Innenarchitekt

Sei dein eigener Innenarchitekt

Lass uns klarstellen: Ein Innenarchitekt ist kein Architekt. „Architekt“ ist ein geschützter Beruf. Nur ausgebildete Architekten dürfen sich so nennen. Um Architekt zu werden musst du auf einer Hochschule oder Uni jahrelang studieren.  

Ganz anders ist das mit Innenarchitekten. Jeder kann und darf sich so nennen. Es gibt wohl Ausbildungen dafür, auch auf Hochschul- und Universitätsniveau, aber keine geschützte Berufsbezeichnung. 

Ein anderer, grundlegender Unterschied: Ein Architekt beschäftigt sich mit Strukturen, Statik, Dynamik und Belastbarkeit von Gebäuden. Dabei steht wesentlich mehr auf dem Spiel als mit der Arbeit eines Innenarchitekten. Ein Innenarchitekt beschäftigt sich vorwiegend mit Ästhetik und Funktion von Einrichtung und Raumgestaltung. Also Farben, Formen, Ausschmückungen und das Arrangieren von Möbeln. 

Das klingt ja ganz leicht, oder? 

Naja, es klingt ganz bestimmt etwas leichter als es ist. Und dabei kommt es natürlich sehr auf das Niveau an. Als Innenarchitekt beruflich Erfolg zu haben erfordert eine ganze Frau/Mann.  

Wenn du deine eigene Wohnung einrichten willst, ist das ganz was anderes. Dabei geht es ja in erster Linie darum dass du selbst dich in deiner Wohnung wohlfühlst. Und wer könnte das besser beurteilen als du selbst? 

Auf einem Arbeitsplatz oder in einem öffentlichen Gebäude sollen viele Menschen sich wohlfühlen. Menschen, so verschieden wie Tag und Nacht. Menschen mit verschiedenen kulturellem Hintergrund, Präferenzen, Geschmack und so weiter. Räume so zu gestalten dass alle, unabhängig von Status oder Hintergrund, sich darin wohlfühlen können erfordert wesentlich mehr als etwas Fantasie und geschickte Hände.  

Selbst ist der Mann/die Frau 

Also, Ärmel hochgekrempelt und die Sache mit frischem Mut anpacken. Wenn du deine Wohnung mit jemanden teilst, ist es natürlich wichtig diese andere Person von Anfang an mit einzubeziehen. Überraschungen sind kein Problem, wenn man sie leicht wegschaffen kann, im Falle dass sie einem nicht behagen. Wenn die Überraschung ein grün gemaltes Schlafzimmer ist, wäre dies nicht so einfach.  

Was brauchst du um dein eigener Innenarchitekt zu sein? 

Eigentlich nicht viel. Mut und Selbstvertrauen, Fantasie und etwas handwerkliches Geschick kann auch nicht schaden. Es ist eher unwahrscheinlich dass du jemanden findest der die Arbeit für dich macht, so dass du dich alleine auf den kreativen Prozess konzentrieren kannst. Rechne lieber damit dass du alles selbst machen musst, oder sorge für ein Budget um jemanden für die Arbeit zu bezahlen.  

Inspiration ist der erste Schritt 

Oft sagt man, der erste Schritt ist der schwerste. Nicht hier. Es gibt unbegrenzte Mengen von Inspiration, vor allem im Internet. Gute Ideen sind ganz bestimmt keine Mangelware. Bilde dir auf keinen Fall ein dass du der erste sein würdest wenn du eine gute Idee hast. Es ist eher so als dass Ideen universell sind, frei zugänglich für jeden der sich die Zeit nimmt über etwas nachzudenken. Nichts desto Trotz sind gute Ideen absolut notwendig. Alles startet mit einer Idee.  

Also beginn deine Innenarchitekt Karriere damit dir anzusehen was andere vor dir gemacht haben.  

Es gibt Konventionen, ungeschriebene und geschriebene „Gesetze“ der Innenarchitektur. Niemand zwingt dich sich daran zu halten. Es hilft aber auf jeden Fall, sie zu kennen.  

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