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Mai 2017 31

Autor: Moritz Ortegel

Dieser Text basiert auf einer Promotionsarbeit, die unter dem Titel „„Heimat für Kreative!“: Übersetzungen der „Kreativitätsskripte“ in den lokal-spezifischen Kontext der Europäischen Metropolregion Nürnberg“ am Institut für Geographie der FAU Erlangen-Nürnberg geschrieben wird. Der Autor Moritz Ortegel hat für das Magazin PILOT und für On-Index folgende Essenz daraus erstellt:

‚Kreativität‘ zu fördern gehört heute zum Standardrepertoire der Stadt- und Regionalentwicklung. Insofern überrascht es wenig, dass auch die Europäische Metropolregion Nürnberg „Heimat für Kreative“ werden und die sog. Kultur- und Kreativwirtschaft fördern will. Offenheit, Diversität und Toleranz gelten in der wissenschaftlichen Debatte als wichtige Elemente, die eine Stadt und Region attraktiv für ‚Kreative‘ machen und ein Umfeld schaffen, in dem Kreativität zu einer positiven Entwicklung beiträgt. Wie aber soll dieses Umfeld gefördert werden?

Ein zentraler Baustein, der von allen – egal, ob Kreativszene Auf AEG und in Nürnberg, Wirtschaft oder Politik und Verwaltung der Metropolregion – ins Spiel gebracht wird, ist das ‚Netzwerken‘. Wenn man aber genauer hinsieht, stellt sich die Frage, wer hier eigentlich mit wem wie vernetzt werden soll. Hierzu gibt es sehr unterschiedliche Vorstellungen und Umsetzungen, die im folgenden näher betrachtet werden sollen:

Es existieren mindestens drei Vorstellungen von Kreativität parallel in der Metropolregion, die auf unterschiedliche Akteure und Öffentlichkeiten zielen und unterschiedliche Formen des Netzwerkens nahe legen. Die oft spontanen und netzwerkaffinen freien und subkulturellen Szenen schaffen sich entsprechende Orte und Situationen, sei es Auf AEG, in der Quelle, bei Ausstellungseröffnungen, in Szenekneipen, in offenen Werkstätten oder bei Netzwerkevents wie dem Creative Monday. Netzwerken gilt als zentrale Ressource, die Experimentierräume öffnet und die projektbasierte Arbeitsweise der Kultur- und Kreativwirtschaftsszenen auszeichnet. Kreativität ist dieser Vorstellung nach ein Effekt der freien und subkulturellen Szenen und Netzwerken läuft eher kleinteilig auf Ebene von Nachbarschaften und an szenespezifischen Orten im informellen Umfeld ab. Parallel dazu existieren Vorstellungen von Kreativität im Sinne technologischer Innovation und als Teil soziokultureller Aktivitäten. Die drei Vorstellungen überlappen sich teils und/oder widersprechen sich. Ich möchte diese parallel existierenden Varianten, aber auch Hindernisse für ihr Gelingen am Beispiel metropolitaner Politik und alltäglicher Prozesse Auf AEG beleuchten, um diese zu verstehen und so Grundlagen für neue und offene Verbindungen herzustellen.

Netzwerkveranstaltung im Alten Rathaus Nürnberg (c) Foto: M. Ortegel

Netzwerkveranstaltung im Alten Rathaus Nürnberg (c) Foto: M. Ortegel

Werfen wir zunächst einen Blick auf die politische Ebene der Metropolregion. Dies ist interessant, weil ‚Selbstverständlichkeiten‘ der metropolitanen ‚Netzwerkpolitik‘ Einfluss auf die Entwicklungsmöglichkeiten Auf AEG haben. Netzwerken gilt den politischen Akteuren der Metropolregion als zentrale Strategie, um eine positive Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft und damit der Region anzuschieben. Entsprechend heißt es, dass bestimmte als innovativ bewertete Aktivitäten und Orte, wie der von der Zentrifuge initiierte Creative Monday oder das Kulturzentrum Z-Bau oder neue, netzwerkorientierte Arbeitsformen in Coworking Spaces, gefördert werden sollen. Hinzu kommen Messen, Festivals, Kreativzentren und Symposien mit runden Tischen, die die materiellen und symbolischen Ressourcen bereitstellen sollen, um das Bewusstsein und die Sichtbarkeit zu verbessern sowie Kommunikation und Netzwerken zu fördern. Die offiziellen Dokumente und För-derinstrumente wie Symposien zeigen, dass die von den politischen Akteuren der Metropolregion bevorzugten Formen des Netzwerkens stärker institutionalisiert, formeller und großformatiger angelegt und informelle und kleinteilige Netzwerkaktivitäten nahezu unsichtbar sind.

Warum sind diese Formen des Netzwerkens im Kontext der Metropolregion eigentlich so überzeugend? Wenn wir uns Vorgängerpolitiken der Stadt- und Regionalentwicklung in der Region Nürnberg ansehen, fallen einige Ähnlichkeiten mit der aktuellen Vision „Heimat für Kreative“ auf. Das Netzwerken zwischen Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen galt schon lange vor der Ausrichtung auf Kreativität als wichtige Strategie regionaler Politiken. Wenn wir uns die sog. wissensintensiven und innovativen Dienstleister ansehen, die eine wichtige Rolle in den etablierten High-Tech-Clusterpolitiken einnehmen, wird klar, dass sich diese als ‚Vorgänger‘ der Kultur- und Kreativwirtschaft verstehen lassen. Die Logik zielt auf die Vernetzung ‚traditioneller‘ und ‚neuer und innovativer‘ Firmen mit technologieorientierten Forschungs- und Bildungseinrichtungen entlang etablierter Wertschöpfungsketten der ‚High-Tech-Region Nürnberg‘. In der Summe sind die politischen Maßnahmen eher auf ganze Kreativindustrien und das Netzwerken zwischen Firmen und Institutionen ausgerichtet als auf kreative Individuen. Vor diesem Hintergrund erscheinen die damals entwickelten eher institutionalisierten, formellen und großformatigen Formen des Netzwerkens heute ebenso für die Kultur- und Kreativwirtschaft als vielversprechend. Es ist organisatorisch, finanziell und ideell weniger aufwändig auf etablierten, ‚erfolgreichen‘ Strukturen und Denkweisen aufzubauen, die Kreativität eher als technologische Innovation verstehen.

Der Slogan "Creating Communities" Auf AEG, hier mit einem Fragezeichen versehen. (c) Foto und Bildbearbeitung: M. Ortegel

Der Slogan "Creating Communities" Auf AEG, hier mit einem Fragezeichen versehen. (c) Foto und Bildbearbeitung: M. Ortegel

Um der Vielfalt des Netzwerkens und der politischen Instrumente auf die Spur zu kommen, ist ein Blick jenseits der politischen Ebene Auf AEG hilfreich. Meine Interviewpartner*innen beschreiben Auf AEG als Ort mit einer guten Mischung aus Netzwerken, Kollaboration und Inspiration, aber auch Rückzugsmöglichkeiten. Netzwerken läuft meist projektbasiert wie die Planung und Durchführung des überregionalen Events „Offen Auf AEG“. Neben auf Netzwerken spezialisierten Institutionen, wie bis 2014 der Zentrifuge, sind auch das Kultur- und Freizeitamt der Stadt Nürnberg (KUF) und der einflussreiche Investor MIB in Netzwerkaktivitäten “verstrickt”. Die Vernetzung der unterschiedlichsten Bereiche gilt als zentrale Aufgabe, um die Potenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft zu heben. Nichtsdestotrotz bleibt es umstritten, ob die Ansage „creating communities“ von MIB zutrifft oder nicht.

Auf dem Gelände gibt es viele neue Orte und Veranstaltungen, die spontanes, informelles und kleinteiliges Netzwerken ermöglichen und Auf AEG lebendiger und einladender machen, wie das Café Pforte, die Rösterei, neue, dynamische Ateliers und Ausstellungen. Gerade die ehemalige Barriere der Werkspforte wurde als Café zu einem Treffpunkt aller Gruppen auf dem Gelände. Insgesamt kommt in den Interviews von allen Seiten viel Lob für Auf AEG, die kooperativen Arbeitsbedingungen, ein „Wir-Gefühl“ und die spannenden Möglichkeiten Freiräume zu erobern und zu bespielen.

Gang im Künstlerbau Auf AEG. Auch (und gerade?) bei den Kreativen dürfen Verbotsschilder nicht fehlen. (c) Foto und Bildcollage: M. Ortegelnicht fehlen

Gang im Künstlerbau Auf AEG. Auch (und gerade?) bei Kreativen dürfen Verbotsschilder nicht fehlen. (c) Foto und Bildcollage: M. Ortegel

Nichtsdestotrotz sind der Pioniergeist und die Aufbruchsstimmung verflogen, nachdem wegen der erfolgten Sanierungen zunehmend weniger Räume zur freien Gestaltung und Aneignung übrig sind. Der Mangel an Freiräumen gilt als generelles Problem in Nürnberg. Hinzu kommt, dass sich die umtriebige Netzwerkplattform Zentrifuge wegen mangelnder Unterstützung und Lärmschutzstreitigkeiten ideell und ökonomisch gezwungen sah das Gelände zu verlassen. Hinzu kommen weitere ideelle, materielle und atmosphärische Hindernisse für Netzwerken Auf AEG, z.B. in den „Künstlerhäusern“ 74 und 75. Wenn aus familiären oder beruflichen Gründen häufig nur wenige Leute gleichzeitig vor Ort sind, lässt es sich schwer netzwerken. Zudem ist Interaktion hier stark an persönliche Freundeskreise und weniger an professionelle Netzwerke geknüpft. Außerdem schaffen bauliche Strukturen und Verhaltensweisen Netzwerkbarrieren. Auf den Gängen zu den Ateliers gibt es keine Fenster oder sonstige kommunikative Elemente. Zudem halten die meisten Künstler*innen ihre Türen geschlossen. So entsteht ein Gefühl der Abgeschlossenheit. Gerade die engen Gänge zu den Ateliers wurden in den Interviews als „unkommunikativ“ beschrieben. Der dunkle Teppich und die Sterilität der ehemaligen AEG-Büros sorgen für eine „deprimierende“ Atmosphäre, die keine Kommunikation, Freundlichkeit oder gute Gefühle hervorbringt. Entsprechend verschwinden viele schnell in ihren Ateliers. Treffpunkte wie regelmäßige, gemeinsame Mittagessen oder ähnliches bleiben mangels Zeit meist temporäre Erscheinungen. Gleichzeitig lässt sich die materielle Situation wegen Vorschriften zum Brandschutz und zu Fluchtwegen kaum verbessern. Echte Treffpunkte, außer den Vorräumen des Treppenhauses, gibt es im Gebäude nicht.

Eine weitere Dimension, die wir nicht unterschätzen sollten, wenn es um die Frage des Netzwerkens geht, ist jene des Selbstverständnisses bzw. der Identität der beteiligten Akteure. Viele Firmen und Institutionen Auf AEG sind zurückhaltend, was das Netzwerken betrifft, da sie auf ihre bspw. wissenschaftlich-technologische Arbeit fokussiert sind und sich keine Überlappungen mit Kreativen und Künstler*innen vorstellen können. Die Künstler*innen werden in den Interviews als „autonom denkende und handelnde Wesen“, die „anders ticken“ beschrieben. Sie selbst identifizieren sich als „Außenseiter“, welche die meiste Zeit ganz „alleine“ konzentriert an ihrem Werk arbeiten und ebenfalls keine Phantasie zur Zusammenarbeit entwickeln. In der Konsequenz werden die „Künstlerhäuser“ zu „unseren“ und die auf der anderen Seite teils sogar zu „fremden“ Gebäuden. Um die die ‚verschiedenen Welten‘ ins Gespräch zu bringen, bräuchte es eine Art Übersetzungsstelle.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich eine räumlich begründete, geradezu identitätsstiftende Trennung in ein Nord- und ein Südgelände etabliert hat. Diese basiert u.a. auf der baulichen Trennung durch die Muggenhofer Straße. Die Trennung verstärkt sich durch die Struktur der beiden Areale. Die Interviewpartner*innen beschreiben das Südgelände als lebendiger, da es mehr Innenhöfe, Mieter, Läden, Restaurants und Cafés gibt. Inzwischen ist die Galerie 76 mit einem Café allerdings zum Treffpunkt auf dem Nordareal geworden. Im Norden gab es lange Zeit aber vor allem Parkplätze, wenig Treffpunkte und folglich wenig Laufkundschaft. Gerade die Ateliers sind größtenteils auf dem Nordgelände und einige Künstler*innen sprechen von Südareal als „großem Bruder“ und beschreiben die eigene Situation als Isolation “vom ganzen Spaß” auf der anderen Seite. Andere kommentieren die Situation ähnlich: „Des Nordareal is gefühlt sowieso auch wirklich ´n paar Kilometer weg“. Dies zeigt sich auch im geringen Austausch mit dem KUF, das noch keine Veranstaltungen auf dem Nordareal durchgeführt hat. Die geringe Interaktion verweist auf das Verständnis des KUF von Kreativität als Teil soziokultureller Aktivitäten, die mit ihren Veranstaltungen stärker auf den Austausch mit Bürger*innen als mit Kreativen ausgerichtet sind.

Der Blick aus der soziokulturellen Perspektive verdeutlicht weitere sozio-materielle Hindernisse für den Austausch. Zu Beginn der Revitalisierung Auf AEG war die Pforte eine hohe Hürde mit Pförtner, Schlagbaum und Passierschein. Eine „bizarre“ und „groteske“ Situation für niederschwellige, soziokulturelle Arbeit. Besucher*innen haben wegen der Unübersichtlichkeit sowie der unzu-reichenden Beleuchtung und Beschilderung des Geländes häufig Probleme Veranstaltungen zu finden. Die Künstler*innen verschlossen nach Einbrüchen zudem ihre Türen. Besucher*innen scheinen gerade das wenig einladende und „hässliche“ Nordgelände ungern zu betreten. Die von AEG geerbte, industrielle Büroarchitektur war einfach nicht repräsentativ und einladend geplant.

HighTech Auf AEG verlangt hohe Sicherheitsstandards (c) Foto: M. Ortegel

HighTech Auf AEG verlangt hohe Sicherheitsstandards (c) Foto: M. Ortegel

Hinzu kommen Vorstellungen über das Gelände, die Auf AEG und die Bürger*innen ebenfalls eher voneinander trennen. Zum einen ist die materielle und symbolische Wahrung von Betriebsgeheimnissen zu nennen. Gebäude der Tech-Fak und Industrie-Unternehmen, die für Kreativität als technologische Innovation stehen, sind mit Kameras und abweisenden Schildern bestückt. Die Erinnerung an das private AEG-Firmengelände verstärkt das Gefühl, hier nichts zu suchen zu haben. Ergänzt wird dieses Bild heute durch die Wahrnehmung des Geländes als Ort der Künstler. In der Summe scheinen viele Bürger*innen noch nicht verinnerlicht zu haben, dass Auf AEG auch für sie ein Teil des Stadtteils sein könnte. Abseits von Veranstaltungen bleibt die Laufkundschaft für kulturelle und kreative Angebote aus, da das Gelände als eher abgeschlossen gilt. Eine der wichtigen Ausnahmen, die diese Muster aufbricht, ist alljährlich Offen Auf AEG. Die Veranstaltung lockt viele ehemalige AEGler und neue Besuchergruppen auf das Gelände, die sich ansonsten nur bedingt willkommen fühlen.

Es gibt Möglichkeiten sich in entspannter Atmosphäre die Entwicklungen des Geländes anzuschauen und mit den Kreativen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Abseits dieser Events überwiegt jedoch das Image eines ‚geheimnisvollen und abgeschlossenen Ortes‘, der mit der Muggenhofer Nachbarschaft wenig zu tun hat. Alles in allem existieren sehr unterschiedliche Vorstellungen, Umsetzungen, Zielgruppen und Instrumente zum Thema Netzwerken parallel: spontanes, informelles und kleinteiliges Netzwerken z.B. Auf AEG, Netzwerken im Sinne lang eingespielter formeller und großformatiger Arrangements von Seiten der Metropolregion, aber auch einige Hindernisse für das Netzwerken, wie architektonische Aspekte, fehlende Netzwerk-Orte und teils separierende Identitäten. „Creating communities“ ist daher eher als Prozess mit Hindernissen zu begreifen.

Trotz der genannten Probleme haben sich einige informellere und inzwischen geschätzte Netzwerkpraktiken und -orte in der Metropolregion und Auf AEG etabliert wie Coworking Spaces oder die Veranstaltungen Offen Auf AEG und Creative Monday. Auf AEG gilt als wichtiger Nukleus in diesem Zusammenhang. Orte dieser Qualität gilt es grundsätzlich zu erhalten und weitere zu öffnen. Sollen aber die unterschiedlichen Perspektiven auf ‚Netzwerken‘ und ‚Kreativität‘, vor allem die Dominanz der Lesart als technologische Innovation, das Netzwerken nicht erschweren, brauchen wir mehr intellektuelle und praktische Offenheit und Beweglichkeit: Wir müssen die ‚Anderen‘ verstehen wollen! Dafür braucht es vor allem Freiräume, Orte und Veranstaltungen, an denen zwischen diesen teils unterschiedlichen Welten übersetzt wird und wo neue kreative Verbindungen entstehen können. Professionelle öffentliche, intermediäre und private ‚Grenzgänger*innen‘ und ‚Übersetzer*innen‘ können hier nicht schaden! Außerdem sollte das Design dieser Orte unbedingt berücksichtigt werden. Offenheit und langfristig gute ideelle und materielle Rahmenbedingungen für unterschiedlichste, inklusive Varianten des Netzwerkens herzustellen, bleibt eine der dringlichsten politischen Aufgaben in der Metropolregion.

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Dieser Text basiert auf dem Artikel „“Creative city” policy mobilities as transformation of dispositives – arrangements of “networking” in the European Metropolitan Region of Nuremberg” von Moritz Ortegel (nachzulesen unter: http://www.geogr-helv.net/72/157/2017/), sowie seiner Arbeit im von der Staedtler Stiftung finanzierten Projekt „„Heimat für Kreative!“: Übersetzungen der Idee kreativer Stadt- und Regionalentwicklung in den spezifisch lokalen Kontext der Europäischen Metropolregion Nürnberg“ und seinem laufenden Dissertationsprojekt (nachzulesen unter: http://www.geographie.nat.uni-erlangen.de/personen/moritz-ortegel/) , die beide am Lehrstuhl für Kulturgeographie des Instituts für Geographie der FAU Erlangen Nürnberg von Prof. Dr. Georg Glasze betreut werden.

1 Comment

  1. “Die-Metropolregion-Nürnberg-eine-netzwerkaffine “Heimat für Kreative”"
    Ja, aber ich meine nur bedingt.
    “Der Mangel an Freiräumen gilt als generelles Problem in Nürnberg.”
    Das Lyrikhaus – mein Lyrikhaus – musste geschlossen werden, weil der ganze Häuserkomplex abgerissen wird/wurde und darauf u. a. Ferienwohnungen entstanden.
    “Hinzu kommen weitere ideelle, materielle und atmosphärische Hindernisse”
    Mein Eine-Welt-Projekt und mein Lyrikhaus (das wieder, in viel kleinerer Form, entstand) wird nicht als “Start-up” gesehen, was mir mehrfach bestätigt wurde, was aber natürlich völliger Unsinn ist, denn warum sollte ein Lyrikhaus oder eine Produzentengalerie, wie ich sie führe, kein Start-up sein? Deshalb ist es für mich auch nicht möglich, was ich versuchte, Gelder über Crowdfunding zu bekommen. Auch bei anderen Wettbewerben sind die wirtschaftlichen Absichten in den Vordergrund gestellt und ich komme, als reiner Kunstbetrieb, nicht zum Zuge oder es ist umgekehrt und ich vertrete Nürnberg als einziger oder fast als einziger Künstler, wie z. B. im Kunstprojekt “jackpot” überregional und werde nicht wahrgenommen.
    Fazit: Kunst wird als zu wenig wichtig und unbedeutend betrachtet und es fließen keine Fördergelder oder keine Unterstützungsmaßnahmen werden getätigt.
    Um Kunsthauptstadt zu werden, muss noch manches getan werden.

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