortrag gehalten, – wie ist da der Kontakt zustande gekommen?</strong></p>
<p>Ich habe mir auf Facebook Plattformen oder Leute gesucht, die im Raum Nürnberg künstlerisch tätig sind und habe denen einen Hinweis auf die Love Live Seite zukommen lassen mit einigen Informationen über das Projekt und mit einer Anfrage nach Zusammenarbeit. Darunter war dann auch der Creative Monday und Markus Teschner hat zurück gefragt, ob ich nicht mal einen Vortrag halten möchte. Und das habe ich dann gemacht.</p>
<p><strong>Wie hast du den Creative Monday wahrgenommen? </strong></p>
<p>Als ein Umfeld, das ständig im Wandel ist. Es werden ständig neue Projekte, Designer oder Künstler vorgestellt, daher können sich durchaus Zusammenarbeiten entwickeln. Es gab da zum Beispiel den Vortrag vom Carlos Lorente, der die Graffiti-Akademie gegründet hat, mit ihm bin ich später ins Gespräch gekommen. Dabei ergab sich die Idee, dass wir die Projekte miteinander verbinden, weil es für die Graffitikünstler problematisch ist, geeignete Wände zu finden. Da würden sich die Leinwände der Love Life Corporation anbieten.</p>
<p><strong>November 2011 hast du außerdem eine Ausstellung in der Galerie Nous organisiert, bei der die Finder eurer Bilder eingeladen wurden, ihre Fundstücke noch einmal zu präsentieren. Wie ist es gelaufen?</strong></p>
<p>Ich schätze mal, von den Leuten, die die Bilder gefunden haben, kamen so 15 bis 20. Für viele passte es leider zeitlich nicht, oder es war ihnen einfach zu anstrengend, zumal wir auch Finder aus München und Stuttgart hatten. Daher haben eine Künstlerin der Love Life Corporation und ich zusätzlich noch ein paar eigene Bilder ausgestellt.</p>
<p><strong>Was ist dein Ziel für die Zukunft? Sind weitere Ausstellungen in Aussicht?</strong></p>
<p>Schön wäre eine Zusammenarbeit mit anderen Kreativen. &#8211; Und Ausstellungen? Denkbar wäre es beispielsweise, Ausstellungen in den Räumen des Creative Monday zu organisieren, jeweils zu den vierteljährlichen Vortragsabenden und mit Bildern, die noch nicht draußen hingen und dann erst zwei bis drei Wochen später in Nürnberg platziert werden. Damit wäre dann auch das Problem gelöst, die Bilder erst im Nachhinein zu versammeln, um eine Ausstellung zu füllen. Mein Hauptziel ist, dass es nächstes Jahr mit der Love Life Corporation weitergeht, wenn wieder schönes Wetter ist.</p>
<p><strong>Anmerkung: </strong>Dieses Interview entstand im Rahmen einer Kooperation  zwischen der Georg Simon Ohm Hochschule und der Zentrifuge im  Wintersemester 2011/12. Studenten des Fachs “Verbale Kommunikation”  portraitierten und interviewten Menschen, die bei diversen Creative  Mondays in der Zentrifuge als Presenter zu Gast waren. Dieses Projekt  wurde von Prof. Max Ackermann angeregt und begleitet, der damit dem  Creative Monday, der Zentrifuge und den mit ihr verbundenen Kreativen  ein Gesicht geben wollte. Wir danken Herrn Professor Ackermann und  seinen Studenten herzlich für die Unterstützung!</p>
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		<title>Kindertheater, Tanz und Mehrwertzone</title>
		<link>http://on-index.de/kindertheater-tanz-und-mehrwertzone/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 22:05:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Darstellende Künste]]></category>
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		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrwertzone]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Interview mit Rainer Hertwig von Janina Quakenack und Isabella Kardinal Unweit der Zentrifuge, im „Café Pforte&#8221; Auf AEG. Wir warten auf Rainer Hertwig und vertreiben uns im Kaffeeduft die Zeit damit, uns Gedanken über unsere Fragen zu machen. Was wäre wichtiger und was weniger? Was verblüfft? Was bildet? Wie stehen Sie in Bezug zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Interview mit Rainer Hertwig</strong><br />
von Janina Quakenack und Isabella Kardinal</p>
<p>Unweit der Zentrifuge, im „Café Pforte&#8221; Auf AEG. Wir warten auf Rainer Hertwig und vertreiben uns im Kaffeeduft die Zeit damit, uns Gedanken über unsere Fragen zu machen. Was wäre wichtiger und was weniger? Was verblüfft? Was bildet?</p>
<p><strong>Wie stehen Sie in Bezug zum „Creative Monday“?</strong></p>
<p>Ich würde sagen, er ist ein Teil des Konzepts der Zentrifuge. Er wirkt als Zusammenschluss von Kreativen aus der Kultur- und Kreativbranche, die versuchen sich besser zu vernetzen, sich gegenseitig zu unterstützen und so etwas wie ein Kunst- und Kreativzentrum in Nürnberg zu schaffen.</p>
<p>Ich besuche ihn regelmäßig, weil beim „Creative Monday“ auch immer wieder Projekte angeboten und präsentiert werden. Das ist zum einen anregend, kann man doch mitbekommen, was überhaupt passiert, zum andern sieht man viele Leute, die sich bei der Gelegenheit treffen und austauschen. Ich habe auch schon mein eigenes Projekt, mit dem ich unterwegs bin, vorgestellt: mehrwertzone.net<br />
<span id="more-511"></span><strong>Um Sie ein wenig näher kennen zu lernen: Gab es schon vor mehrwertzone.net besonders spannende oder für Sie persönlich interessante Projekte?</strong></p>
<p>Da gab es sehr viele. Ich habe während des Studiums schon angefangen bei „Arena“ mitzuarbeiten, beim Internationalen Studententheaterfestival Erlangen. Ich habe dann später auch eine Reihe anderer Festivals gemacht, europäische und internationale, und war anschließend auch einige Jahre lang Schauspieler.</p>
<p><strong>Im Theater?</strong></p>
<p>Ja, und auch als Dramaturg. Ich schreibe Kindertheaterstücke und bin seit 2007 an der Uni als Dozent tätig, in der Theater- und Medienwissenschaft. Mit den Städten Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach habe ich schon vor jetzt bald 4 Jahren das Festival „tanzen08“ mitorganisiert, das dann auch in allen vier Städten stattfand.</p>
<p>Dann gab es letztes Jahr das „made in“-Festival, mit der Intention, die Kultur- und Kreativwirtschaft näher ins Zentrum zu rücken. Und bei dieser Gelegenheit habe ich angeheuert um für die Kreativ- und Kulturwirtschaft des Großraums ein Portal zu konzipieren, das sich „<a href="http://www.mehrwertzone.net" target="_blank">mehrwertzone.net</a>“ nennt.<br />
<strong><br />
Sehen Sie sich selbst als Kreativer &#8211; oder eher als Künstler?</strong></p>
<p>Ja, klar. Sicherlich, an der Schnittstelle zwischen Kunst und Kreativität, lebt es sich immer ein bisschen schwierig. Künstler sind ungern Kreative &#8211; wie in Werbung und Design &#8211; und Kreative machen eigentlich keine Kunst, sondern wollen lieber etwas verkaufen. Deshalb ist dieser Begriff auch so sperrig. Die Idee hinter der Kultur- und Kreativwirtschaft ist, dass sich jeder dazu zählen kann, der in irgendeiner Form schöpferisch tätig ist und damit sozusagen seinen Unterhalt bestreiten kann &#8211; oder will. Das ist die Basis der kreativen Klasse und in dem Zusammenhang zähle ich mich sicherlich auch dazu.</p>
<p><strong>Wie kamen Sie dazu, der Projektleiter von mehrwertzone.net zu werden?</strong></p>
<p>In Vorbereitung auf das Festival 2011 wurde jemand gesucht, der diesen Job übernimmt. Es wurde lange überlegt, jemanden mit größerer Interneterfahrung zu nehmen; letzten Endes aber war die Kommunikation wichtiger. So ein Portal braucht natürlich Partner und Kooperationen, man muss Leute davon überzeugen, man muss ein Konzept entwickeln, und das ist eine Stärke, die weniger im technischen Bereich liegt. Ich fand das persönlich ganz spannend, weil sich mir so die Gelegenheit bot, mich im Bereich Social Media weiterzuentwickeln.</p>
<p><strong>Wen wollen Sie mit mehrwertzone erreichen? Das ist ja erst einmal nur eine Plattform im Internet.</strong></p>
<p>Wir haben in dieser sogenannten Kultur- und Kreativwirtschaft elf Kreativbereiche. Das fängt bei der Architektur an und endet bei der Software-Games-Industrie. Unsere Klientel sind im Wesentlichen diejenigen, die sich in der Kultur- und Kreativwirtschaft tummeln und da ihr Geld verdienen wollen.</p>
<p><strong>Haben Sie ein Beispiel für uns: Gibt es jemandem, der ein Projekt hatte, das dann erfolgreich gefördert und umgesetzt wurde, ob nun mit Hilfe von mehrwertzone.net oder auch durch den „Creative Monday“?</strong></p>
<p>Zurzeit unterstützen wir eine Filmproduktionsfirma, die ein sehr schönes Projekt ins Leben gerufen hat, das nennt sich „taschenkonzerte.com“ (&#8220;Auf die Augen.Auf die Ohren.Echt Musik.&#8221;) und ist eine Video-Podcast-Plattform. Musiker jammen, meist unplugged, an ungewöhnlichen Orten und werden dabei aufgenommen. Solche Ergebnisse kann man auch bei uns auf der mehrwertzone sehen.<br />
Dann gab’s vor einer Weile einen sehr pfiffigen, klugen Kopf, der auch beim „Creative Monday“ auftauchte, der hat ein Programm zum Musikerzeugen fürs iPad und iPhone namens Orphion konzipiert. Das hatte er beim „Creative Monday“ vorgestellt und suchte ganz konkret jemanden, der ihm dafür eine App entwickelt. Wir haben das auf der mehrwertzone relativ stark gepostet und auch die Zentrifuge hat sich sehr bemüht.</p>
<p><strong>Das ist ja oft heikel für viele Kreative und Künstler … aber: Welche Verknüpfung besteht zwischen ihrem Beruf und ihrem Privatleben? Haben sie ihr Hobby zum Beruf gemacht?</strong></p>
<p>Ich versuche schon die Dinge zu machen die mir Spaß machen und die mich interessieren. Ich finde, wenn man in dem Bereich arbeitet, gehört eine Grundleidenschaft dazu, sonst kann man keine guten Ideen haben. Man muss immer 100 Prozent geben und man muss unglaublich kommunikativ sein. Ich mache das jetzt schon eine gute Weile, 15 Jahre, und ich merke trotzdem immer wieder, dass es zu Missverständnissen kommt, wenn man nicht so sauber kommuniziert.<br />
<strong><br />
Sie beschäftigen sich heute mit digitaler Kommunikation, kommen aber vom Theater: Ist die Theaterkunst nicht schon dem Tod geweiht?</strong></p>
<p>Nein, da habe ich überhaupt keine Sorge. Da sie jetzt schon über 2000 Jahre überlebt hat, ist sie ja älter als die katholische Kirche und überhaupt die älteste Institution, die man sich nur vorstellen kann.<br />
Und auch die Theaterwissenschaft hat sich erweitert, hin zu allen Formen von Performances. Der Betrachtungsgegenstand ist ja nicht wirklich das literarische Theater, einfach gespielt mit Schauspielern, die Figuren einnehmen, die sie dann präsentieren. Das ist eine mittlerweile weit entfernte Spielart.</p>
<p><strong>Würden sie behaupten, dass wir in unserem Alltag auch Rollen spielen?</strong></p>
<p>Ja. Dozenten zum Beispiel. Die ziehen sich ein Sakko an, das sie sonst nie tragen würden, aber nur weil sie vor Studenten stehen. Mit anderen Worten, sie kostümieren sich, weil sie sich präsentieren und repräsentieren; das ist eine Art Liveauftritt. Sie reagieren ganz spontan und lebhaft auf das, was zurückkommt und das ist ein Theatererlebnis. Das heißt, es gibt einen Akteur und Zuschauer. Der Akteur reagiert auf die Zuschauer, die wiederum darauf reagieren, was er macht, das ist ein ständiges Wechselspiel.</p>
<p><strong>Dann ist das ganze Leben ja Theater.</strong></p>
<p>Ja, das ist die Konsequenz daraus.</p>
<p><strong>Anmerkung: </strong>Dieses Interview entstand im Rahmen einer Kooperation   zwischen der Georg Simon Ohm Hochschule und der Zentrifuge im   Wintersemester 2011/12. Studenten des Fachs “Verbale Kommunikation”   portraitierten und interviewten Menschen, die bei diversen Creative   Mondays in der Zentrifuge als Presenter zu Gast waren. Dieses Projekt   wurde von Prof. Max Ackermann angeregt und begleitet, der damit dem   Creative Monday, der Zentrifuge und den mit ihr verbundenen Kreativen   ein Gesicht geben wollte. Wir danken Herrn Professor Ackermann und   seinen Studenten herzlich für die Unterstützung!</p>
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		<title>Fakultät Design bringt Zentrifuge auf Touren</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Mar 2012 13:34:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
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		<description><![CDATA[Kooperation der Ohm-Hochschule mit der Kreativplattform Zentrifuge Im Wintersemester 2011/12 haben knapp 40 Studierende der Fakultät Design an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg (www.ohm-hochschschule.de) ein junges Nürnberger Kulturprojekt unter die Lupe genommen &#8211; die Zentrifuge (www.zentrifuge-nuernberg.de). Diese 2008 gegründete Kunst- und Kreativplattform, die 2010 mit einem Nürnberg Stipendium ausgezeichnet worden ist, wurde von den Jungdesignerinnen und -designern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kooperation der Ohm-Hochschule mit der Kreativplattform Zentrifuge</strong></p>
<p>Im Wintersemester 2011/12 haben knapp 40 Studierende der Fakultät Design an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg (<a href="http://www.ohm-hochschschule.de/" target="_blank">www.ohm-hochschschule.de</a>) ein junges Nürnberger Kulturprojekt unter die Lupe genommen &#8211; die Zentrifuge (<a href="http://www.zentrifuge-nuernberg.de/" target="_blank">www.zentrifuge-nuernberg.de</a>).  Diese 2008 gegründete Kunst- und Kreativplattform, die 2010 mit einem  Nürnberg Stipendium ausgezeichnet worden ist, wurde von den  Jungdesignerinnen und -designern in allen Facetten untersucht. Ziel war  es, das Besondere dieser Initiative herauszuarbeiten und darzustellen.</p>
<p>Das Kooperationsprojekt zwischen Zentrifuge und Ohm entstand auf  Initiative von Prof. Max Ackermann, der an der Hochschule Verbale  Kommunikation lehrt. Prof. Ackermann beobachtet die Zentrifuge schon  länger und stellte fest, dass das von einem gemeinnützigen Verein  getragene Projekt in seiner Bedeutung und seinem Wert in Nürnberg und in  der Region noch viel zu wenig wahrgenommen und gewürdigt wird. Also  initiierte er ein Semesterprojekt und fand in seinem Kollegen Professor  Burkard Vetter (Fachbereich Entwurf) einen begeisterten Mitstreiter, der  mit seinen Studierenden eine Vielzahl von ebenso kreativen wie zur  Zentrifuge passenden Ideen entwickelt und ausgearbeitet hat. Seine  Entwurfsklasse steuerte mehrere durchkonzipierte Layouts, Broschüren und  Logos, viele aussagekräftige Fotos und sogar eine Guerilla-Kampagne  bei.</p>
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<div><span id="more-508"></span></div>
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		<title>Interview mit Gabriella Héjja, Leiterin der Galerie im Treppenhaus, Erlangen</title>
		<link>http://on-index.de/interview-mit-gabriella-hejja-leiterin-der-galerie-im-treppenhaus-erlangen/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 20:37:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrwertzone]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemarkt]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Interview von Franziska Doehla. Als Treppenhaus bezeichnet man laut Definition* einen Gebäudeteil oder den Raum in einem Gebäude, in dem sich eine Treppe befindet, die mehrere Geschosse vertikal miteinander verbindet. Eigentlich kein Ort, an dem man gerne verweilen möchte und doch steht gerade dieser Gebäudeteil im Mittelpunkt der Galerie im Treppenhaus. Leiterin der Galerie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Interview von Franziska Doehla.</em></p>
<p>Als Treppenhaus bezeichnet man laut Definition* einen Gebäudeteil oder den Raum in einem Gebäude, in dem sich eine Treppe befindet, die mehrere Geschosse vertikal miteinander verbindet.</p>
<p>Eigentlich kein Ort, an dem man gerne verweilen möchte und doch steht gerade dieser Gebäudeteil im Mittelpunkt der Galerie im Treppenhaus. Leiterin der Galerie mit Schwerpunkt Fotografie, ist <a href="http://kulturhallenuernberg.ning.com/profile/GabriellaHejja?xg_source=profiles_memberList" target="_blank"><strong>Gabriella Héjja</strong></a> – Fotografin, Künstlerin, Kreative.</p>
<p><span id="more-504"></span></p>
<p>FD: Ich habe im Vorfeld viel über Ihren Werdegang gelesen, aber ich denke, bevor ich hier alles wiedergebe, ist es für den Leser  interessanter von Ihnen zu hören, wie genau Sie zur Fotografie gekommen sind.</p>
<p>GH: Ich bin in Ungarn geboren und  habe dort viele Jahre als Model gearbeitet. Durch das Arbeiten vor der Kamera fing ich an, mich mehr und mehr für Fotografie zu interessieren, bis ich schließlich selbst damit angefangen habe. Seit acht Jahren lebe ich in Deutschland und bin seit fünf Jahren in dieser Galerie tätig.</p>
<p>FD: Welche Schwerpunkte behandeln Sie in Ihrer Fotografie?</p>
<p>GH: Angefangen habe ich mit Stillleben und experimentellen Arbeiten &#8211; allerdings beschäftige ich mich mittlerweile auch mit der Portraitfotografie. In der Galerie haben wir uns zum Ziel gesetzt, den ganzen Facettenreichtum der Fotografie zu zeigen und uns nicht nur auf bestimmte Bereiche zu konzentrieren.</p>
<p>FD: Ihre Galerie befindet sich, wie der Name es auch schon vermuten lässt, in einem Treppenhaus. Wie kam es zu dieser Idee einen solchen Ort als Galerie zu nutzen?</p>
<p>GH: Die Galerie wurde in Zusammenarbeit mit Professor Erzigkeit**, der leider 2010 gestorben ist, vor fünf Jahren gegründet. Er hatte diese Räumlichkeiten entdeckt und erkannte sofort das Potenzial dieses Gebäudes.</p>
<p>FD: Hatten Sie bei den Vorbereitungen und bei der Entstehung der Galerie viele Unterstützer?</p>
<p>GH: Wir wurden von zahlreichen Personen &#8211; auch Privatpersonen &#8211; und Vereinen unterstützt. In der Ausstellung zum fünfjährigen Jubiläum, welche vom 24. November bis 22. Dezember 2011 stattfand, habe ich Förderer, Unterstützer, Künstler und Politiker im Vorfeld portraitiert um zu verdeutlichen, wie viele Menschen die Galerie in den letzten Jahren begleitet haben.</p>
<p>FD: Auf einem der Portraits konnte ich Michael Schels von der Zentrifuge Nürnberg erkennen. In welcher Verbindung stehen Sie mit der Zentrifuge?</p>
<p>GH: Michael Schels habe ich kurz nach der Eröffnung der Galerie kennengelernt. Ich denke, das war zwischen 2006 und 2007. Seither haben wir mehrere Projekte gemeinsam realisiert. 2009 zum Beispiel organisierten wir zusammen eine Fotoausstellung hier in der Galerie.</p>
<p>FD: Auf einer Veranstaltung des Creative Monday haben Sie vor einiger Zeit einen Vortrag gehalten. Um welche Inhalte ging es?</p>
<p>GH: 2009 haben wir den Fotowettbewerb &#8220;Fotoszene Metropolregion&#8221; ins Leben gerufen. Beim Creative Monday habe ich dieses Projekt vorgestellt, um weitere Interessenten anzusprechen und es haben sich anschließend auch anwesende Fotografen für die Ausschreibung beworben.</p>
<p>FD: Wer sind denn die Initiatoren dieses Wettbewerbs?</p>
<p>GH: Initiatoren waren Professor Erzigkeit und ich in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Photographie, kurz DGPh und das Forum Kultur der europäischen Metropolregion Nürnberg. Ein Mitglied der Jury ist übrigens Michael Schels. Dieser Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt. Der nächste  wieder 2013!</p>
<p>FD: Wie verfahren Sie mit den eingereichten Bewerbungen?</p>
<p>GH: Bei der letzten Ausschreibung 2010, die zu dem Thema &#8220;Städtebau und Urbaner Raum&#8221; stattfand, haben sich ca. 40-50 Fotografen beworben. In der Jury wurden anschließend Arbeiten ausgewählt und diese in einer Ausstellung präsentiert. Zusätzlich bekommen 2012 fünf der Wettbewerber, welche durch ihre Arbeiten besonders aufgefallen sind, die Möglichkeit ein breiteres Spektrum ihrer Arbeiten hier in der Galerie zu präsentieren.</p>
<p>FD: Was sind Ihre zukünftigen Pläne, Ihre Vorstellungen im Bezug auf die Galerie?</p>
<p>GH: Weiter machen. (lacht)</p>
<p>FD: Im Vorfeld habe ich gelesen, dass Sie gerne die Zusammenarbeit mit ausländischen Künstlern intensivieren wollen. Läuft dieses Projekt bereits?</p>
<p>GH: Ich habe bereits Kontakt mit ungarischen Fotografen und Fotovereinen. Eine Ausschreibung im Ausland wird aber oft durch organisatorische Probleme erschwert. Aber künftig möchten wir gerne noch mehr ausländische Künstler hier vorstellen.<br />
Um die deutsch-ungarische Zusammenarbeit zu intensivieren, habe ich zudem zum ersten Mal für 2012 eine Sommerakademie für deutsche Fotografen in Ungarn organisiert. Ungarische Fotografen werden vor Ort als Dozenten in verschiedenen Bereichen der Fotografie fungieren.<br />
Wer gerne mehr darüber erfahren möchte, kann weitere Informationen auf der Webseite <a href="http://www.galerie-treppenhaus.de">www.galerie-treppenhaus.de</a> finden.</p>
<p>* Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Treppenhaus" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Treppenhaus</a><br />
** Professor Erzigkeit, ehemaliger Leiter des Bereichs Klinische Psychologie des Uniklinikums Erlangen.</p>
<p><strong>Anmerkung: </strong>Dieses Interview entstand im Rahmen einer Kooperation   zwischen der Georg Simon Ohm Hochschule und der Zentrifuge im   Wintersemester 2011/12. Studenten des Fachs “Verbale Kommunikation”   portraitierten und interviewten Menschen, die bei diversen Creative   Mondays in der Zentrifuge als Presenter zu Gast waren. Dieses Projekt   wurde von Prof. Max Ackermann angeregt und begleitet, der damit dem   Creative Monday, der Zentrifuge und den mit ihr verbundenen Kreativen   ein Gesicht geben wollte. Wir danken Herrn Professor Ackermann und   seinen Studenten herzlich für die Unterstützung!</p>
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		<title>FabLab: High-Tech Bastelwerkstatt Auf AEG</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 22:13:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit dem FabLab Nürnberg eröffnet die erste Jedermann‐High‐Tech‐Bastelwerkstatt in der Metropolregion Das Nürnberger FabLab ist das neueste von deutschlandweit acht Einrichtungen dieser Art, die sich selbst als High‐Tech‐Bastelwerkstätten für die breite Öffentlichkeit sehen. Sonst teils unerschwingliche Herstellungsverfahren wie 3D‐Drucker oder CNC‐Fräsen können hier für den Privatgebrauch verwendet werden. Neben hochtechnischen Maschinen wie dem 3D‐Drucker stehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit dem FabLab Nürnberg eröffnet die erste Jedermann‐High‐Tech‐Bastelwerkstatt in der Metropolregion </strong></p>
<p>Das <a href="http://www.fablab-nuernberg.de" target="_blank">Nürnberger FabLab</a> ist das neueste von deutschlandweit acht Einrichtungen dieser Art, die sich selbst als High‐Tech‐Bastelwerkstätten für die breite Öffentlichkeit sehen. Sonst teils unerschwingliche Herstellungsverfahren wie 3D‐Drucker oder CNC‐Fräsen können hier für den Privatgebrauch verwendet werden. Neben hochtechnischen Maschinen wie dem 3D‐Drucker stehen mit der T‐Shirt‐Druckmaschine auch Geräte bereit, mit denen sich ganz alltägliche Dinge herstellen lassen.</p>
<p><span id="more-501"></span>Momentan befindet sich das FabLab Nürnberg noch in einer sogenannten Betaphase, in der es zwar bereits für Besucher geöffnet hat, aber noch nicht alle geplanten Geräte vorhanden sind. Zur aktuellen Ausstattung gehören der eingangs erwähnte 3D‐Drucker und die T‐Shirt‐Druck‐Maschine, ein Plotter, ein Lasercutter, ein DIN A0 Farbdrucker und verschiedenste Elektronikbausteine wie z.B. Arduinos (Mikrocontroller). Es wird aber unter anderem noch erweitert werden um eine Präzisionsfräse und computergesteuerte Stickmaschinen.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="flashvars" value="offsite=true&amp;lang=de-de&amp;page_show_url=%2Fphotos%2Fevosoft%2Fshow%2Fwith%2F6909933077%2F&amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fevosoft%2Fwith%2F6909933077%2F&amp;user_id=69978686@N04&amp;jump_to=6909933077" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=109615" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="300" src="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=109615" allowfullscreen="true" flashvars="offsite=true&amp;lang=de-de&amp;page_show_url=%2Fphotos%2Fevosoft%2Fshow%2Fwith%2F6909933077%2F&amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fevosoft%2Fwith%2F6909933077%2F&amp;user_id=69978686@N04&amp;jump_to=6909933077"></embed></object></p>
<p>Interessierte sind jeden Samstag von 14 bis 20 Uhr im Rahmen des Open Labs eingeladen, sich ein Bild vom Angebot zu machen oder eigene Ideen zu verwirklichen. Ein Mitgliedsbeitrag ist nicht zu entrichten, es müssen nur die anfallenden Materialkosten übernommen oder das Material selbst mitgebracht werden. Interessant ist das FabLab für unterschiedlichste Zielgruppen, wie z.B. Heimwerker, Bastler, Modellbauer, Technikverliebte und Künstler.</p>
<p>Zusätzlich möchte das FabLab aber auch Schüler spielerisch an moderne Technologien heranführen. Dazu werden verschiedene Workshops angeboten, die entweder in den Räumen „auf AEG“ stattfinden oder als mobiles FabLab an den jeweiligen Schulen. Getragen werden die Tätigkeiten des FabLabs Nürnberg von einem Verein und einer großen Unterstützergemeinschaft aus der Metropolregion. Zu den Unterstützern zählt unter anderem Coworking Nürnberg, das das FabLab nutzen konnte, bevor es die eigenen Räume bezog.</p>
<p>Als erster Partner aus der Industrie konnte die Firma evosoft GmbH mit Stammsitz in Nürnberg gewonnen werden. „Wir freuen uns, die Idee dieser Einrichtung zu begleiten. Zu unserem Arbeitsalltag gehören Software‐Lösungen, bei denen oftmals auch um die Ecke gedacht werden muss. Diese Fähigkeit möchten wir mit der Beteiligung am FabLab fördern. Neben den regulären Öffnungszeiten bieten wir deshalb unseren Mitarbeitern die exklusive Nutzung des FabLabs als Mehrwert und Ausgleich an“, so Dr. Rainer Besold, Mitglied der Geschäftsführung.</p>
<p>Das erste FabLab (kurz für Fabrication Laboratory) wurde im Jahre 2002 am Massachusetts Institute of Technology (MIT) ins Leben gerufen und die Idee hat sich seitdem zu einer internationalen Bewegung entwickelt. In Deutschland entstand 2009 an der Rheinisch‐Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH Aachen) das erste deutsche FabLab. Inzwischen gibt es deutschlandweit acht FabLabs.</p>
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		<title>Portrait Michael Ammann</title>
		<link>http://on-index.de/portrait-michael-ammann/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 16:32:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrwertzone]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Michael Amman &#8211; Sounddesign oder „Pffffffffft“ Ein Interview von Nadine Zwingel Wenn man in Michael Ammans Tonstudio kommt, betritt man auch gleichzeitig seine Wohnung. Der freischaffende Künstler, Komponist, Musiker, aber vor allem „Improvisator“ lebt für das, was er praktiziert &#8211; Klangforschung. Dabei scheint er sich in seiner eigenen Welt eingerichtet zu haben. Im Gespräch gewährte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small;"><strong>Michael Amman &#8211; Sounddesign oder „Pffffffffft“</strong></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ein Interview von Nadine Zwingel </span></p>
<p><span style="font-size: small;">Wenn man in <a href="http://www.m-ammann.de/" target="_blank">Michael Ammans</a> Tonstudio kommt, betritt man auch gleichzeitig seine Wohnung. Der freischaffende Künstler, Komponist, Musiker, aber vor allem „Improvisator“ lebt für das, was er praktiziert &#8211; Klangforschung. Dabei scheint er sich in seiner eigenen Welt eingerichtet zu haben. Im Gespräch gewährte er mir auf eine ebenso eigensinnige wie sympathische Weise einen ersten Einblick in diese „Michaelwelt“. Nicht nur, dass wir gemeinsam Tee tranken und uns unterhielten, ich durfte ihm auch bei seiner Gymnastik zusehen und ein Telefonat mit seiner Mutti belauschen. </span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span id="more-491"></span><strong>Michael, wie bist du zur Klangforschung gekommen? Hat dich jemand beeinflusst? </strong></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Also, mein Vater hatte damals ein Tonbandgerät und einige Musikaufnahmen, die ich mir stundenlang anhörte. Mit vierzehn begeisterten mich außerdem einige experimentelle Bandprojekte. Allerdings bin ich kein Freund von Reproduktion, was mittlerweile zur Folge hat, dass ich nur noch improvisiere und auch immer auf der Suche nach Leuten bin, die mitmachen.</span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Von dir als Sounddesigner habe ich zuerst über die Zentrifuge erfahren. Welches Verhältnis hast du zu ihr? </strong></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Den Koordinator dort, Michael Schels, kenne ich schon sehr lange. Die Plattform, die er und seine Kollegen bieten, finde ich super, denn sie bewerten einen nicht. Ich fühle mich in der Zentrifuge aufgehoben. Gelegentlich habe ich dort eine Aufführung und kann dabei viel experimentieren. Es werden mir keine Grenzen gesetzt.</span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Was ist dein aktuellstes Projekt?</strong></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ach, da hab ich laufend verschiedene! Zum Beispiel arbeite ich seit eineinhalb Jahren auch tonal mit Musikern zusammen oder mit Literaten. Wobei hier wieder die Problematik entsteht, dass ich weniger improvisieren kann. Dann arbeite ich interdisziplinär mit einer Tänzerin oder habe Projekte mit Blinden. Zusätzlich bin ich regelmäßig beim Improformat „iiBOX Reaktor Radio“ im sogenannten Coworking Space in Nürnberg am Start.</span><span style="font-family: Times-Roman,serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Und welches Projekt würde dich besonders reizen?</strong></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ein Projekt mit Taubstummen! Die nehmen Töne physisch wahr. Die arbeiten nicht nach „Belcanto“, also nach schönen Klängen, sondern nach Lauten! </span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Muss man Sound denn spüren? Wie stehst du zu Lautstärke? </strong></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ich stehe auf physischen Klang. Mit Lautstärke setze ich mich nicht wirklich auseinander, sie passiert einfach. Oft sagen die Zuhörer zwar, ich sei zu laut, aber der Klang soll ja spürbar werden! Ich arbeite mit Dynamik und in meinen Improvisationen bieten sich Kontrastfälle von „sehr leise“ zu „sehr laut“, aber eben auch zwischen „schnell &#8211; langsam“ oder „hoch &#8211; tief“ an.</span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Und was für eine Rolle spielt der Raum während deiner Improvisation?</strong></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Raum ist eminent wichtig! Denn einerseits kann ich mich im Klangraum bewegen, andererseits bin ich im Zentrum. Die Hörer positionieren sich um mich herum. Dichte ist ein Stilmittel mit dem ich arbeite. Ich fülle sozusagen den Ort mit Klang und bestimme die akustische Bewegung und technisch auch den Ort der Quelle. Hierfür improvisiere ich gern mit vier Subwoofern. „Basswürste“ schieben sich durch den Raum und reflektieren. Sie sind nie exakt zu verorten. Man nennt das auch „Quadrosetting“. </span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Wie lange dauern die Stücke? Ist das spontan?</strong></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Jein! Einen gewissen Duktus von ca. drei bis sechs Minuten habe ich schon. Aber eigentlich spielt es keine Rolle, es entsteht aus der Situation heraus. Meine phonetischen Sounds sind Skizzen, und Skizzen haben keinen Rahmen.</span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Phonetisch heißt „die Stimme zu benutzen“?</strong></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ja, aber es gibt verschiedene Herangehensweisen. An meinen Kompositionstagen zum Beispiel sitze ich im Bett &#8211; hauptsächlich, weil es dort am angenehmsten ist &#8211; und mache „Pffffffffffffffft“-Verläufe mit dem Mikrofon. Schnell, langsam, laut, leise. Dann wird schematisch geschnitten und überarbeitet. Meist setze ich auch Filter ein. Bei Improvisationen aber mache ich all das gleichzeitig und live.</span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Was ist dir wichtig bei einer Performance? Wie kann ich mich als Zuhörer am besten darauf einlassen?</strong></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Die Augen zu machen! Meistens verteile ich Schlafbrillen, so dass keine optischen Einflüsse stören. Zuschauen lenkt nämlich zu 70% vom Klang ab! Außerdem sollen die Leute es bequem haben und der Raum muss warm sein! Meine Mutter hat mal gesagt, ich habe mich nur ein bisschen bei der Improvisation bewegt, und sofort wurde der Klang illustrativ zu dem, wie ich mich bewege. Aber ich dachte immer, das ich mich bewege, um mich für den Klang zu öffnen. Die Zuhörer sollen sich ebenfalls darauf einlassen können.</span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Michael, möchtest du noch etwas sagen, was nicht unerwähnt bleiben soll?</strong></span></p>
<p><span style="font-size: small;">(Überlegt) Ich würde mir in Nürnberg eine größere Improvisationsszene wünschen, in allen Bereichen! Es herrscht hohes Sicherheitsbedürfnis! Man traut sich nicht, sich ins Abstrakte zu begeben, und man will unbedingt verstanden werden. Ich aber nicht! Wenn ich mich vom „verstanden werden“ löse, dann bin ich eine reflektierende Fläche zu dem, was ich mache, und dann wird es interessant für mich.</span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Meinst du Selbstreflektion?</strong></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Eigentlich nein. Ich bin gar nicht so sehr auf der Suche nach mir selbst. Ich sitze hier, betrachte mich und es passt! Jahrelanges, leidenschaftliches „Tun“ ist meine treibende Kraft. Die Normalität empfinde ich als eher langweilig, daher schaffe ich eine andere Welt. Fantasie ist entscheidend, denn gegen Normalität und deren Umgebung hat man keine Chance.</span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Vielen Dank für das Interview!</strong></span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Vorbemerkung:</strong> Dieses Interview entstand im Rahmen einer   Kooperation zwischen der Georg Simon Ohm Hochschule und der Zentrifuge   im Wintersemester 2011/12. Studenten des Fachs &#8220;Verbale Kommunikation&#8221;   portraitierten und interviewten Menschen, die bei diversen Creative   Mondays in der Zentrifuge als Presenter zu Gast waren. Dieses Projekt   wurde von <a href="http://www.xing.com/profile/Max_Ackermann2" target="_blank">Prof. Max Ackermann</a> angeregt und begleitet, der damit dem <a href="https://www.facebook.com/CreativeMondayNuernberg" target="_blank">Creative Monday</a>, der <a href="http://kulturhallenuernberg.ning.com/" target="_blank">Zentrifuge</a> und den mit ihr verbundenen Kreativen ein Gesicht geben wollte. Wir   danken Herrn Professor Ackermann und seinen Studenten herzlich für die   Unterstützung!</p>
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