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Jul 2017 18

Interdisziplinäre Ideen und Innovationen über die Grenzen von Technik, Kunst, Design und Kommunikation hinweg zeigen – das war Ziel des Festivals “Hack & Make” vom 23. bis zum 25. Juni 2017 im Nürnberger Z-Bau. Mit der Vorstellung der CEO (Cyber Engineering Objects) aus dem interdisziplinären Projekt ENGINEERING 2050 von VDI Bayern Nordost, VDE Nordbayern und der Zentrifuge lag man bei der Hack & Make somit genau richtig. Hacker haben das Wissen, wie man Prozesse gestalten kann, entwickeln Visionen, vernetzen sich untereinander und bilden größere Prozesse, die zu einem sichtbaren Wandel in der Industrieproduktion führen.

Engineering 2050 bekam auch Besuch vom Deutschen Museum München: Melanie Saverimuthu, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "Zweigstelle Nürnberg" (Mitte) zusammen mit Matthias Barbian und Gabriele Hösch. Im Hintergrund rechts eine Arbeit von Klaus Haas, entstanden innerhalb des Projekts "Forschende Kunst im virtuellen Raum"

Matthias Barbian stellte den VDI als Sprecher, Gestalter, Netzwerker vor und präsentierte am rund 20 Quadratmeter großen Stand umfassende Infos zum laufenden Projekt des Arbeitskreises Durchgängige Anlagenplanung, den Cyber Enginieering Objects (CEO). Das CEO Engineeringprojekt zeigt interaktive Kommunikationsprozesse, Open Source Sharing und Cloud Prozesse. Die Prozesse werden visualisiert durch Kunstprojekte zum Thema “aufgefangen – gebündelt – weitergetragen” von Ignatio Tola und Klaus Haas. Die künstlerische Inspiration hilft bei der Entwicklung der Prozesse in einem größeren Zusammenhang. Die Integration von Technik in der Gesellschaft und der Beantwortung gesellschaftlicher Fragen stellt das Kernthema des CEOs dar. Die Frage nach der Verteilung der Wertschöpfung in der Gesellschaft bei einer ungleichen Profitverteilung in einer immer stärker automatisierten Welt führt zu Überlegungen wie dem bedingungslosen Grundeinkommen.

Die interdisziplinäre Definition der CEO war auch Schwerpunkt der beiden Workshops mit Matthias Barbian, Michael Schels, Christina Wolf, Ron Zehmeister, die auf der Hack and Make präsentiert wurden. Das zeigte sogar Interesse von so manchen CEO (Chief Executive Officer). Workshops und Ausstellung bereiten u.a. auf das Event CREATE 2050 des Arbeitskreises Integrated Plant Engineering vor, der am 18. November 2017 stattfinden wird. Unterstützt wurde Matthias Barbian am VDI Stand unter anderem auch von Mehdi Keshavarzian, ein gebürtiger Iraner, der seine langjährige Berufserfahrung aus der Automobilzulieferbranche mit einbrachte. Michael Schels und Ron Zehmeister vom Kreativcluster “Zentrifuge” waren Ansprechpartner am Stand für den Bereich “forschende Kunst”. Der Dank gilt nochmal den vielen anderen Helfern, die hier nicht genannt werden – fast zwanzig engagierte technikbegeisterte Menschen.

Die VDI-Zukunfspiloten waren am Stand mit einem voll funktionsfähigem Getränkespender-Automaten und einer Workshopstation zur Programmierung einer Robotersteuerung vertreten.
Zwei Kunstwerke von Klaus Haas bereicherten die Standgestaltung.

Neben Unternehmen wie Siemens und Conrad Electronik unterstütze die Stadt Nürnberg die Veranstaltung. Die “Hack & Make“ ist aus Sicht von Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly eine hervorragende Plattform, um Menschen und besonders Jugendliche frühzeitig für Technik und die MINT-Fächer zu begeistern. Auf der Messe konnten viele Dinge selbst ausprobiert werden und die Besucher haben sich so spielerisch an wissenschaftliche Phänomene herangetastet.

Text: Dipl.-Ing. Gabriele Hösch, Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit
Verein Deutscher Ingenieure e.V.
Bezirksverein Bayern Nordost e.V.

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