follow us at facebook follow us at facebook follow us at facebook
Okt 2012 28

Der von Michael Schels für die Zentrifuge Akademie entwickelte Workshop “Die Macht der Ideen” ist erhellend, inspirierend, anregend und in vielerlei Hinsicht auch für die konkrete Arbeit hilfreich. Bestehende Ideen werden eingeordnet, bewertet, verbessert und auf ihre Machbarkeit hin überprüft. Auch viele neue Ideen können entstehen, die das Potenzial haben, weitere Ausarbeitungen zu erfahren. Dieser Workshop zeigt ein weiteres Mal, welch wertvollen Beitrag die Zentrifuge als Ort für freien Gedanken- und Erfahrungsaustausch und als Ideen- und Projektentwicklungslabor leistet.

Okt 2012 18

Unter dem Motto “Vielfalt erkennen – Neues Publikum gewinnen” findet am Samstag, 17. November 2012, von 9 bis 17.15 Uhr in der Volkshochschule Erlangen, Friedrichstr. 19-21, die nächste Fortbildungstagung zum praktischen Kulturmanagement, “einfach machen 20″ statt.

Die Tagung richtet sich vor allem an Kulturschaffende der Region: kommunale wie nichtkommunale Kulturveranstalter, Mitglieder von Kulturvereinen, Künstler und Interessierte. Sie geht der Frage nach, wie wir in einer vielfältigen, heterogenen Gesellschaft neues Publikum gewinnen und das bestehende halten können.

Zu den Vortragsthemen gehören u. a. die Publikumsentwicklung unter dem Aspekt der Diversität, Konzepte der Partizipation in der Projektentwicklung sowie zielgruppengenaue Angebote der Kulturvermittlung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit.

Okt 2012 16

Eine Interpretation von Norman Forster

Anlässlich des Aufstiegs des Fußballvereins Greuther Fürth bemalte der Künstler Thor van Horn den zuvor mit einer weißen Folie bespannten Turm des Fürther Rathauses mit “Kunst-Rasen”. Vom 22. bis 25. August 2012 pinselte er zigtausende Grashalme Strich für Strich auf die Riesenleinwand. Pünktlich zur Eröffnung der 50ten Bundesligasaison schlug van Horn somit eine (visuelle) Brücke vom Fußball zur Kunst. Bei seiner geduldvollen Arbeit konnten ihn Passanten vom Boden aus mit fest installierten Ferngläsern beobachten.

Zusammen mit Fürther Unternehmen und dem Künstler Thor van Horn hat es die Stadt Fürth für einen Augenblick geschafft, ÜBERREGIONAL auch im Bereich „KUNST und KULTUR“ Beachtung zu finden. (Foto: Daniel Berger)

„Das große Kunst-Rasen-Stück“ am Fürther Rathausturm ist die aufrechteste Verbeugung vor dem Fußball, die mir eingefallen ist.“ sagt Thor van Horn zu seiner Installation. Paradoxe (Wort-)Kombinationen wie diese sind gängige dramaturgische Mittel des Künstlers: Van Horn vereint mit Kunst und Fußball zwei Bereiche, die vermeintlich nichts oder sehr wenig miteinander zu tun haben. Die gesellschaftliche Vorstellung von (Bildender) Kunst als etwas Elitärem oder gar als gesellschaftliches Randphänomen steht konträr zu dem populären „Fußball“ mit Anhängern aus allen Gesellschaftsbereichen.

Sep 2012 11

Vortrag in der Universität d. Künste Berlin, SS 2007  (Semesterschluss). Die Zentrifuge und ON-Index danken Zentrifuge Community Mitglied Reinhard Knodt für die Verfügungstellung dieses Beitrags.

Herr Präsident, meine sehr vereehrten Damen und Herren, liebe Freunde,
ich soll – um Sie sozusagen von der Akademie ins reale Künstlerleben zu führen – in rund 20 Minuten eine Antwort auf die Frage geben, wie man als Künstler berühmt wird und viel Geld verdient. Es ist klar, dass Sie nach jahrelangem Studium nun ein Recht auf diese Mitteilungen haben und ich hoffe, Sie werden sie entsprechend ernst nehmen. Ich werde sie auch ernst nehmen und dazu ca. 8 Minuten lang das heute herrschende Künstlerverständnis erläutern und dann in 10 Minuten die zurückzulegenden Schritte zum Aufbau eines verdienstträchtigen Nimbus, damit Sie nicht zu den 90 Prozent Akademieabsolventen gehören, die nicht von der Kunst leben, sondern zu den zehn Prozent, die das schaffen. Sollte ich die Zeit überschreiten, bitte ich zu protestieren, ich breche dann sofort ab.

Aug 2012 07

Ein Beitrag zur Nürnberger Kulturpolitik von Dr. Harald Tesan

Sich neuester Technik zu bedienen um etwas zu zeigen, was man nicht sieht oder nicht mehr hat, ist eine gängige Praxis. Ein guter Ansatz ist ferner, das Rathaus als einen Ort bürgerlicher Kultur wieder mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Und weshalb nicht auch noch der Kunstszene in der Region eine Plattform bieten, um aktuellen Positionen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen? – Alles eine prima Idee! Insofern hätte das Auftaktwochenende vom 3. bis 5. August 2012 im Rathaus der “Dürer-Stadt Nürnberg” eigentlich eine feine Sache werden können.

Manchen Besucher, der sich auf die “multimediale Zeitreise im Rathaussaal” begab, mag dennoch ein ungutes Gefühl beschlichen haben. An die Stelle des offenbar erwünschten Gänsehauteffekts trat Befremden angesichts einer Inszenierung, die derart bombastisch daherkam, dass sie schon wieder unfreiwillig komisch wirkte. Selbst wer im Stande war die laute, kitschig-schwülstige Soundkulisse nach Hollywood-Manier auszublenden, sah sich einem Bombardement hektisch aufblitzender und dahinhuschender Bilder ausgesetzt. Kennen wir diese sight & sound-Spektakel nicht seit Jahrzehnten von einschlägigen Touristenorten? Sind wir dergleichen PC-Spielereien nicht längst überdrüssig? (Im guten Glauben, eine nur allzu geläufige Ästhetik bedienen zu müssen, ist man leider auch an den vollgeplotteten Wänden der inhaltlich schlüssig konzipierten Dürer-Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum den Versuchungen einer optischen Reizüberflutung durch Blowups und Icons erlegen).

Jul 2012 26

Als neuer Typus eines Unternehmens beschreitet metropol.Z (www.metropol-z.de) neue Wege und erschließt Märkte der Zukunft. metropol.Z basiert auf der Kreativplattform Zentrifuge (www.zentrifuge-nuernberg.de). In dem Angebot der „Think Tanks zum Mieten“ kommen Systematik, Räume und unterschiedliche Perspektiven zum Einsatz. Mit diesem neuartigen Angebot können auch kleine und mittlere Unternehmen und Institutionen auf eine prinzipiell komplette Strategie- und Kreativitätsabteilung zugreifen.

Jul 2012 16

Eine Reportage von Jan Jungbluth.

Das Publikum ist gespannt. An der Wand erscheint ein Bild von Albert Einstein. Der Physiker blickt an uns vorbei, so als könne ihn nichts aus der Ruhe bringen. Auch nicht der Mann vor ihm, an dem kleinen Pult mit dem Laptop darauf, der das Wort ergreift und konzentriert zu sprechen beginnt. Schon nach den ersten paar Sätzen ist er außer Atem, schnappt häufig nach Luft, als würde er rennen, um noch einen Zug zu erwischen. Kein Wunder, dass er angestrengt ist, hat er sich doch vorgenommen dem Publikum in weniger als sieben Minuten die Relativitätstheorie zu erklären.

Von nun an wird er keinen Finger mehr an sein Laptop legen und auch keine Fernbetätigung bedienen, denn jede Folie seiner Präsentation wird automatisch nach genau zwanzig Sekunden weiter geschaltet. Und zwanzig Folien werden die Leinwand passiert haben, wenn er, was er tut, mit den Worten schließt: „Und ich wäre somit am Ende.“

20 Folien für jeweils 20 Sekunden – diese spezielle Art des Vortrags nennt sich “PechaKucha” (sprich: Petschatschka), was Japanisch ist und so viel bedeutet wie: „wirres Gerede“. Erfunden wurde sie 2003 in Tokio, von einem Architektenpaar, Astrid Klein und Mark Dytham. Geplagt von langatmigen Werkberichten über Architekturprojekte, erdachten die beiden ein Format, das den Vortragenden zwingt, das Wichtigste prägnant zusammenzufassen.

Damit hatten sie jedoch nicht beabsichtigt eine globale Bewegung anzustoßen. In weltweit über 450 Städten werden mittlerweile regelmäßig sogenannte „PechaKucha-Nights“ ausgerichtet, bei denen zehn bis fünfzehn „Presenter“ zu verschiedensten Themen Vorträge halten. Auch in Nürnberg gibt es regelmäßig eine solche Veranstaltung. Der Konzeptdesigner und Softwareentwickler Halil Kavasoglu ist Mitveranstalter der PechaKucha-Night Nürnberg. Und der weltweite Erfolg des Formates ist für ihn kein Wunder:

„Allein die Tatsache, dass jeder Presenter sein Thema dem Publikum im gleichen Format präsentieren muss, bedeutet eine Demokratisierung der Mittel. Nicht der Hauptredner bekommt die meiste Zeit und die meisten Props, also die größte Anerkennung vom Publikum. Egal was wer spricht, es ist immer das gleiche Format.“

Jul 2012 14

Kreative und Künstler appellieren an die Wirtschaft

Rückblick auf die Veranstaltung „Die Europäische Metropolregion Nürnberg  – Kreativraum im internationalen Wettbewerb“

Unter dem Motto “Heimat für Kreative” positioniert sich die Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) als kreativer Wirtschaftsstandort im internationalen Wettbewerb. Was kann die Kultur- und Kreativwirtschaft dazu beitragen, damit die EMN auch im internationalen Wettbewerb an Profil gewinnt? Dieser Frage ging die Kreativplattform Zentrifuge in einer für die IHK Nürnberg organisierten Veranstaltung nach mit dem Ziel, das kreative Potenzial in Nürnberg und der Region deutlich zu machen und damit die Standortattraktivität der EMN zu stärken. Der Einladung zu dieser Veranstaltung, die am 11. Juli im Rahmen der Veranstaltungsreihe IHK-Kulturforum im BMF Museum in Nürnberg stattfand, folgten 90 Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und Politik.

Der Zentrifuge und den Referenten gelang es an diesem Abend, den anwesenden Multiplikatoren und Entscheidern exemplarisch deutlich zu machen, dass es in Nürnberg und der Region ein großes kreatives und künstlerisches Potenzial gibt. Man müsse verstärkt darauf hinwirken, Künstler und Kreative vor Ort in wirtschaftliche und gesellschaftliche Aufgabenstellungen einzubinden. So könne es gelingen, die Metropolregion dauerhaft attraktiv zu gestalten und damit auch im internationalen Wettbewerb an Profil zu gewinnen. Die Bemühungen von Wirtschaft und Politik sollten entschieden darauf gerichtet werden, jungen kreativen Talenten Anreize zu schaffen, in Nürnberg und der Region zu arbeiten. Nur so könne dem bereits seit Jahren anhaltenden Trend entgegen gewirkt werden, dass viele Absolventen der Akademie der Bildenden Künste, der Hochschule für Musik oder der Georg Simon Ohm Hochschule die Region nach ihrer Ausbildung aufgrund mangelnder Herausforderungen und Perspektiven verlassen.

Jun 2012 08

Eine Reportage von Jasmin Werner und Anna Vilkova.

Direkt neben der Eingangstür des Coworking Space steht der ungewöhnlichste Kleiderständer, den wir je gesehen haben; er besteht aus Kamera-Stativen. Ein Fotograf hat sie hier gelagert.

Der Coworking Space ist ein einziger großer Raum – man könnte ihn mit einem Loft vergleichen. Nur mit Möbeln haben ihn die Leute vom “Space” in verschiedene Bereiche unterteilt. Da gibt es zum Beispiel das Café mit Couchtischen, Sofas und Sesseln oder einen Arbeitsplatz mit Schreibtischen.

Wir treffen Andreas Fehr. Er ist morgens als erster hier und bereitet alles vor, für die Leute, die schon bald zum Arbeiten herkommen. Im Coworking Space kann man Schreibtische mieten. Für Selbstständige ist das ein attraktives Angebot. Denn nach einiger Zeit im Heimbüro stellen viele fest: Einsamkeit hemmt die Kreativität. Im Coworking Space finden sie Gleichgesinnte, sind wieder unter Leuten und können sich austauschen. Menschen aus verschiedenen Berufsgruppen kommen hierher. »Jeder, der mit einem Laptop arbeiten kann, kann sich hier niederlassen«, sagt Andreas.

Jun 2012 05

Das spanische Magazin Ling berichtet unter dem Titel “Cultura contra la depression” in der Juni Ausgabe 2012 über Auf AEG. Auch die Zentrifuge findet darin lobende Erwähnung (S. 50 ff).

Seite 8 von 17« Erste...678910...Letzte »