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Mrz 2012 06

Mit dem FabLab Nürnberg eröffnet die erste Jedermann‐High‐Tech‐Bastelwerkstatt in der Metropolregion

Das Nürnberger FabLab ist das neueste von deutschlandweit acht Einrichtungen dieser Art, die sich selbst als High‐Tech‐Bastelwerkstätten für die breite Öffentlichkeit sehen. Sonst teils unerschwingliche Herstellungsverfahren wie 3D‐Drucker oder CNC‐Fräsen können hier für den Privatgebrauch verwendet werden. Neben hochtechnischen Maschinen wie dem 3D‐Drucker stehen mit der T‐Shirt‐Druckmaschine auch Geräte bereit, mit denen sich ganz alltägliche Dinge herstellen lassen.

Momentan befindet sich das FabLab Nürnberg noch in einer sogenannten Betaphase, in der es zwar bereits für Besucher geöffnet hat, aber noch nicht alle geplanten Geräte vorhanden sind. Zur aktuellen Ausstattung gehören der eingangs erwähnte 3D‐Drucker und die T‐Shirt‐Druck‐Maschine, ein Plotter, ein Lasercutter, ein DIN A0 Farbdrucker und verschiedenste Elektronikbausteine wie z.B. Arduinos (Mikrocontroller). Es wird aber unter anderem noch erweitert werden um eine Präzisionsfräse und computergesteuerte Stickmaschinen.

Interessierte sind jeden Samstag von 14 bis 20 Uhr im Rahmen des Open Labs eingeladen, sich ein Bild vom Angebot zu machen oder eigene Ideen zu verwirklichen. Ein Mitgliedsbeitrag ist nicht zu entrichten, es müssen nur die anfallenden Materialkosten übernommen oder das Material selbst mitgebracht werden. Interessant ist das FabLab für unterschiedlichste Zielgruppen, wie z.B. Heimwerker, Bastler, Modellbauer, Technikverliebte und Künstler.

Zusätzlich möchte das FabLab aber auch Schüler spielerisch an moderne Technologien heranführen. Dazu werden verschiedene Workshops angeboten, die entweder in den Räumen „auf AEG“ stattfinden oder als mobiles FabLab an den jeweiligen Schulen. Getragen werden die Tätigkeiten des FabLabs Nürnberg von einem Verein und einer großen Unterstützergemeinschaft aus der Metropolregion. Zu den Unterstützern zählt unter anderem Coworking Nürnberg, das das FabLab nutzen konnte, bevor es die eigenen Räume bezog.

Als erster Partner aus der Industrie konnte die Firma evosoft GmbH mit Stammsitz in Nürnberg gewonnen werden. „Wir freuen uns, die Idee dieser Einrichtung zu begleiten. Zu unserem Arbeitsalltag gehören Software‐Lösungen, bei denen oftmals auch um die Ecke gedacht werden muss. Diese Fähigkeit möchten wir mit der Beteiligung am FabLab fördern. Neben den regulären Öffnungszeiten bieten wir deshalb unseren Mitarbeitern die exklusive Nutzung des FabLabs als Mehrwert und Ausgleich an“, so Dr. Rainer Besold, Mitglied der Geschäftsführung.

Das erste FabLab (kurz für Fabrication Laboratory) wurde im Jahre 2002 am Massachusetts Institute of Technology (MIT) ins Leben gerufen und die Idee hat sich seitdem zu einer internationalen Bewegung entwickelt. In Deutschland entstand 2009 an der Rheinisch‐Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH Aachen) das erste deutsche FabLab. Inzwischen gibt es deutschlandweit acht FabLabs.

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