Interview mit Stefan Christl, Boesner GmbH, zum Thema Sponsoring0
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Interview mit Stefan Christl, dem Geschäftsführer der Boesner GmbH. Die Boesner GmbH ist Marktführer im Bereich professioneller Künstlerbedarf und hat eine Niederlassung in Nürnberg-Fischbach. Das Unternehmen unterstützt den gemeinnützigen Nürnberger Verein für Kunst, Kommunikation und Kultur, Zentrifuge e.V..
In welchem Rahmen engagiert sich Ihr Unternehmen für Kultur?
Unser Geschäftszweck an sich ist es, die Arbeit Kunst-und Kulturschaffender mit dem richtigen Material und der entsprechenden Beratung zu unterstützen. Darüber hinaus versuchen wir natürlich auch mit Sponsoring dort zu helfen, wo der Bezug zum Material nicht herzustellen ist bzw. nicht sinnvoll ist.
Warum haben Sie sich für Kultur-Sponsoring entschieden?
Auf unserem Radar gibt es schlichtweg nichts anderes. Wir arbeiten jeden Tag für und mit Künstlern und Kulturschaffenden. Da ist es naheliegend, Sponsoring in diesem Bereich zu betreiben. Außerdem ist es sicher auch ein enorm fruchtbarer, kreativer und ansprechender Bereich, was es für uns umso attraktiver macht.
Warum haben Sie gerade die Unterstützung der Nürnberger Zentrifuge ausgewählt?
Für uns ist die Nürnberger Zentrifuge ein Glücksfall: Hier treffen wir auf absolut professionelle „Macher“, die der Sache verpflichtet sind und Ihre Motivation nicht nur in finanzieller Hinsicht finden. Diese Kombination aus Engagement und Professionalität findet man nur sehr selten. Sie ist die Voraussetzung dafür, hier etwas zu entwickeln was für alle Beteiligten fruchtbar ist und Spaß macht.
Welche Unternehmensziele verfolgen Sie mit dem Sponsoring?
Natürlich denken wir als Unternehmen in erster Linie wirtschaftlich. Optimales Sponsoring sorgt für eine gute Kundenbindung und macht uns als Nischenanbieter einem breiteren Publikum zugänglich. Nach dem Motto: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“.
Wie ist das Feedback Ihrer Kunden und Mitarbeiter?
In den meisten Fällen sind unsere Kunden auch diejenigen, die unmittelbar vom Sponsoring profitieren. Deshalb ist die Resonanz hier uneingeschränkt positiv. Für unsere Mitarbeiter entsteht durch Sponsoring meistens auch eine tiefere persönliche Beziehung zu den beteiligten Künstlern oder Institutionen, was immer auch eine Bereicherung darstellt. Darauf sind wir stolz. Welcher Arbeitgeber kann seinen Mitarbeitern schon so tolle Kunden bzw. Sponsoring-Partnerschaften bieten?
Würden Sie Sponsoring weiter empfehlen?
Abgesehen von einigen wenigen Beispielen, wo Sponsoring aufgrund des Firmenzwecks nicht möglich ist (wer lässt sich schon gerne z.B. von einem Waffenhersteller unterstützen?), kann ich Sponsoring sogar für Privatleute uneingeschränkt empfehlen. Man profitiert auf vielfältige Art und Weise, lernt interessante Menschen kennen und erweitert seinen Horizont. Es entwickeln sich Verbindungen, die lange halten und aus denen dann wieder etwas Neues entstehen kann.
Für welchen kulturellen Bereich interessieren Sie sich persönlich?
Das möchte ich nicht vom Bereich abhängig machen. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht zusammenpasst, interessiert mich in allen Bereichen die „Subkultur“. Und zwar nicht im Sinne einer Gegenkultur, sondern eher als Ursuppe für futuristische, nach vorne gewandte Bewegungen. Viele Kulturbeteiligten können sich eine Kultur ohne Vergangenheit nicht vorstellen. Mich fasziniert eher die Idee, dass man durch konsequentes Ausblenden oder Ignorieren des Bisherigen Neues erschafft.
Sich nichts scheren um das Alte, auch das ist das Wesen der Kunst.
Das Interview führte Margit Brendl, kulturliebe.de



