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Okt 2014 24

Auf dem tristen Parkplatz von „Auf AEG“ steht ein Imbisswagen – und leuchtet türkis. Gerade grundieren die beiden Initiatoren von HEIMAT, Sandra und Johannes, ihre Ess-Station. Schon strahlt die hölzerne Theke. Bald werden hier Brote verkauft.

Ein Gespräch von Marie-Lena Standhaft und Sarah Müller mit Sandra Engelhardt und Johannes Herzing

– Ich bin Sandra Engelhardt, selbstständig im Bereich Marketingberatung. Ich habe 8 Jahre lang in einer großen Agentur in Nürnberg gearbeitet und neben meinem Job habe ich HEIMAT konzipiert.
– Mein Name ist Johannes Herzing. Ich bin 31 Jahre alt und arbeite mittlerweile seit 11 Jahrena als Heilerziehungspfleger in Wohnheimen für Behinderte.

Okt 2014 24
Nürnberg, auf dem Gelände der ehemaligen AEG: viele Hallen mit verwirrenden Nummern. An diesem Ort wurde die Forschende Kunst geboren. Wir wollen wissen, was das ist. Dafür suchen wir die Zentrifuge. Noch etwas planlos stehen wir zwischen den vie­len Eingängen.

Eine Reportage von Olga Komarova und Simona Leyzerovich.

Zum Glück taucht ein charmanter Mann auf, der uns helfen will, Ronald Zehmeister. Er er­kennt uns und zeigt uns das Tor zur Zentrifuge. Noch bevor unser Interview beginnt, erklä­ren wir ihm, zwar umfassend recherchiert zu haben, aber letztlich zu keinem Ende gekom­men zu sein. Herr Zehmeister sieht uns mit einem vielsagenden Lächeln an, vielleicht hat er das schon häufiger gehört, wenn es um „Forschende Kunst“ geht. „Oh ja, es ist geheim­nisvoll und hermetisch, was wir hier machen“. Wir lächeln zurück. Und er ergänzt: „Ein gu­ter Satz für den Anfang.“

Während des Interviews merken wir gar nicht, wie die Zeit vergeht. Wir erleben ein Ge­spräch mit vielen Abzweigungen und  langen Wegen, mit Definitionen und emotionalen Beschreibungen. Danach erkennen wir einzelne Punkte schon recht klar, aber sehen noch immer kein ganzes Bild. Zuhause hören wir uns mehrmals unsere Aufnahmen an, aber un­sere Verwirrung wird immer größer.

Jul 2014 07

Text: Sebastian Hillebrand, Bastus Trump

Dieser Text entstand im Rahmen des Projekts “Forschende Kunst 2: Musik und Klang”. Die gesamte Dokumentation kann unter www.forschende-kunst.de eingesehen werden.

Kunst und Wissenschaft. Seit Jahrhunderten stehen sich diese Gegenpole mit ihren spezifischen Methoden und Perspektiven auf die Welt gegenüber, beäugen und analysieren sich. Bei näherer Betrachtung existiert jedoch eine genaue Abgrenzung genauso wenig wie “die Kunst” oder “die Wissenschaft” in ihrer singulären Form. Vielmehr scheint es eine Gewichtung verschiedener Wahrnehmungsmodi und Darstellungsformen zu geben, die dem Forschen einen stärkeren wissenschaftlichen oder künstlerischen Charakter verleihen.

Jul 2014 07

In der letzten Sendung Z-Zeit auf Radio Z (95,8 MHz) hatten wir Bastus Trump und Alice zu Gast. Moderation: Michael Schels und Ronald Zehmeister. Wegen eines technischen Fehlers wurde die vorproduzierte Sendung am 30.6. nicht ausgestrahlt, dies wurde am 7. Juli nachgeholt.

Hier die Soundfiles zum Nachhören – aus urheberrechtlichen Gründen (GEMA) haben wir die Songs von Alice heraus geschnitten. Einige Stücke von Alice kann man online hören unter: www.alice-mayer.de

Mitschnitt der Sendung (MP3):

Z Zeit vom 14. Juni 2014 – Ohne Musik, Teil1

Z Zeit vom 14. Juni 2014 – Ohne Musik, Teil2

Mai 2014 01
Impulse für Innovation und Nachhaltigkeit – Schwerpunktthema GLÜCK

122 Menschen traten am 21. März 2014 im Feuerbachsaal der IHK Nürnberg in einen konstruktiven Dialog und tauschten praktische Erfahrungen aus. Sie kamen aus folgenden Kontexten: Unternehmen (aus Groß-, Mittel-, Kleinbetrieben), Wissenschaft (Professoren und Studenten der Universitäten Nürnberg, Würzburg, Bremen, Ansbach und Berlin), Politik, Organisationen (IHK, BioInnung, Stadt Nürnberg, Stadtrat, Deutscher Gewerkschaftsbund – DGB, Agentur für Arbeit,) Medien, Pädagogik sowie Kunst.

Apr 2014 13

Kulturtransporter mit Sitz in Nürnberg präsentiert 20 deutsche Künstler in Krakau

Im Rahmen des 35jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Nürnberg und Krakau spielt die Kunst eine große Rolle. Dies ist der kontinuierlichen Zusammenarbeit von Künstlern aus Deutschland und Polen zu verdanken, die gemeinsam schon mehrere größere Ausstellungsprojekte realisiert haben – zuletzt 2013 in einer ehemaligen Logistikhalle im Nürnberger Quelle Areal.

Die partnerschaftlichen und stark von Künstlern geprägten Beziehungen zwischen Nürnberg und Krakau haben eine jahrhundertelange Tradition und konnten auch zu Zeiten des kalten Krieges viele Brücken schlagen. Die Städtepartnerschaft Nürnberg Krakau trägt damit sehr lebendig zum deutsch-polnischen oder überhaupt zum Ost-West-Dialog bei.

Der Nürnberger Kulturtransporter e.V. und die Krakauer Stiftung Transporter Kultury sind aus der länderübegreifenden und grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Künstlern aus Nürnberg und Krakau entstanden. Die Ähnlichkeit in der Namensnennung ist Ausdruck ihres gemeinsam gepflegten Austauschs. Die Erfahrungen beider Partner bei der Planung und Umsetzung größerer Ausstellungsprojekte fließen nun in das internationale Kunstprojekt REST.ART.WORK ein, das vom 16. Mai bis zum 18. Juni 2014 in Krakau stattfindet. Die Eröffnung ist am 16. Mai 2014.

Apr 2014 13

Ich bastle mir eine Handprothese. Einen stylischen Sessel? Ein Musikinstrument oder ein abstraktes Kunstwerk? Meinen Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Viel wichtiger jedoch: meiner Kreativität ebenso wenig. Das FabLab Nürnberg ist eine offene Werkstatt. Sie ermöglicht den Zugang zu Maschinen und Geräten – und zwar zu solchen, die sonst nur der Industrie oder sehr wohlhabenden Menschen vorbehalten sind. Aber das FabLab liefert auch einen Einblick in eine Zukunft, von der man vor zwanzig Jahren nur träumen konnte.

Eine Reportage von Daria Diehl und Sebastian Herbst.

Das „FabLab“ … Hier, so heißt es, wohnt ein Stück von Übermorgen. Doch wer bei seinem Besuch ein steriles „Future-High-Tech“-Labor erwartet, wird überrascht sein. Denn auf den ersten Blick wirkt das hier alles andere als zukunftsweisend. Was sich zunächst nach einem trendigen Insider-Treffpunkt für Nerds angehört hat, entpuppt sich: als Ort ohne Zugangsbarrieren, ohne Altersbeschränkung, ja nicht einmal Vorwissen braucht man.

Apr 2014 13

Fünfzehn Teilnehmer sind zum „Aktiven-Treffen“ gekommen. Und niemand hätte gedacht, dass es hier mal zu wenig Stühle geben könnte. – Eine Reportage von Valeria Rosenberg

Die Tische zusammengestellt zu einer Tafel. Rund herum sitzen schon die ersten und schlürfen an ihrer sauren Rhabarberschorle oder an einer biologischen Cola-Alternative aus Neumarkt. Bald ist festzustellen, welche Anwesenden sich mehr engagieren, welche weniger. Aber keiner spricht mit erhobenem Zeigefinger.

Wer hat nicht schon mal mit dem Gedanken gespielt, sich zu engagieren? Etwas Gutes für seine Mitmenschen und seine Umwelt zu tun? Und wie viele sind schon an der Befürchtung gescheitert, es könne zu viel Zeit in Anspruch nehmen? Oder sie wussten erst gar nicht, wo anfangen? – BluePingu will den Menschen in der Region Möglichkeiten bieten, sich zu engagieren. Ganz Franken wollen sie aufzeigen, dass kleine Schritte vollkommen ausreichen, für große Veränderungen. Wie viele Schritte man machen will, bleibt dabei jedem selbst überlassen. „Mach den kleinen Unterschied!“ lautet der Appell. Und um sich auf das Wesentliche – die Nachhaltigkeit – zu konzentrieren, ist BluePingu weder einer Partei noch einer Religionsgemeinschaft zugeordnet.

Apr 2014 13

Bastus Trump

Bastus Trump

Bastus Trump, geb. 1984, ist Saxophonist und Sounddesigner. Er kreiert neben experimenteller Musik auch Apps: Sein „Orphion“ ist ein musikalisches Interface für das iPad, ein Instrument mit dem auch Laien spielend leicht musizieren können. – Ein Interview von Marius Müller und Patrick Hepf

Müller/Hepf: Ursprünglich kommen Sie ja einfach von der Musik. Sie haben z.B. ein klassisches Instrument studiert.

Trump: Ja, klassisch, im Sinne von herkömmlich. Ich habe Jazz-Saxophon studiert, also kein klassisches Orchesterinstrument.

Müller/Hepf: Ein Saxophon … also etwas, das man anfassen kann, mit Mundstück, Klappen und Luft. Da hat es uns gewundert, dass Sie jetzt Musik machen, die so gar nicht dazu passt: Sehr futuristisch und experimentell. Wie sind Sie denn dazu gekommen?

Trump: Eigentlich eher schrittweise. Ich habe zuerst hier in Nürnberg an der Musikhochschule studiert. In der Mitte des Studiums habe ich angefangen, Filmsoundtracks zu machen. Ich habe das nie unterteilt in Filmmusik und Sounddesign, sondern beides zusammengebracht. Das war recht experimentell und hatte nicht viel zu tun mit dem, was ich sonst gespielt habe.
Nach und nach habe ich das mit meinem Instrument verbunden. So habe ich angefangen, Live-Elektronik zu machen, mit Saxophon und Laptop auf der Bühne, später nur noch mit dem Laptop. Es gab z.B. vor einigen Jahren das Quadrophonia-Festival in der Zentrifuge, wo einige Leute zusammen improvisiert haben, rein elektronisch.

Müller/Hepf: Was hören Sie denn privat für Musik, gibt es da irgendwelche Parallelen? Wenn man sich Ihre Musik anhört und ihre Installationen erlebt, könnte man denken, bei Ihnen laufen z.B. die Einstürzenden Neubauten. Stimmt das, oder sind Sie ganz anders unterwegs?

Apr 2014 13

Autoren-Tandems, Bierdeckel-Geschichten und Kuchengedichte

Martin Beyer (Foto: Andrea M. Müller)

Martin Beyer (Foto: Andrea M. Müller)

Lesen, Schmökern und Erkunden von Literatur – das erlebt man in Bamberg bei einem Festival, bei „Bamberg liest“. Nun gut, Lesungen – könnte man meinen. Ja, aber auch „Rap-Workshops“ und sogar Übernachtungen in einer Buchhandlung. – Dr. Martin Beyer, studierter Germanist, arbeitet seit seinem 18. Lebensjahr als Schriftsteller und vermittelt heute in Workshops Storytelling und Kreatives Schreiben an Firmen, Städte und Studenten. Als Veranstalter von „Bamberg liest“ verrät er uns, wie das Festival entstanden ist, was sich hinter einem Tandem-Buch verbirgt und wie „Bamberg liest“ Talente fördert. – Ein Interview von Philomena Panzer und Julia Reil

Panzer/Reil: „Bamberg liest“- Wie kam es zu diesem Literaturfestival?

Beyer: Als Dozent für Kreatives Schreiben an der Universität Bamberg habe ich festgestellt: in meinen Studenten schlummern Schreibtalente. Und die wollte ich fördern. Ich bin dann mit Lukas Wehner in Kontakt gekommen, der hatte gerade den Verlag perpetuum publishing gegründet, der zeitgemäße Lehrbücher von Studenten für Studenten veröffentlicht. 2010 haben wird unser erstes Buch mit literarischen Texten publiziert. Und um das zu präsentieren, haben wir im gleichen Jahr „Bamberg liest“ erfunden: Verteilt über drei Abende wurden acht Kurzgeschichten vorgestellt. Mittlerweile ist dieses Engagement unglaublich gewachsen – und jetzt ist es wirklich ein kleines Festival.

Panzer/Reil: „Tandem“ – da denken die meisten an ein zweisitziges Fahrrad, nicht ans Bücherschreiben… Sie aber sprechen z.B. von „Tandem-Büchern“ … Was hat es damit auf sich?

Beyer: Vom Prinzip her ist das ähnlich: Es geht uns um die Förderung von Talenten. Wir bringen einen noch unerfahrenen Studenten aus der Region mit einem professionellen Autor zusammen. Und über ein halbes Jahr kooperieren die beiden. Und was da entsteht, das veröffentlichen wir dann in einem so genannten „Tandem-Buch“.
Die Jungtalente finde ich zum Großteil in meinen Uni-Kursen. Und ich kenne ihre Texte meist schon sehr gut, da wir ja gemeinsam daran gearbeitet haben.

Panzer/Reil: Was, wenn ich der nächste Daniel Kehlmann bin, aber nicht in Ihrem Seminar? Kann ich mich bei Ihnen bewerben?

Beyer: Mir Texte zu schicken ist auch möglich. Unsere Talentförderung ist offen zugänglich und es müssen auch keine Studierenden sein. Es kann passieren, dass ich bei einer Lesung auf jemanden aufmerksam werde. Wir hatten auch schon eine Schülerin, die dann mit dem Intendanten des Bamberger Theaters zusammen gearbeitet hat.

Panzer/Reil: Wie finden Sie den passenden Tandem-Partner für einen ihrer Jungautoren?

Beyer: Die gleiche Gattung, das gleiche Genre, etwa Lyrik oder Fantasy, das ist ein wichtiger Ansatzpunkt. Auch die Chemie zwischen den beiden Autoren sollte stimmen. Das kann aber auch schiefgehen. Wir zwingen niemanden. Und es ist nicht gesagt, dass es am Ende klappt. Doch wir versuchen es. Kommunikation ist wichtig. Aber wie die beiden Autoren miteinander kommunizieren, ob telefonieren, mailen oder skypen, lassen wir offen. Unsere einzige Vorgabe: Das Thema des Buches.

Panzer/Reil: „Bamberg liest“ möchte „regional fördern und überregional wirken“. Was bedeutet das?

Beyer: Neben der Förderung von Verlagen aus der Region, wie ars vivendi aus Cadolzburg, möchten wir auch Formate einsetzen, die überregional wahrgenommen werden. Wir nennen das den „Kulturbeschleuniger aus der Region für ganz Deutschland“.

Panzer/Reil: Aber ist eine Lesung im Zeitalter des Internets nicht ein überholtes Format?

Beyer: Unser Herzstück, die Lesungen der Tandem-Bücher, überwältigen uns jedes Jahr. Schon von Beginn an hatten wir viele neugierige Zuhörer. Und das, obwohl es ein klassisches Lesungsformat ist. Ganz viel Entertainment zu machen, das ist gar nicht immer nötig: Das Wort für sich – ganz trocken und pur – funktioniert sehr gut.

Panzer/Reil: Poetry-Slams in Nürnberg und Fürth, das Poetenfest in Erlangen – was unterscheidet „Bamberg liest“ vom Rest der Welt?

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