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Okt 2010 19

Seit Beginn des Jahres widmen sich das Cluster audiovisuelle Medien und die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes verstärkt dem Thema „Kultur- und Kreativwirtschaft“. Beide veranstalteten nun im Rahmen der Medientage München zusammen mit bayern design und dem Mediennetzwek München ein Panel mit dem Titel „Wirtschaftsfaktor Creative Industries – Deutschlands drittstärkste Branche“.

Michael Söndermann, Büro für Kulturwirtschaftsförderung, stellte in seiner Keynote ausgewählte Ergebnisse aus dem Monitoringbericht zur Kultur- und Kreativwirtschaft vor, der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Auftrag geben wurde. So lautet ein Ergebnis der Studie, dass die Zahl der Beschäftigten in diesem Sektor fast genauso groß ist, wie etwa jene aus dem traditionell starken Segment der Automobilindustrie. Wichtig ist dabei laut Söndermann, dass sich die Zahlen nur auf den privaten Sektor beziehen und nicht auf den intermediären oder staatlichen Fördersektor.

Einen repräsentativen Querschnitt der Kultur- u. Kreativwirtschaft boten die Vertreter einzelner Kernbranchen in der anschließenden Podiumsdiskussion unter der Moderation von Clustermanagerin Barbara Schardt und Jürgen Enninger, Ansprechpartner für Bayern im Kompetenzzentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes.

Dr. Silke Claus, Geschäftsführerin bayern design, Wolf Dieter Eggert, Geschäftsführer Hueber Verlag, Vorsitzender Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern, Georg Löffler, Geschäftsführer ebam / GLM Music, Vorstand VUT und Alexander Wunschel, Marketing-Club München, diskutierten die Frage, ob durch die Zusammenfassung der unterschiedlichen Branchen unter dem Begriff „creative industries“ eine Art von Gemeinschaftsgefühl entstehe und ob dies auch zur Vernetzung untereinander beitragen könne.

Michael Söndermann warf ein, dass es auf diese Frage eine eindeutige Antwort gäbe, nämlich das Alter. Jüngere Kreative sähen sich eher als Mitglieder der Kultur- und Kreativwirtschaft als ältere Kultur- und Kreativwirtschaftsunternehmerinnen und –unternehmer.

Im weiteren Verlauf wurden Themen wie wirtschaftliche Bedeutung der Teilbranchen, Professionalisierung oder Visionen für eine optimale Struktur der Kultur- und Kreativwirtschaftsförderung seitens der öffentlichen Hand erörtert.

Abschließend wurde die neue Herangehensweise seitens der Politik für die Kultur- und Kreativwirtschaft herausgestellt. Die Bundesregierung schafft regionale Anlaufstellen um Kreativen kostenlose Beratungen zu bieten und Netzwerke zu bilden. Diese direkte Herangehensweise ist das eigentlich Neue an der Arbeit mit Kultur- und Kreativwirtschaft.

Weitere Informationen unter www.cam-bayern.de oder www.kultur-kreativ-wirtschaft.de.

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